Ein Wikingerschiff mit Rückenwind läuft am Samstag in das Tivoli ein. Während unser FC Wacker Innsbruck dringend auf die maximale Punkteausbeute angewiesen ist, melden sich die Rieder Gäste zurück im Kampf um die internationalen Plätze.

Holpriger Start

Etwas Anlauf hat der im Winter neu in seiner Funktion installierte Chefcoach Michael Angerschmid benötigt, denn der durch die Trennung von Kurzzeit-Trainer Heinz Fuchsbichler aufgewirbelte Staub schien im Winter länger umherzuschwirren als man es sich im Innviertel gewünscht hatte. Debatten darüber, ob sich die Rieder Fußball-Philosophie der vereinsinternen Hierarchie unterordnen müsste oder umgekehrt, ließen sich nur schwer vermeiden und so gelang es Angerschmid nur zögerlich, sein eigenes Profil in den Vordergrund zu stellen. Den Begriff „Cheftrainer" nimmt das Rieder Urgestein selbst nur ungern in den Mund, sondern stellt die Teamarbeit mit Co-Trainer Gerhard Schweitzer stets in den Vordergrund. Dazu passend fand man spielerische Ausrufezeichen im bisherigen Frühjahr eher selten. Ein mageres 0:0-Unentschieden in Wiener Neustadt Ende Februar sowie eine 0:1-Auswärtsniederlage in Mattersburg Anfang März markierten die Höhepunkte der verspäteten Herbstdepression, die in Ried aber scheinbar Tradition zu haben scheint. Denn auch die Vorgänger von Michael Angerschmid hatten bereits mit einem Leistungseinbruch der eigenen Mannschaft nach der Winterpause zu kämpfen, was den Oberösterreichern schon häufiger eine Platzierung unter den Top-Teams der Liga gekostet hat.

Europa ist nah

Nun hat sich in der Keine-Sorgen-Arena doch manches geändert, denn ausgerechnet ein 2:2-Remis im Salzburger Bullenstall vor gut einem Monat leitete die unerwartete Wende für die Wikinger ein. Den neben dem eher glücklichen Punktegewinn in der Mozartstadt haben vor allem zwei Spieler wesentlichen Anteil am neu entstandenen Höhenflug der SV Ried. Zum einen die Salzburger Leihgabe Marco Meilinger, der ausgerechnet gegen seinen ursprünglichen Arbeitgeber beide Treffer erzielte und dem Rieder Offensivspiel als ständiger Unruheherd ungemein guttut. Zum anderen Robert Zulj, dem die Etablierung des eher eigenwilligen Rieder 3-3-3-1-Systems sehr entgegenkommt. Das durch drei Achsen geprägte Spiel der Oberösterreicher lässt dem Gegner wenig Raum zum Kombinieren und kann gleichzeitig durch schnelles Vorrücken enormen Druck erzeugen. Jenes neue Tandem, bestehend aus Meilinger, Zulj und dem mittlerweile vollständig im Innviertel akklimatisierten René Gartler als einzige Spitze, zeichnet sich hauptverantwortlich für die erfolgreiche Umsetzung dieses Systems. Die jüngsten Siege gegen Rapid, die Admira und in Wolfsberg belohnen dies auch mit einem großen Sprung in der Tabelle. Denn im Vierkampf mit den Kärntnern, Sturm und Rapid balgen sich die Oberösterreicher nun um die verbliebenen beiden Europacup-Plätze Drei und Vier.

Die Macht der Kastanien

Dreimal traf der Tiroler Traditionsverein heuer schon auf das schwarz-grüne Pendant aus dem Innviertel. Zweimal ging Wacker Innsbruck dabei als Verlierer vom Platz. Vielmehr als die beiden Niederlagen blieb allerdings der einzige Sieg gegen die Rieder in Erinnerung. Das Trainerdebüt von Roland Kirchler im Oktober 2012 brannte sich mit einem 1:0-Erfolg am Tivoli in die jüngste Wacker-Geschichte ein. Neben dem Torschützen Marcel Schreter und dem wieder einmal bravourös aufgelegten Szabolcs Safar wurden auch die Glücks-Kastanien von Roland Kirchler für ihre Verdienste gefeiert. Unwahrscheinlich ist zwar, dass der wackere Trainer auch an diesem Samstag auf übernatürliche Unterstützung zählen kann. Ein selbstbewusster Auftritt, der Kräfte für die wohl entscheidenden Partien in Mattersburg und Wiener Neustadt freisetzt, muss schließlich in Eigeniniative erreicht werden. Einfacher wird es für unseren FC Wacker Innsbruck nicht, denn Kapitän Tomás Abrahám zog sich einen Innenbandeinriss sowie eine Kreuzbandzerrung zu und fällt für die nächsten drei Wochen aus. Für ihn wird der wieder spielberechtigte Alexander Hauser die Mannschaft auf das Feld führen. Ebenso wieder zur Verfügung stehen Marco Kofler und Thomas Bergmann, der sich bereits in der Südstadt über einen Kurzauftritt freuen konnte und beim Cup-Match gegen Salzburg schon wieder in der Startelf stand.

Gewinnspiel und Rahmenprogramm

Vor dem Spiel gibt es auf dem Nord-Ost-Eck unseres Tivoli Stadions Tirol ein buntes Rahmenprogramm der Brau Union. Dort findet ihr unter anderem eine Torschusswand, vier Wuzzler-Tische und eine Bierbar. Vor dem Spiel findet auch ein SMS-Gewinnspiel der Brau Union statt. Die Sieger werden gleich in der Halbzeitpause auf dem Spielfeld geehrt.

Spieldaten:
tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile, 30. Runde
FC Wacker Innsbruck – SV Josko Ried
Samstag, 20. April 2013, 18:30 Uhr
Tivoli Stadion Tirol, Innsbruck
SR Mag. Markus Hameter

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