Die Wacker-Damen gastierten am Samstag im Allianz Stadion beim SK Rapid. Vor der Rekordkulisse von 4.803 Zuschauern bot man den Aufsteigerinnen zumindest bis zur Pause Paroli.
Zwei Tore aber trotzdem chancenlos
Die Rollen waren vor dieser Partie klar verteilt. Rapid mit einer Rekordkulisse im Rücken und als angehender Bundesliga-Aufsteiger (Tabellenführer SVK Wildcats wurde Lizenz verweigert) war der große Favorit gegen die jungen Außenseiterinnen aus Innsbruck. Diese Rollenverteilung spiegelte sich auch auf dem Spielfeld wider. Die Hausherrinnen bestimmten das Spielgeschehen und gingen nach einer guten Kombination durch Rammel früh in Führung (1:0, 6.). Doch auch die Wackerianerinnen sorgten für Glanzpunkte in diesem Spiel. Patricia Weisskirchen trat in der 11. Minute zu einem Freistoß an. Sie sah, dass Rapids Torfrau Van Niehoff etwas weiter vor ihrem Tor stand und hämmerte den Ball aus gut und gerne 40 Metern zum Ausgleich unter die Latte (1:1). In der Folge schafften es die Gäste das Spiel etwas offener zu gestallten, doch mit Fortdauer der Partie setzte sich die spielerische Überlegenheit der Rapidlerinnen durch. FCW-Torfrau Sofia Gabriel konnte sich zwar immer wieder auszeichnen, doch kurz vor dem Pausenpfiff gingen die Wienerinnen wieder in Führung. Bittendorfer bezwang Gabriel mit einem Freistoß (2:1, 46.).
Nach dem Seitenwechsel dominierte Rapid nach Belieben und machte das auch schnell auf der Anzeigetafel sichtbar. Rauter schnürte kurz nach dem Wiederanpfiff einen Doppelpack. Zunächst kombinierten sich die Rapidlerinnen durch die Reihen des FCW und Rauter schob aus kurzer Distanz unbedrängt ein (53.). Danach profitierte sie von einem Abwehrfehler und stand wieder völlig frei vor dem Tor (58.). Die Wackerianerinnen kamen aber nochmal heran. Nach einem Freistoß von Weisskirchen war Marie-Sophie Anfang zur Stelle und verkürzte mit ihrem Schuss ins lange Eck auf 4:2 (62.). Das gab den Schwarz-Grünen neuen Auftrieb, doch man agierte zu hektisch und fehleranfällig. Die Wienerinnen hatten leichtes Spiel und kontrollierten Ball und Gegnerinnen bis in die Schlussphase. Da wurde Rapid wieder zielstrebiger. In der 86. Minute konnte Gabriel einen Schuss von Puck nicht festhalten und Masinovic schob zum 6:2 ein. Nur zwei Minuten später verlängerte Schneiderbauer einen Freistoß per Kopf zum 6:2-Endstand.
Im letzten Auswärtsspiel der Saison waren die jungen Wackerianerinnen alles in allem chancenlos, konnten sich aber mit dem Erlebnis vor einer Rekordkulisse zu spielen etwas trösten.
Spieldaten:
2. Frauen Bundesliga, 21. Runde
SK Rapid – FC Wacker Innsbruck 6:2 (2:1)
Samstag, 16.05.2026, 11.00 Uhr
Allianz Stadion
Schiedsrichterin: Heike Leitinger
4.803 Zuschauer
SK Rapid: Kayleigh Van Niehoff – Ronja Leidler (59. Leitner), Isabell Schneiderbauer, Tina Charwat – Sandrina Haupt (K), Viktoria Bittendorfer, Lisa Rammel (67. Khalaf), Milla Puck, Ilvy Taucher (59. Seidl) – Jasmin König (77. Masinovic), Vanessa Rauter (67. Johnston)
FC Wacker Innsbruck: Sofia Gabriel – Nina Volgger (74. Rainer), Miriam Hochmuth (K), Laura Gutensohn – Kylin Hays, Sina Gstrein (56. T. Riedl), Patricia Weisskirchen, Marie-Sophie Anfang – Sylvia Makungu Neuberger, Giulia Eckert, Nina Fitoussi-Hoffmann (46. Gojcaj, 83. Fender)
Torfolge: 1:0 Rammel (6.), 1:1 Weisskirchen (11.), 2:1 Bittendorfer (46.), 3:1 Rauter (53.), 4:1 Rauter (58.), 4:2 Anfang (66.), 5:2 Masinovic (86.), 6:2 Schneiderbauer (88.)
Gelbe Karten: keine
