Nach dem 1:0-Erfolg gegen den Tabellenzweiten zum Auftakt der Frühjahrssaison stand für den FC Wacker Innsbruck nun das Innsbrucker Derby gegen die SVG Reichenau auf dem Programm. Die Ausgangslage war klar: Wacker ging mit einem komfortablen Vorsprung von elf Punkten auf den Zweitplatzierten und sogar 21 Punkten auf die achtplatzierte Reichenau in die Partie.
Aufgrund langer Warteschlangen an den Eingängen verzögerte sich der Anpfiff um rund zehn Minuten, doch davon ließ sich Wacker nicht aus dem Konzept bringen. Von Beginn an übernahm die Heimmannschaft das Kommando und drückte die Gäste tief in deren eigene Hälfte.
Die Wechsel schlagen ein
Die erste große Möglichkeit ließ nicht lange auf sich warten: In der 8. Minute spielte Alexander Joppich auf Stefan Lorenz, der aus gut 20 Metern abzog, den Ball jedoch knapp am langen Eck vorbeisetzte.
Wacker blieb tonangebend und erspielte sich weitere Chancen. In der 16. Minute sorgte eine starke Hereingabe für Gefahr, doch Phil Kunze setzte zum spektakulären Fallrückzieher an, den Reichenau-Schlussmann Schmidhofer jedoch sicher parieren konnte.
Ab etwa der 22. Minute fand auch die Reichenau besser ins Spiel, wodurch sich das Geschehen zunehmend ins Mittelfeld verlagerte. Wirklich gefährlich wurden die Gäste jedoch nicht – spätestens am Strafraum der Wackerianer war Endstation.
In der 26. Minute wurde der FCW erneut gefährlich: Quirin Rackl flankte von der rechten Seite zur Mitte, wo Okan Yilmaz an den Ball kam. Doch erneut war Schmidhofer zur Stelle und lenkte den Abschluss im letzten Moment neben das Tor.
Kurz vor der Pause schien der Führungstreffer dann doch noch zu fallen: In der 41. Minute bediente Scholl seinen Mitspieler Mouhamed Sy, der abzog – im Stadion brandete bereits Jubel auf, doch der Ball ging nicht über die Linie.
Zur Pause reagierte Wacker-Coach und brachte mit Bright Owusu für Okan Yilmaz frischen Schwung in die Offensive – eine Maßnahme, die sich schnell bezahlt machen sollte.
Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff ging Wacker in Führung: In der 47. Minute leitete Scholl den Angriff ein und spielte auf Joppich, der den Ball zur Mitte brachte. Im darauffolgenden Gestochere behielt Florian Kopp den Überblick und drückte den Ball zur verdienten 1:0-Führung über die Linie.
Wacker blieb am Drücker und erhöhte nur wenig später. In der 55. Minute war es erneut Joppich, der gemeinsam mit Rami Tekir auf der rechten Seite für viel Betrieb sorgte. Sein Zuspiel erreichte Bright Owusu, der die Abwehr der Gäste aussteigen ließ und eiskalt zum 2:0 vollendete.
Auch danach ließ Wacker nicht locker. In der 67. Minute wurde Scholl knapp vor dem Strafraum gefoult. Den fälligen Freistoß führte er selbst aus, der Reichenau-Schlussmann konnte den Ball jedoch nur wegfausten. Phil Kunze reagierte am schnellsten und staubte zum 3:0 ab.
Kurz darauf gab es in der 69. Minute noch ein besonderes Highlight: Neuzugang Anderson Rodriguez aus Uruguay feierte sein Debüt im Wacker-Dress.
Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Owusu: In der 85. Minute spielte Rodriguez einen traumhaften Ball hinter die Abwehr und sogar am Torhüter vorbei. Owusu musste nur noch einschieben und stellte auf 4:0.
Somit endete das erste Heimspiel 2026 vor sagenhaften 4.278 Fans mit einem 4:0 Sieg.
Spieldaten
Regionalliga West, 19. Runde
FC Wacker Innsbruck – SVG Reichenau 4:0 (0:0)
Tivoli Stadion Tirol
Zuschauer: 4.278
Schiedsrichter: Cemil Et
FC Wacker Innsbruck: Tauber, Kunze, Lorenz (70. Petutschnig), Scholl (81. Francis), Yilmaz (46. Owusu), Tekir (K), Gallé, Sy, Joppich (81. Krasniqi), Kopp, Rackl (70. Rodriguez)
SVG Reichenau: Schmidhofer, Zangerl, Bozkurt (85. Forisch), Pribanovic, Kraxner, Stoppacher (57. Singer), Wöber, Kleinlercher (K), Pittl (73. Fuchs), Singer (57. Caria), Hupfauf
Gelbe Karten: 5. Kraxner, 56. Sy
Tore: 48. Kopp, 55. Owusu, 66. Kunze, 84. Owusu
Bild: Daniel Schönherr
