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Herren I

Arbeitssieg

Im Spitzenspiel der Regionalliga West gastierte der FC Wacker Innsbruck beim Tabellenzweiten in Seekirchen. Nach hochspannenden 90 Minuten revanchierte sich der Tiroler Traditionsverein für die Hinspielniederlage.

Zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht

Bei zunächst guten äußeren Bedingungen startete der FC Wacker Innsbruck in Seekirchen in die Rückrunde. Das FCW-Trainerduo Sebastian Siller/Fabian Lantschner sorgte mit der ersten Startelf nach der Winterpause durchaus für Überraschungen. Mit Max Köchl und Phil Kunze standen zwei Spieler in der Anfangsformation, die gegen Ende des Herbstdurchgangs nicht mehr zum Einsatz kamen. Als einziger Neuzugang startete Quirin Rackl.

So mancher mitgereiste Wacker-Fan dürfte sich in den ersten 45 Minuten dieses Spiels an die erste Halbzeit dieser Begegnung im August erinnert haben. Damals kamen die Wackerianer einfach nicht ins Spiel und zeigten die bescheidenste Leistung des Herbstes (0:2-Niederlage). Verschlafen hat der FCW den ersten Durchgang dieser Partie zwar nicht, aber er tat sich ungewöhnlich schwer. Beide Mannschaften neutralisierten sich zunächst im Mittelfeld, ehe die Gastgeber in der 17. Minute zur ersten gefährlichen Aktion dieses Spiels kamen. Nach einem Eckball setzte der aufgerückte SVS-Verteidiger Büchele den Ball knapp neben das Tor. Kurz danach hatte der Salzburger Offensivspieler Neumayr die Führung auf dem Fuß, verzog aber knapp (19.). Die Wackerianer hatten Probleme mit dem aufkommenden böigen Wind, der offenbar das Zusammenspiel schwierig machte, und dem physisch starken Gegner. Das darf aber keinesfalls als Ausrede gewertet werden, denn die Schwarz-Grünen brachten im Offensivspiel nichts Konstruktives zu Wege. Zu ungenau, zu langsam wurde agiert. So stand am Ende der ersten Halbzeit die ernüchternde Bilanz von null Torschüssen in der FCW-Statistik.

Die Pausenansprache der FCW-Trainer traf offensichtlich auf offene Ohren, denn in der 2. Hälfte präsentierte sich der FC Wacker Innsbruck gänzlich anders. Die Zweikämpfe wurden angenommen und gewonnen, das Zusammenspiel funktionierte und folglich kam auch das Offensivspiel in Fahrt. Stand Stefan Lorenz bei seinem Abschluss in der 52. Minute noch im Abseits, war Okan Yilmaz´ bei seinem Versuch schon ganz nah an der Führung (54.). Doch bei der nächsten Aktion machte er es wie aus dem sprichwörtlichen Bilderbuch. Nach einem guten Angriff über die rechte Seite flankte Max Köchl ideal zur Mitte und Yilmaz verwandelte per sehenswertem Flugkopfball(61.). Danach suchten die Wackerianer die endgültige Entscheidung. Lorenz vergab aus aussichtsreicher Position (67.) und in der 73. Minute hielt SVS-Tormann Pitterka einen guten Abschluss von Wackers Nummer 7. In der Schlussphase jubelten die zahlreich anwesenden Wacker-Fans über ein vermeintliches Tor des eben erst eingewechselten Bright Owusu. Leider stand dieser im Abseits. So wurde es in der Nachspielzeit noch einmal brenzlig. Nach einem Freistoß kam SVS-Verteidiger Wechselberger zum Kopfball, der knapp über die Latte strich.

So entschied der FC Wacker Innsbruck dieses Spitzenspiel mit einem wahren Arbeitssieg für sich. Seekirchen erwies sich auf dem Platz als schwerer Gegner und abseits des Grüns als guter Gastgeber.

Spieldaten:

Regionalliga West, 18. Runde
SV teampool Seekirchen – FC Wacker Innsbruck
0:1 (0:0)
Samstag, 14.03.2026, 14.00 Uhr
Sportzentrum Aug
Schiedsrichter: Armin Talic
1050 Zuschauer

SV teampool Seekirchen: Pitterka, Brugger (79. Di Ronza), Wechselberger, Büchele, Kauba (68. Braun), Chudoba (68. Feldinger), Neumayr, Eliasch (K), Pär (74. Leitentorfer), Freund, Hindler (68. Aigner)

FC Wacker Innsbruck: Tauber (K), Köchl (87. Petutschnig), Kunze, Lorenz (83. Owusu), Scholl (87. Francis), Yilmaz (83. Rodriguez), Gallé, Sy, Lechl (74. Tekir), Kopp, Rackl 

Torfolge: 0:1 Yilmaz (61.)

Gelbe Karten: Lapkalo (TR), Freund keine bzw. Sy, Köchl, Kunze, Lantschner (TR)

Foto: Daniel Schönherr