Zum Auftakt in die Frühjahrsmeisterschaft empfingen die Wacker-Damen den FC Pinzgau Saalfelden auf dem Kunstrasen in der Wiesengasse. In einem guten Zweitligaspiel war der Sieg für das Heimteam zum Greifen nah.
Sieg lag auf dem Elfmeterpunkt
Stark ersatzgeschwächt müssen die Wackerianerinnen das Frühjahr in Angriff nehmen. Auch in der Wintervorbereitung schlug der Verletzungsteufel unerbärmlich zu. So fehlen bei den Schwarz-Grünen bereits fünf Leistungsträgerinnen zumindest bis Saisonende. Deshalb war man auch klarer Außenseiter gegen den Tabellendritten Pinzgau Saalfelden.
Zunächst sah man von dieser Rollenverteilung allerdings wenig. Die Wackerianerinnen präsentierten sich spielerisch gut, ballsicher und als aktiveres Team. immer wieder brachte man die Gegnerinnen mit gezielten Pässen in die Tiefe in Bedrängnis. Trotzdem konnten die Pinzgauerinnen den ersten Abschluss für sich verzeichnen. In der 15. Minute prüfte Nunes FCW-Torfrau Sofia Gabriel per Weitschuss, den sie sicher hielt. Auf der anderen Seite näherten sich auch die Schwarz-Grünen dem Tor. Zunächst verzog Patricia Weisskirchen einen Weitschuss knapp, ehe Sina Gstrein gleich zweimal die Chance auf die Führung hatte. Zunächst scheiterte sie aus spitzem Winkel an Saalfelden Torfrau Lamont (18.), anschließend ging ihr Kopfball knapp am Tor vorbei (24.). Nina Fitoussi-Hoffmann hatte zwischenzeitlich ebenfalls die längst verdiente Führung auf dem Fuß, doch irgendwie schaffte es Lamont den Ball über die Latte zu drehen (21.). Aus dem sprichwörtlichen Nichts landete der Ball plötzlich im Tor des FCW (26.). Nach einem Weitschuss trafen die Gäste aus einem Gestocher zur vermeintlichen Führung. Der Treffer wurde aber wegen Abseitsstellung aberkannt. Dies war offenbar der Weckruf für die Favoritinnen aus Salzburg. Im Anschluss zeigten die Pinzgauerinnen ihre spielerische Klasse. Vor allem die amerikanische Legionärin Assumma spielte sich in dieser Phase in den Mittelpunkt. Immer wieder suchte sie nun den Abschluss (28., 32., 35., 42.), doch Gabriel konnte sich stets auszeichnen. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Wackers Fitoussi-Hoffmann ideal mit einem Pass in die Tiefe angespielt. Die Offensivspielerin zündete den Turbo, brachte den Ball aber nicht an der Torfrau vorbei.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte der prognostizierte Regen ein, was der spielerisch ansprechenden Zweitliga-Partie aber keinen Abbruch tat. Die Wackerianerinnen kamen auch gleich zu einer guten Chance. Weisskirchen zog ab, Lamont drehte das Leder gerade noch über die Latte (47.). Auf der anderen Seite entschärfte einmal mehr Gabriel einen Weitschuss – diesmal von der eingewechselten Winkler. Die Wackerianerinnen blieben aber am Drücker und erzielten nach knapp über einer Stunde endlich ein Tor. Bora Gojcaj stand dabei aber im Abseits. Danach neutralisierten sich beide Teams lange im Mittelfeld. Bis schließlich Gojcaj mit einem Idealpass die eingewechselte Lisa Zass bediente. Wackers Offensivspielerin wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Kapitänin Miriam Hochmuth trat im Anschluss zum Elfmeter an. Wieder war es Pinzgaus Torfrau Lamont, die ihr Team mit einer sehenswerten Parade vor einem Gegentreffer bewahrte (74.). Die Amerikanerin blieb auch in den restlichen Spielminuten die Versicherung der Gäste. In der Schlussphase der Partie fanden nämlich Marie-Sophie Anfang (83.) und noch einmal Zass (89.) gute Chancen auf den Siegtreffer vor, doch Lamont war an diesem Tag einfach nicht zu bezwingen.
Spieldaten:
2. Frauen Bundesliga, 12. Runde
FC Wacker Innsbruck – FC Pinzgau Saalfelden 0:0 (0:0)
Samstag, 14.02.2026, 14.00 Uhr
Kunstrasen Wiesengasse A
Schiedsrichter: Julian Kohler
FC Wacker Innsbruck: Gabriel, Volgger, Hochmuth (K), Gutensohn, Hays, Weisskirchen, Anfang (85. Max), Gstrein, Gojcaj (81. Walder), Eckert, Fitoussi-Hoffmann (46. Zass)
FC Pinzgau Saalfelden: Lamont (K), Vialva, Moser (46. Winkler), Stöckl (85. C. Ottino), Townsell, Eiterer, Nunes (77. Dophemont), K. Ottino, Assumma, Schwaiger (46. Schiestl), McManus
Torfolge:
Gelbe Karten: keine bzw. Vialva
