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Frauen I

Damen: Knock-out in Wien

Die Wacker-Damen wurden einmal mehr Opfer vieler individueller Fehler und hatten dem Tabellendritten wenig entgegen zu setzten. Besonders bitter erwischte es Torfrau Sofia Gabriel.

Torfrau geht k.o.

Angetrieben von lautstarken Fans der Wacker-Damen gingen die Schwarz-Grünen als klarer Außenseiter in das Auswärtsspiel gegen die Vienna. Man wollte aus einer gesicherten Abwehr Nadelstiche nach vorne setzen. Doch schon nach wenigen Minuten sorgte einmal mehr ein individueller Fehler dafür, dass die taktische Ausrichtung schnell Makulatur wurde. Diesmal erwischte es die ansonsten stark agierende Torfrau des FC Wacker Innsbruck. In der 7. Minute konnte sie eine Hereingabe nicht festhalten und Vienna-Stürmerin Németh staubte ab (1:0). Kurz danach kam ein langer Pass zu FCW-Stürmerin Sylvia Makungu, doch Vienna-Torfrau Piplits kam weit aus ihrem Tor und konnte gerade noch klären. Die Wienerinnen erspielten sich schnell die Feldhoheit und kamen zu vielen Chancen. In dieser Phase des Spiels sorgte Gabriel dafür, dass man ihren Fehler von zuvor schnell vergaß. Nach einem Eckball machte sie eine Doppelchance der Gastgeberinnen sehenswert zunichte (11.) und als Németh nach einem Lochpass plötzlich alleine vor dem Tor auftauchte, zeichnete sich Gabriel ein weiteres Mal aus (15.). Auch in der 25. Minute war sie mit einem Schuss aus dem Hinterhalt nicht zu bezwingen. Dazwischen hielten die Wackerianerinnen das Spiel offen und setzten auch in der Offensive einige Akzente. Doch statt des Ausgleichs erhöhte die Vienna auf 2:0. Wieder nutzte Németh einen individuellen Fehler (28.). Die Wacker-Damen agierten nun offensiver und eroberten in der 39. Minute mit hohem Pressing den Ball. Julia Stützenberger zog von der Strafraumgrenze ab, der Ball strich knapp übers Tor. Kurz danach gelangte ein Steilpass abermals zu Stützenberger. Diesmal parierte aber Viennas Schlussfrau. Beim direkten Gegenzug zeigten die Gastgeberinnen ihre spielerischen Qualitäten. Aistleitner schloss eine Ballstafette zum 3:0 ab (41.) und nur eine Minute später stellte Pfanner den Pausenstand von 4:0 her.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Gäste aus Innsbruck eine schöne Kombination. Makungus Abschluss wurde aber geblockt. Aistleitner nutzte den Konter zum 5:0 (50.). Nun kontrollierte die Vienna das Spielgeschehen nach belieben. Erst als die Gastgeberinnen einen Gang zurückschalteten und einige Wechsel vollzogen, kamen die Wackerianerinnen besser zu Geltung. Trotzdem hatte die Vienna die besseren Chancen. In der 61. Minute zeichnete sich einmal mehr Gabriel bei einem gefährlichen Aufsetzer aus. Doch wenig später hatte sie keine Chance. Die erst zuvor eingewechselte Floh wurde ideal freigespielt und schob zum 6:0 ein. Doch danach trat das Spiel völlig in den Hintergrund. Bei einem weiteren Angriff der Vienna brach Gabriel an der Strafraumgrenze plötzlich zusammen, musste minutenlang behandelt und schließlich ausgetauscht werden. Während das Spiel weiterlief wurde sie zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht, wo leichte Entwarnung gegeben werden konnte. Später durfte sie mit der Mannschaft die Heimreise antreten. An dieser Stelle wünscht der FC Wacker Innsbruck gute Besserung und hofft auf vollständige Genesung. Nach dieser dramatischen Situation passierte auf dem Spielfeld nichts mehr. Die Vienna siegte auch in dieser Höhe verdient.

Spieldaten

Admiral Frauen Bundesliga, 7. Runde
First Vienna FC 1894 – FC Wacker Innsbruck 6:0 (4:0)

Sonntag, 22.10.2023, 11.00 Uhr
Naturarena Hohe Warte
Schiedsrichterin: Mag. Kathrin Huber
200 Zuschauer

First Vienna FC 1894: Piplits, Schneiderbauer, Wasser (K), Kovar, Pfanner, Seidl (56. Tuschek), Aistleitner (65. Floh), Ojukwu, Hahn, Gutmann (56. Falk), Németh (56. Dordic)

FC Wacker Innsbruck: Gabriel (75. Rieder), Volgger, Marhauser, Mayer, Gutensohn, Eckert, Hochmuth (K), S. Riedl (34. Haaser), A. Riedl (65. Plattner), Makungu, Stützenberger

Tore: Németh (7., 28.), Aistleitner (41., 50.), Pfanner (42.), Floh (68.)

Gelbe Karten: keine bzw. Mayer

Foto: Beate Retzbach

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