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Verein

Wacker Innsbruck will mit jungem Team zurück zu alter Stärke

Der Tiroler Traditionsverein will mit neueVerantwortlichen und neuer Investorengruppe durchstarten. Spätestens ab März sollen wieder die guten Nachrichten dominieren – wirtschaftlich wie sportlich.

Die positiven Schlagzeilen sind rar geworden. Die letzten Punkte im Spiel liegen, auch bedingt durch die Winterpause, bereits ein paar Monate zurück, und zum Verein selbst, allem voran dessen wirtschaftlicher Situation, liegt vieles im Argen. Die Problemserie reicht, wie viele meinen, bis zurück in die Saison 2018/19. Damals musste der FC Wacker Innsbruck in die Zweite Liga absteigen, das Budget schrumpfte und die Partnerschaften mit Investoren – zunächst Matthias Siems bis zum vergangenen Frühjahr, dann Mikhail Ponomarev – wollten auch nicht jene Nachhaltigkeit bekommen, die der Club so dringend brauchte.

Nun wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Genau genommen wurden schon in den vergangenen Wochen über Weihnachten einige Weichenstellungen gemacht und Vorbereitungen getroffen. Kevin Radi und Bernhard Dornauer wurden in den Vorstand kooptiert und Radi als Präsident designiert. Dr. Thomas Kerle verblieb über einhelligen Wunsch als einziger im Gremium, um einerseits für Kontinuität zu sorgen und andererseits dank seiner juristischen Expertise auch eine geregelte Übergabe des Vereins in neue Hände sicherzustellen. 

Und noch ein klingender Name konnte für das Vorstandsteam gewonnen werden: Selcuk „Selle“ Coskun, einst selbst aktiver Kicker und heute erfolgreicher Unternehmer und Betreiber des Innsbrucker Szenelokals „l´Arc“, soll im Vorstand die Bereiche Finanzen und Sport verantworten. Im sportlichen Bereich wird er dabei durch Roland Kopp als externem Berater, also ohne Funktion im Verein oder der GmbH, unterstützt.

Bei der ordentlichen Generalversammlung Anfang März stellt sich das neue Vorstandsteam der Wahl durch die Mitglieder. Ein exaktes Datum dafür kann wegen möglicher Restriktionen durch Corona erst Anfang Februar bekannt gegeben werden. 

Auch ein neuer Investor ist schon gefunden: Die Block Rock GmbH wird neues Kernmitglied beim FC Wacker Innsbruck und bringt auch einen finanzkräftigen Geldgeber mit, der noch vor der Generalversammlung präsentiert wird. Damit sind die Finanzen für die kommenden Jahre gesichert. 

Die Trainerfrage ist aktuell noch offen: Derzeit laufen Gespräche mit zwei Kandidaten, bis Ende Jänner soll die Entscheidung bekannt gegeben werden.

„Hinter uns liegen sehr intensive Tage mit zahlreichen Gesprächen“, erklärt der designierte Präsident Kevin Radi, „und die nächsten Wochen werden für uns alle eine große Herausforderung. Wir bitten daher die Fans, Medien und unsere Partner und Sponsoren um ein wenig Geduld und Verständnis, dass wir nicht jede Woche Neuigkeiten präsentieren können. Wir arbeiten aber mit Hochdruck auf die Generalversammlung hin und sind zuversichtlich, dass wir bis dahin alles in trockenen Tüchern haben.“

Dr. Thomas Kerle, federführend bei allen rechtlichen und administrativen Aufgaben, ergänzt: „Wir wollen eine solide und nachhaltig tragfähige Lösung schaffen. Das braucht Zeit und erfordert schlichtweg hartnäckige Arbeit. Aktionismus wäre hier falsch, es zählt allein die Qualität der Ergebnisse.“

Wacker Innsbruck ist ein Club mit großer Tradition, vielen Erfolgen und auch einigen großen Challenges, unterstreicht Kevin Radi: „Aber wir wissen um unsere Möglichkeiten, um die großartige Fangemeinde, die vielen Topspieler und den Spirit, von dem alle beseelt sind. Da steckt unglaubliches Potenzial, das wir derzeit nicht voll abrufen können. Aber mit vereinten Kräften werden wir das schaffen, und ich danke schon jetzt allen, die uns auf diesem Weg begleiten und unterstützen.“

Bis der neue Trainer sein Amt antritt, arbeitet Ali Hörtnagl noch mit dem neuen Team und bereitet alles für die Übergabe vor. „Ich wünsche mir für die Zukunft des FC Wacker Innsbruck nur das Beste und dem neuen jungen Team alles Gute für die Zukunft“, so Hörtnagl.

Wenn Anfang März die Generalversammlung und mit ihr die Wahl des Vorstandes stattfindet, sollten alle offenen Punkte geklärt sein. Dann liegen alle Karten auf dem Tisch, das neue Team kann durchstarten und alle noch offenen Fragen werden beantwortet.

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