Nach vier Auswärtssiegen in Folge und insgesamt sechs Spielen, in denen man ungeschlagen bleiben konnte, wollte der FC Wacker Innsbruck beide Serien auch auswärts gegen den SC Austria Lustenau fortsetzen. Damit hätte man auch die Chance wahren können, auf den Tabellendritten aus Voraralberg punktemäßig aufzuschließen.
Doch leider rissen diesmal beide Serien …
Eler gleicht Lustenauer Führung aus
Trainer Daxbacher ließ seine Aufstellung gegenüber dem deutlichen 3:0-Sieg gegen Liefering beinahe unverändert. Lediglich Ante Roguljic rückte für den angeschlagenen Pirkl in die Startformation. Somit bildeten wieder Pichler und Kapitän Siller die Innenverteidigung. Für die nötigen Tore sollte natürlich Patrik Eler sorgen.
Für Ante Roguljic dauerter das Spiel nur wenige Sekunden, nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler musste der Mittelfeldspieler das Feld verlassen und wurde in der 5. Minute durch Gallé ersetzt. Die erste gute Aktion setzte der FC Wacker Innsbruck. Jamnig tankte sich über die rechte Seite durch und suchte die einschussbereiten Schuhe von Eler, doch Stückler konnte knapp vor dem Goalgetter erkären (3.). In der 9. Minute tauchte Eler auf der linken Seite auf, flankte auf Jamnig, der den Ball knapp innerhalb des Strafraums annahm, seinen Schuss aber zu hoch ansetzte. Für die Führung sorgte allerdings die Hausherren. Nach einem Eckball von Sobkova und einer Kopfball-Verlängerung durch Stückler kam Wießmeier an den Ball und verwertete zum 1:0. Dieser Treffer kam eigentlich aus heiterem Himmel, Wacker Innsbruck wirkte nämlich eigentlich in der Anfangsphase stärker, der letzte Pass kam allerdings nicht an. Dieser Treffer setzte bei den Lustenauern viele Kräfte frei, der Gegner wurde nun mit viel Pressing stark unter Druck gesetzt. So fanden die Hausherren nach einem abgefangenen Pass im Mittelfeld und einem Laufweg von Grabher die Möglichkeit auf den zweiten Treffer vor, der jedoch das Tor verfehlte. Doch die personifizierte schwarz-grüne Torgarantie zeigte sich kurz darauf eiskalt, sprintete in einen misslungenen Rückpass, aus extrem spitzen Winkel traf er ins lange Eck zum Ausgleich (18.). Am Spielverlauf änderte sich dadurch aber nichts, Lustenau blieb nun weiter spielbestimmend. Allerdings entstanden daraus voerst keine weiteren Chancen für die Grün-Weißen.
Minute 25 brachte die nächste gute Möglichkeit für die Lustenauer, Bruno fand aber in Wedl seinen Meister. Für Entlastung sorgten wenig später zwei Eckbälle für Wacker, die jedoch nichts einbrachten. In der 35. Minute dann auch ein Wechsel bei der Austria, Joppich ersetzte Sobkova. In der 36. Minute entwischte Jailson der schwarz-grünen Abwehr, Wedl war aber noch rechtzeitig am Ball. Kurz darauf dann große Glück für die Innsbrucker, Dorta traf mit einem hohen Bein im eigenen Strafraum einen Gegenspieler, die Pfeife blieb aber stumm! Wacker Innsbruck gelang es nun in der Schlussphase besser, das Spiel offen zu gestalten, das intensive Pressing schien bei den Hausherren einiges an Kräften gekostet zu haben. Nach angezeigten drei und ausgeführten vier Minuten Nachspielzeit ging es mit einem Remis in die Pause.
Bruno sorgt für spätes K.O. für Wacker Innsbruck
Lustenau blieb auch zu Beginn von Abschnitt zwei am Drücker. Nach einem Eckball landete der Ball auf dem Kopf von Haring, Lercher köpfte den Ball für seinen bereits geschlagenen Torhüter noch aus dem rechten Eck (49.). Das Spielgeschehen verlagerte sich in dieser Phase rund um den Mittelkreis, wo zahlreiche Zweikämpfe geführt wurden. In der 56. Minute dann eine Topchance für die Gastgeber: Nach einem Schuss von Wießmeier aus sieben Metern ging der Ball an den linken Pfosten, von da parallel zur Torlinie und touchierte sogar noch leicht den rechten. – Riesenglück für die Schwarz-Grünen also! Auf der Gegenseite dann Freistoß für die Daxbacher-Elf aus 35 Metern, der aber auch nicht zum Erfolg führte. Danach versuchte es Stückler mit einem Kopfball, der knapp über die Querlatte ging (61.). Wacker Innsbruck konnte sich aus der Umklammerung der Vorarlberger nur selten befreien, wenn man den Ball hatte, gab man ihn durch ungenaue Zuspiele meist schnell wieder her. Nach einem Eckball wurde es in Minute 70 wieder brenzlig, Wedl musste nach einem Kopfball-Aufsetzer von Jailson mit den Fingerspitzen den Ball aus der Ecke holen.
Karl Daxbacher wechselte nun zum zweiten Mal, für Dorta kam Riegler ins Spiel (71.). Zwei Minuten später lenkte Hamzic auf Riegler weiter, dessen Schuss geblockt wurde. Den zweiten Versuch setzte dann Kerschbaum weit über das Tor. In der 80. Minute kam es schon wieder zum Duell Wießmeier gegen Wedl, dass der gute Innsbrucker Schlussmann wieder für sich entscheiden konnte. In der 89. Minute dann wieder ein großer Auftritt von Torhüter Wedl, der sich bei einer Dreifach-Chance der Lustenauer auszeichnen konnte! Und als alle schon mit einer Punkteteilung rechneten, brachte die zweite Minute der Nachspielzeit doch noch den Siegtreffer für Austria Lustenau: Bruno kam am Strafraum völlig unbedrängt an den Ball, der nach dem Schuss des Brasilianers ins Tor kullerte.
33. Runde Sky Go Erste Liga
SC Austria Lustenau – FC Wacker Innsbruck 2:1 (1:1)
Stadion: Reichshofstadion
Schiedsrichter: Alan Kijas
FC Wacker Innsbruck:
Wedl – Lercher, Pichler, Siller, Baumgartner (87. Schimpelsberger) – Kerschbaum, Hamzic – Dorta (71. Riegler), Roguljic (5. Gallé), Jamnig – Eler
SC Austria Lustenau:
Knett – Sobkova (35. Joppich), Tuncer, Bolter, Stückler – Haring, Grabher – Bruno, Wießmeier, Dossou (91. Grubeck) – Jailson
Gelbe Karten: 51. Haring; 84. Riegler
Tore: 11. Wießmeier, 92. Bruno; 18. Eler
