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Kampfmannschaft

Erster Sieg 2014

Die 32. Runde brachte für den FC Wacker Innsbruck das Aufeinandertreffen mit der SV Ried. Im Innviertel galt es für die Schwarz-Grünen, endlich den ersten Sieg im Jahr 2014 (bisher standen fünf Remis und fünf Niederlagen zu Buche) zu feiern. Da das Thema Klassenerhalt nur noch rechnerischer Natur war, war wohl die oberste Prämisse, sich in den verbleibenden fünf Begegnungen zumindest mit Anstand aus der Bundesliga zu verabschieden.

Und siehe da: Wacker Innsbruck siegte mit 2:1.

 

 

Weniger Ballbesitz aber die klareren Torchancen für Innsbruck in Hälfte eins

Durch einige Ausfälle war Innsbruck-Trainer Michael Streiter zu Umstellungen gezwungen. Statt dem verletzten Bergmann rückte Schilling von der linken auf die rechte Abwehrseite, seinen Platz nahm Routinier Hauser ein. Im defensiven Mittelfeld wurde Kofler aufgeboten. Jevtic, Ji-Paraná und Hinterseer sollten Gründler und Wallner an vordester Front mit Vorlagen versorgen. Auch die Oberösterreicher waren von zahlreichen Verletzungen geplagt (u.a. Rene Gartler), der Ex-Innsbrucker Perstaller durfte diesmal von Beginn an auflaufen.

Das Spiel nahm vorerst nur sehr schwer Fahrt auf, beide Mannschaften agierten aus einer gesicherten Abwehr heraus, das Offensivspiel wurde zu Beginn vernachlässigt. In der 5. Minute tauchte Wacker Innsbruck erstmals vor dem Rieder Tor auf, Jevtic kam nach einem langen Pass gegen den weit aus seinem Tor herausgeeilten Gebauer aber nicht an den Ball. Minute neun brachte einen unnötigen Ballverlust von Vucur 25 Meter vor dem Innsbrucker Gehäuse, Möschl zog auf das Tor von Safar, verzog den Schuss aber. Eine Minute später versuchte es Kofler aus großer Distanz, das Spielgerät hätte aber nur beim American Football Gefahr erzeugt. Zwei Minuten danach ergab sich nach einem schönen Pass von Jevtic auf Wallner und gutem Zuspiel auf Hinterseer die erste Chance des Spiels, der Kitzbüheler scheiterte aber aus kurzer Distanz am Rieder Schlussmann. Wacker Innsbruck war nun wesentlich präsenter als in den ersten Minuten. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, die Gäste hielten mit viel Einsatz dagegen. Nach einem Eckball der Rieder kam der Ex-Innsbrucker Harald Pichler in der 17. Minute im Strafraum zu einer Volley-Möglichkeit, der Ball verfehlte aber sein Ziel. In der 20. Minuten dann Jubel bei den Riedern, nach einem Einwurf von der Seite und einer Verlängerung auf Möschl war der Ball im Tor. Der Treffer zählte jedoch nicht, da Möschl sich im Duell mit Schilling vor seinem vermeintlichen Kopfballtreffer mit den Händen regelwidrig Platz verschafft hatte.
Drei Minuten später versuchte es Möschl aus der Distanz, Safar hielt aber sicher. Die 27. Minute brachte eine Freistoß-Möglichkeit für die Schwarz-Grünen aus 30 Metern, Ji-Paraná versuchte es direkt. Sein Versuch verfehlte das Rieder Tor um rund einen Meter. Kurz darauf wurde Gründler steil geschickt, noch vor dem Abschluss aus aussichtsreicher Position ertönte aber ein Abseitspfiff. – Eine knappe aber falsche Entscheidung des Linienrichters! In der 32. Minute kam Möschl nach Idealflanke von Burghuber am Fünfer zum Abschluss, brachte es aber zu Stande, den Ball noch über das Tor zu heben. – In dieser Situation keine einfache Aufgabe! In der 35 Minute bot sich über die linke Seite viel Platz, Wallner machte viele Meter und spielte dann quer zu dem im Strafraum wartenden Hinterseer. Nach dessen Zuspiel auf Jevtic wartete der Schweizer aber zu lange und konnte abgedrängt werden. – Da wäre mehr möglich gewesen! In der 40. Minute wurde Gründler mit einem langen Pass auf die Reise geschickt, der wieder gut herausgekommene Gebauer entschied auch dieses Duell für sich. Ein weiter langer Pass eine Minute später brachte Hinterseer in Stellung, der Stürmer wurde aber am Schuss gehindert. Wenige Sekunden später brachte Perstaller Möschl am Sechzehner in Schussposition, dieser zeigte abermals wenig Präzision und traf das Stadiondach. In den letzten Sekunden der ersten Hälfte sah dann noch Schilling seine neunte gelbe Karte und fehlt somit im nächsten Spiel.

Fazit nach 45 Minuten: Nach eher schwachem Beginn fand Wacker Innsbruck immer besser ins Spiel, fand auch durch Hinterseer eine große Chance vor, ein Torerfolg wollte aber nicht gelingen. Auf der Gegenseite hätte vor allem Möschl mehrere Chancen vorgefunden, seine Elf in Führung zu bringen.

 Tor und Assist von Jevtic entschieden das schwarz-grüne Duell

Zur Pause brachte Innsbruck-Trainer Streiter Thomas Löffler für Ji-Paraná. Kurz nach Wiederbeginn wurde Hinterseer geschickt, dieser beging aber ein Stürmerfoul. In der 51. Minute entschärfte Safar, der sich wieder einmal als toller Rückhalt präsentierte, einen guten Schuss von Kragl. Das Spiel wurde nun sehr leidenschaftlich geführt, zahlreiche Privat-Duelle wurden ausgetragen. Kragl versuchte es kurz darauf wieder per Weitschuss, den Safar aber mit einer guten Parade zur Ecke klären konnte (54.). In der 57. Minute dann großer Jubel bei den mitgereisten Innsbrucker Fans: Nach einem weiten Pass auf Wallner flankte der Steirer von der linken Seite ideal auf Jevtic, der mit seinem Premieren-Treffer aus kurzer Distanz auf 0:1 stellte. Im Anschluss wurde es vor dem Tor von Safar wieder brenzlig, die Flanke des kurz zuvor eingewechselten Tirolers Walch konnte Kreuzer aber knapp nicht erreichen. Die Rieder legten nun einen Gang zu, klare Torchancen ergaben sich daraus aber vorerst keine. In der 65. Minute zeigte Safar wieder seine Klasse, kam bei einem Lochpass auf Kreuzer gut heraus und war vor dem anstürmenden Rieder am Ball.

Wacker Innsbruck zeigte diesmal eine gute Defensiv-Leistung, die Heimelf lief sich immer wieder am kompakt stehenden Abwehrwall fest. In der 69. Minute kam Möschl, neben Kragl der auffälligste Akteur der Rieder, nach einem geklärten Eckball zu einer Schussmöglichkeit, der Ball ging aber wieder am Tor vorbei. Und wieder einmal bewahrheitete sich die alte Fußball-Weisheit von den nicht geschossenen Toren, denn Gründler traf nach einem Konter und perfektem Steilpass von Jevtic zum 0:2 (70.). Vier Minuten später dann sogar die Chance zum 0:3, doch der starke Gebauer behielt gegen Hinterseer die Oberhand. Die Rieder versuchten weiterhin, den Umschwung in der Partie einzuleiten, doch nun fehlte ganz klar die Präzision bei den Flanken und im Spielaufbau. Wacker Innsbruck lauerte in der Schlussphase nur noch auf Konter, der SV Ried mangelte es an Ideen, um die Wacker Defensive zu überspielen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die nächste Aktion der Angerschmied-Elf ein Weitschuss von Toni Vastic in der 82. Minute war. Auch das spielerische Niveau sank nun merklich. Minute 85 brachte einen Angriff von Wacker Innsbruck, Hauser konnte nach Hinterseer-Pass Gebauer nicht bezwingen. Drei Minuten später bot sich für Wallner eine gute Chance auf den nächsten Treffer, dieser scheiterte aber am Rieder Schlussmann. In der 90 Minute konnte Safar zunächst noch gegen Kragl mit einem herrlichen Fußreflex klären, kurz darauf stand es dann aber doch nur noch 1:2. Vastic staubte nach einer Abwehr von Safar nach einem Eckball ab. Vier Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt, Ried drückte nun auf den Ausgleich. Mehr als ein ungefährlicher Kragl-Freistoß in der dritten Minute der Nachspielzeit schaute für die Hausherren aber nicht heraus und Möschl ließ in den letzten Sekunden der Begegnung per Kopf noch eine Großchance aus.

Fazit nach 90 Minuten: Endlich war Wacker Innsbruck effizient, der stark aufspielende Schweizer Jevtic drückte mit Tor und Assist dem Spiel seinen Stempel auf. Nach dem späten Anschlusstreffer stieg der Puls wohl bei allen Beteiligten noch einmal gehörig an, die Führung wurde aber diesmal über die Zeit gebracht. Damit gelang der erste Sieg seit 4. Dezember 2013 und der erste in der Ära Streiter II. Vor dem Sonntag-Spiel Wiener Neustadts zu Hause gegen die Austria beträgt der Punkterückstand auf den rettenden neunten Platz nun neun Zähler.

 

SV Ried – FC Wacker Innsbruck 1:2 (0:0)
Stadion: Keine-Sorgen-Arena
Schiedsrichter: Andreas Kollegger
Zuschauer: 4.200

Tore:  90. Vastic; 57. Jevtic, 70. Gründler
Gelbe Karten: 26. Pichler, 49. Kragl, 62. Möschl, 73. Walch; 13. Ji-Paraná, 45. Schilling, 76. Kofler

SV Ried:
Gebauer – Baumgartner, Janeczek, Pichler, Burghuber – Kragl, Hinum – Perstaller (54. Walch), Oliva (54. Vastic), Möschl – Kreuzer (75. Sandro)

FC Wacker Innsbruck:
Safar – Schilling, Vucur, Djokic, Hauser – Kofler, Ji-Paraná (46. Löffler) – Gründler (89. Wernitznig), Jevtic, Hinterseer –  Wallner

 

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