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Kampfmannschaft

Statt 2:0 Ausgleich erhalten

Im Sonntagsspiel zur 26. Runde traf das Tabellenschlusslicht FC Wacker Innsbruck zu Hause auf den Tabellenvierten SK Rapid Wien, dem sich mit einem Sieg die Möglichkeit bot, auf Rang drei vorzustoßen. Der bisherige Rundenverlauf war für die Innsbrucker ein fataler, sowohl Admira Wacker als auch Wiener Neustadt konnten ihre Begegnungen erfolgreich gestalten und voll anschreiben. Somit war der Rückstand auf den rettenden neunten Platz vor der Partie bereits auf acht Punkte angewachsen.
Die Streiter-Elf war also zum Siegen verdammt, und das ausgerechnet gegen einen Angstgegner, gegen den es zuletzt nur selten etwas Zählbares zu holen gab.

 Hinterseer per Kopf zur Pausenführung
Der zuletzt gesperrte Djokic kehrte in die Innenverteidigung zurück und wurde dabei von Vucur unterstützt. Den nicht einsatzfähigen Hauser ersetzte Nitzlnader auf der linken Abwehrseite. Auch Coach Streiter feierte nach gesundheitsbedingter Absenz im letzten Spiel ein Comeback am Trainerstuhl.

Die Tivoli-Nord gab vor dem Anpfiff die Marschroute für diese so wichtige Begegnung vor: „Kämpfen bis die Fetzen fliegen, heute Rapid Wien besiegen!“ Das Spiel begann mit einer Trauerminute für den langjährigen Vereinsarzt Dr. Heinz Unterberger.
Kurz vor dem Anpfiff wurde der Rasen noch bewässert, die 22 Akteure hatten in den ersten Minuten noch etwas Schwierigkeiten, die Feinabstimmung auf dem schnellen Geläuf zu finden. Eine erste Angriffsbemühung war in Minute sechs zu sehen, als sich Schaub über die linke Abwehrseite der Innsbrucker durchsetzte, sein Zuspiel konnte aber von der schwarz-grünen Innenverteidigung geklärt werden. Praktisch im Gegenzug machten sich auch erstmals die Hausherren bemerkbar. Hinterseer hatte sich den Ball vor Rapid´s Strafraum erkämpft, sein Zuspiel zu Edomwonyi brachte eine Abseitsstellung des Nigerianers. Einen ersten Distanzschuss von Sabitzer entschärfte Safar sicher (9.), ein Freistoß von Milosevic und ein Eckball von Hofmann erzeugten danach keine Torgefahr.
Das Spiel plätschert vor sich hin, spielerische Highlights waren bis dato keine zu sehen. Beide Mannschaften agierten aus einer kompakten Abwehrreihe heraus, die Kreativspieler konnten dem Spiel noch keinen Stempel aufdrücken. In der 17. Minute wurde Edomwonyi mit einem langen Pass auf die Reise geschickt, dieser konnte aber im letzten Moment von einem Rapid-Verteidiger am Torschuss gehindert werden. Der nachfolgende Eckball führte aber dann zum 1:0 für die Heimmannschaft in der 18. Minute: Nachdem die Situation schon geklärt schien, setzte Ji-Parana mit einer gefühlvollen Flanke Hinterseer ein, der zum Führungstreffer per Kopf einnetzte. Den Innsbruckern merkte man die Erleichterung förmlich an, die Mannschaft versuchte gleich nachzusetzen, eine gute Kombination vor dem gegnerischen Strafraum endete aber bei Edomwonyi, der den Ball vertändelte (22.).
Der Gegner aus Wien konnte an die tolle Leistung der letzten Runde gegen Fast-Meister Salzburg in keiner Phase anschließen, zu ideenlos agierte die Elf von Barisic. In der 29. Minute zeigte der Hüne Marco Kofler Größe und verlängerte nach einem gut angetragenen Hofmann-Freistoß den Ball in die Hände von Safar. Überhaupt zeigte sich die schwarz-grüne Hintermannschaft bislang äußerst sicher und ließ die Rapid-Offensive nicht zur Entfaltung kommen. In der 32. Minute fand Hofmann eine gute Freistoß-Möglichkeit aus rund 20 Metern vor, die Mauer der Innsbrucker konnte den Ball zur Ecke klären. Rapid hatte zwar bedeutend mehr Ballbesitz, klare Chancen ergaben sich daraus aber keine. Ab der 35. Minute dann plötzlich großer Druck der Wiener, Wacker Innsbruck stand nun sehr tief.
Ein Foulspiel vor dem Strafraum führte in der 37. Minute abermals zu einem Freistoß für Rapid, der ebenso zur Ecke geklärt werden konnte. Die Streiter-Elf stand im Mittelfeld in dieser Phase des Spiels zu weit vom Gegner weg, Entlastungsangriffe konnten keine gestartet werden, da man diese schon in der möglichen Entstehung zu langsam vortrug. In der 43. Minute der nächste Freistoß aus aussichtsreicher Position für Rapid, Petsos Schuss fiel aber zu hoch aus. Gegen Ende der ersten Hälfte war es mit dem Druck der Gäste aber auch schon wieder vorbei, Wacker Innsbruck konnte die Begegnung wieder unter Kontrolle bringen. So ging es mit einer knappen Führung in die Kabine. 

 Zwischen-Fazit: Eine beherzt kämpfende Innsbrucker Mannschaft belohnte sich gegen eine spielerisch besser Rapid-Elf mit dem Führungstreffer. Bis auf eine etwa sieben Minuten andauernde Drangperiode Rapids konnte man gut mithalten und ging so nicht unverdient mit 1:0 in die Kabine.

 Nur Remis statt 2:0

Michael Streiter brachte zur Pause Roman Wallner für Marco Kofler ins Spiel. Wacker Innsbruck startete mit einem Weitschuss von Ji-Parana, den Novota aber sicher hielt, in Halbzeit zwei, im Gegenzug setzte Boyd einen Schuss aus kurzer Distanz nur denkbar knapp neben den Pfosten. In der 49. Minute wurde es schon wieder gefährlich im Innsbrucker Strafraum, doch Sabitzer fand in Safar nach einem Schuss aus kurzer Distanz seinen Meister und klärte mit einer guten Fußabwehr. Die Angriffe der Heimelf wurden in den ersten fünf Minuten nicht weniger als drei Mal wegen Abseitsstellung von Edomwonyi zu Recht abgepfiffen. Wacker Innsbruck stand nun wieder höher, es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Für den glücklosen Edowonyi brachte Streiter in der 55. Minute den jungen Gründler. Endlich war nun Tempo im Spiel! Nach einer Unsicherheit in der wackeren Hintermannschaft zeichnete sich erneut Safar bei einem Sabitzer Schuss in der 56. Minute aus. Nun war plötzlich wieder Rapid die klar bessere Mannschaft, doch die Innsbrucker Abwehrfestung hielt. In der 58. Minute fand Boyd seine zweite große Chance vor, sein Kopfball ging nur zentimeter am linken Pfosten vorbei – Safar wäre dabei chancenlos gewesen. Nun gelang es wieder etwas besser, die Rapid-Angriffe abzufangen. Bei einem gut vorgetragenen Entlastungs-Angriff stand Nitzlnader allein vor Novota, allerdings war er dabei im Abseits.

 In der 69. Minute zwang ein weiter Pass auf Burgstaller Safar weit aus seinem Tor zu eilen, nach einem Zusammenstoß mit dem eben eingewechselten Rapid-Angreifer und kurzer Behandlung konnten aber beide weitermachen. In der 72. Minute dann die nächste Großtat von Safar, der gegen Boyd die Führung festhielt. Das Spiel wogte nun wieder hin und her, das in Halbzeit eins so sträflich vermisste Tempo war nun am Tivoli angekommen. In der 75. Minute kam Wallner nach einer guten Bergmann-Flanke im Strafraum an den Ball, konnte den Ball aber nicht entscheidend Richtung Tor platzieren. Eine Minute später verfehlte ein Behrendt-Schuss knapp sein Ziel.

Minute 79 brachte einen taktischen Wechsel bei Wacker Innsbruck, Siller kam für Milosevic ins Spiel. Damit sollte wohl die Defensive gestärkt und das Ergebnis über die Runden gebracht werden. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung war die Innsbrucker Hintermannschaft in der 81. Minute plötzlich entblöst, Vucur und Djokic konnten die Situation aber mit vereinten Kräften klären. In der 86. Minute dann der Aufreger des Spiels: Nach einem schnellen Konter traf Wallner zum vermeindlichen 2:0 für Innsbruck – der Schiedsrichter gab aber Abseits! Eine sehr knappe Entscheidung! Was folgte, war dann praktisch in der nächsten Aktion das 1:1. Alar traf per Kopf in der 88. Minute zum 1:1. Nachdem Chancen auf beiden Seiten nicht genützt werden konnten, blieb es beim Remis, das den Innsbruckern leider nicht viel nützt.

Fazit: Leider, dieses Remis ist mehr als unglücklich, Tor aberkannt, Treffer postwendend erhalten. Dieser Punkt könnte zu wenig gewesen sein. Schade!

 

FC Wacker Innsbruck – SK Rapid Wien 1:1 (1:0)
Stadion: Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer
Zuschauer: 6.213

Tore: 18. Hinterseer; 88. Alar
Gelbe Karten: 31. Schütz, 65. Vucur, 65. Djokic, 91. Ji-Parana; 27. Sonnleitner

FC Wacker Innsbruck:
Safar – Bergmann, Vucur, Djokic, Nitzlnader – Ji-Parana, Kofler – Hinterseer, Milosevic (79. Siller), Schütz – Edomwonyi (Gründler)

SK Rapid Wien:
Novota – Trimmel, Sonnleitner, Behrendt, Schrammel – Petsos (87. Grozurek), Wydra – St. Hofmann (69. Burgstaller), Schaub (81. Alar), Sabitzer – Boyd

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