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Kampfmannschaft

Saures schon am Nationalfeiertag

Ring frei für Runde 13! – Nach zehn sieglosen Partien war die Sehnsucht beim FC Wacker Innsbruck nach einem vollem Erfolg und zugleich dem ersten Heimsieg der Saison gegen den Wolfsberger AC schon riesengroß geworden. Außerdem wollte man sich nach der 0:6-Pleite in Salzburg vor heimischem Anhang rehabilitieren. Nach dem Trainerwechsel von Grubor auf Kühbauer sammelten die Kärntner in den letzten Runden stetig Punkte und der Sprung vom Tabellenkeller auf Rang acht gelang somit.

Am Nationalfeiertag setzte es dann aber leider einige Tage vor Helloween für die Schwarz-Grünen Saures …

 

Wieder führten individuelle Fehler zu zwei Gegentreffern

Trainer Roland Kirchler musste auf einige Spieler verzichten: Saurer, Milosevic, Steinlechner, Schilling und Kofler fehlten verletzungsbedingt, Safar und Vuleta fehlten wegen Sperren. Darum begann Schober im Tor, in die Abwehr rückte wieder Vucur, Löffler fungierte als zweiter Sechser neben Piesinger. Roman Wallner bildete die Speerspitze an vorderster Front. Erstmals im Kader schien das junge Torhütertalent Julian Weiskopf auf.

Das Spiel begann mit einem Schock für die Hausherren: Nach 70 Sekunden verlor Bergmann unnötig den Ball an Liendl, der Topcagic in den Lauf spielte. Dieser ließ Schober keine Chance und schoss trocken zum 0:1 ein. – Wieder führte eine Unachtsamkeit in der Innsbrucker Hintermannschaft zu einem schnellen Rückstand! Den Hausherren merkte man das Bemühen an, den schnellen Ausgleich zu erzielen, mehr als ein Eckball in Minute sieben schaute dabei vorerst aber nicht heraus. Zwei Minuten später kam man einem Treffer schon recht nahe, ein von Wallner gut eingeleiteter Konter brachte Hinterseer in Position, dessen abgefälschtes Zuspiel landete wieder bei Wallner, der Steirer setzte den Ball nur hauchdünn am langen Eck vorbei. Wacker Innsbruck schien nun ins Spiel zu finden, ein Schuss von Kuen aus kurzer Distanz nach Piesinger-Zuspiel ging nur knapp über die Querlatte (10. Minute). Auch in den folgenden Minuten zeigten sich die Schwarz-Grünen sehr präsent, in der 14. Minute konnte ein Schuss von Kuen von der Kärntner Abwehr aber noch geblockt werden.

In der 19. Minute zeigten sich die Fans der Nordtribüne, Lukas Hinterseer hatte Platz, marschierte Richtung Tor, Sollbauer berührte ihn und der Kitzbüheler ging zu Boden. Statt des fälligen Freistoßes und einer Gelben Karte für den Kärntner erhielt die schwarz-grüne Nummer 16 die Gelbe Karte von Schiedsrichter Schörgenhofer wegen angeblicher Schwalbe präsentiert – eine äußerst fragwürdige Entscheidung! Weiter spielte eigentlich nur noch eine Mannschaft und die hieß Wacker Innsbruck. Allerdings wollte der Ball nicht den Weg ins Tor finden, Wallner und Hinterseer nützten ihre Chancen in der 24. und 25. Minute nicht. Bereits eine Minute später tauchte Piesinger nach Hauser Freistoß im Fünfmeterraum auf, wurde aber wegen Abseits zu Recht zurückgepfiffen.

Danach erlahmte der Angriffs-Elan der Heimmannschaft etwas, auch einige Ungenauigkeiten schlichen sich wieder in das Spiel der Kirchler-Elf ein. Minute 36 brachte dann den nächsten Tiefschlag für die Innsbrucker: Nach einer Flanke von Routinier Standfest gewann Kerhe das Kopfballduell gegen Vucur und köpfelte zum 0:2 ein.  Auch Topcagic wäre in dieser Situation übrigens freigestanden, wiederum bekleckerte sich die wackere Hintermannschaft in dieser Situation nicht gerade mit Ruhm. Wacker Innsbruck zeigte nun leichte Zerfallerscheinungen, die Mannschaft zeigte Wirkung, selbst die einfachsten Dinge wollten in dieser Phase nicht gelingen. Beinahe wäre dann sogar noch der dritte Gegentreffer gefallen, Kerhe vergab aber in der 44. Minute zwei Meter vor dem Tor mit der Ferse.

 Brauneis kam ins Spiel, Wallner traf

Trainer Roland Kirchler reagierte zur Pause, und brachte anstelle des verunsichterten Simon Piesinger mit Daniel Brauneis einen zweiten Stürmer ins Spiel. Was zu Beginn des zweiten Abschnittes aber folgte war eine weitere Chance für Topcagic, die Führung der Kärntner auzubauen. In der 49. Minute dann ein Lebenszeichen der Heim-Elf, Wallner setzte einen Schuss aus aussichtsreicher Position aber ins Außennetz. Zwei Minuten später segelte Hinterseer an einer guten Flanke von Bergmann vorbei. In der 54. Minute brachte eine schnelle Kombination Kuen in Position, der mit einem guten Haken seinen Gegenspieler aussteigen ließ, sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde aber geblockt. Wacker Innsbruck agierte nun weiter im Vorwärtsgang, ein Schussversuch von Wallner in der 55. Minute wurde aber wiederum geblockt.

Kirchler versuchte ein weiteres Signal für seine Mannschaft zu setzen, brachte in der 63. Minute Jevtic für Löffler. Die nächste erwähnenswerte Aktion war dann eine sehr umstrittene. Kuen zog in der 65. Minute mit einem Halb-Volley im Strafraum ab, sein Schuss landete an der Hand von Standfest, Schiedsrichter Schörgenhofer ließ aber weiter spielen. In der 67. Minute dann endlich Torjubel bei Wacker Innsbruck: Wallner verwertete eine Brauneis-Flanke per Vollyschuss ins lange Ekc zum 1:2-Anschlusstreffer. Ein verdienter Treffer, die Innsbrucker waren im zweiten Abschnitt die klar dominierende Mannschaft! Bei einem Falk-Schuss, der das Tor nur knapp verfehlte, hatten die Hausherren drei Minuten später dann Glück.

In der 77. Minute sorgte ein Wolfsberger Abwehrspieler für Gefahr und lenkte eine Innsbrucker Flanke Richtung Querlatte, Dobnik drehte ihn aber über selbige. Drei Minuten später verfehlte ein Schuss von Liendl das Gehäuse von Schober nur knapp. Wacker Innsbruck drückte weiter, die Gäste verlagerten sich nur noch auf das Konterspiel. Einer dieser Konter brachte plötzlich Liendl völlig freistehend vor das Tor, Schober konnte sich aber auszeichnen (83. Minute). Zwei Minuten später brachte Kirchler Abraham für Kuen ins Spiel, in der selben Minute erzielte Wacker Innsbruck dann fast den Ausgleich: Nach einem schönen Heber von Wallner tauchte Brauneis völlig frei vor Dobnik auf, scheiterte aber am Wolfsberger Schlussmann. Wacker Innsbruck zeigte weiter verzweifelte Angriffsbemühungen, immer wieder lief man sich aber an der gut stehenden Kärntner Abwehr fest. Vier Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt, ein Hauser-Schuss, der das Tor klar verfehlte und ein Hinterseer-Schuss, der auf der Linie von einem Wolfsberger Verteidiger geklärt werden konnte, blieben aber die einzige Ausbeute.

 

Zur Wahl des tivoli12 Spielers der Runde

Fazit: Zum wiederholten Male führten individuelle Fehler zu einem 0:2 Rückstand. Nach dem Anschlusstreffer durch Wallner versuchte Wacker Innsbruck alles, den Rückstand noch aufzuholen, leider gelang es aber nicht. So ist man nun schon seit elf Spielen in Folge sieglos.

 

FC Wacker Innsbruck – Wolfsberger AC 1:2 (0:2)
Stadion: Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer
Zuschauer: 4921

Tore: Topcagic (2.) , Kehre (36.); Wallner (67.)
Gelbe Karten: Hinterseer (19.), Kuen (32.); Polverino (77.)

FC Wacker Innsbruck:
Schober – Hauser, Siller, Vucur, Bergmann – Piesinger(46. Brauneis), Löffler (62. Jevtic) – Kuen (85. Abraham), Hinterseer, Schütz – Wallner

Wolfsberger AC:
Dobnik – Baldauf, Sollbauer, Rnic, Standfest – Polverino – Suppan (86. Gotal), dePaula (72. Hüttenbrenner), Liendl, Kerhe – Topcagic (67. Falk)

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