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Kampfmannschaft

Wallner bringt Wacker Innsbruck ins Achtelfinale

Die letzte Meisterschaftspartie brachte dem FC Wacker Innsbruck wieder einen Funken Hoffnung auf die Rückkehr glorreicherer Zeiten. Obwohl man die Partie gegen die Kärntner mit 0:1 verlor, präsentierte sich der aktuelle Tabellenletzte als weit überlegene Mannschaft. Und daran wollte man heute anknüpfen.

Gegner nicht unterschätzt

Allein die Aufstellung machte deutlich, dass die Innsbrucker den Gegner und die Bedeutung des Cups nicht unterschätzten. Bis auf Perstaller und Saurer ( statt Schreter und Wernitznig ) stand die gleiche Formation wie am Samstag auf dem Platz. Auch wenn die Regionalliga Ost den Ruf der besten dritten Leistungsklasse im österreichischen Fußball genießt, sollte der Gegner für die Profis von Wacker keine Hürde zur nächsten Cuprunde darstellen. Vor allem da Sollenau aktuell nur den zehnten Platz nach acht Runden in der Tabelle einnimmt.

Es war also alles angerichtet für einen entspannten Abend für den schwarz-grünen Fußballfan. Die Ausgangslage klar, die Rollen verteilt.

Mit 1:1 in die Pause

Um Punkt 19:00 eröffnete Schiedsrichter Christian Dintar die Partie und schon nach zwei Minuten zeigten die Hausherren, dass sie trotz eindeutiger Ausgangslage an ein Wunder glaubten. Lalic versuchte es aus gut 18 Metern mit einem Weitschuss, der aber knapp über das Tor von Szabolcs Safar ging. Innsbruck reagierte aber postwendend und gab ebenfalls einen Distanzschuss ab.
In weiterer Folge kamen beide Mannschaften zur einen oder anderen guten Möglichkeit, von einem Klassenunterschied war zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu erkennen. Nach einer Viertelstunde fiel ein Stein von den Herzen der wackeren Mannschaft. Christoph Saurer erzielte nach einem schönen Zuspiel das vorerst erlösende 1:0. Doch wovor im Vorfeld der Partie schon gewarnt wurde, machte den Innsbrucker in der Folge ordentlich Probleme: Die bei Standards, vor allem Ecken, gefährlichen Niederösterreicher brachten die schwarz-grüne Abwehr mehrmals in Bedrängnis, bis Lalic eine Ecke direkt zum Ausgleich in der 20. Minute verwandelte. Bis zum Pausenpfiff versteckte sich keines der beiden Team und beide versuchten den Führungstreffer zu erzielen, von einem Klassenunterschied war nicht mehr viel zu bemerken. Die besten Chancen hatten Lalic mit einem wuchtigen Weitschuss (34. Minute ) und Merino mit einem Stangentreffer (37. Minute).

90 Minuten sind nicht genug

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dominierte eindeutig der Kampf: Im Mittelfeld wurde erbittert um jeden Ball gerungen. Die erste Chance hatten wiederum die Sollenauer, die in der 53. Minute mit einem Freistoß Safar in Bedrängnis bringen konnten. Auf der Gegenseite konnten sich Wallner und Co. nicht gegen die sehr gut stehende Abwehr des Regionalligisten durchsetzen. Elferalarm in der 68. Minute: Nachdem Eldar Topic am Strafraum zu Fall kam, reklamierten die Niederösterreicher vehement auf Strafstoß, Dintar ließ jedoch weiterspielen. Nachdem sich die Innsbrucker immer mehr am Sollenauer Beton fest bissen, reagierte Wacker Trainer Kogler und brachte Marcel Schreter für Julius Perstaller. Trotzdem fand die Heimmannschaft die besseren Chancen vor, wie Lalic in der 74. Minute mit einem Lattenschuss. Der Bundesligist erhöhte in den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit das Tempo und auch die Offensivbemühungen und wurde mit einigen Eckbällen belohnt, von denen aber wenig Gefahr ausging. In der 90. Minute hatte Roman Wallner die Chance auf seinen ersten Treffer in Schwarz-Grün: Allein im Sechzehner zog er ab, aber Torhüter Westhoff kann den Ball wegschlagen. 

Wallner liquidiert den Regionalligisten

Was vor wenigen Minuten noch nicht gelungen war, brachte Roman Wallner in der 92. Minute endlich zustande: Er erzielte nach einem Zuspiel über rechts die zwischenzeitliche Führung. Und nun war der Bann gebrochen: Wallner zerstörte die Träume der Niedersterreicher im Alleingang: Eine Minute nach seinem ersten Tor, folgte das Zweite: Allein gegen den Heimtorwart blieb er eiskalt und netzte souverän durch dessen Beine ein. Aber ohne Hattrick, wäre es nicht der Abend des Roman Wallner gewesen: In der 99. Minute vollstreckte der Neo-Innsbrucker zum 1:4. Damit war die Partie endgültig entschieden und der FC Wacker Innsbruck in der dritten Cup-Runde. Walter Kogler nahm in der 107. Minute den dreifachen Schützen vom Platz und gab  Alexander Fröschl die Chance, noch ein wenig Cup-Luft zu schnuppern. Dieser bedankte sich fünf Minuten später mit dem Treffer zum 1:5.

Sollenau – FC Wacker Innsbruck 1:5

Stadion: Sportplatz 1. SC Sollenau
Schiedsrichter: Dintar
Zuschauer: 800

Sollenau: Wusthoff, Gramann, Knaller (18. Vishaj), Tverdy, Lalic, Topic, Katzler, Rinnhofer, Csandl, Prenner, Mauerhofer

FC Wacker Innsbruck: Safar – Hauser, Svejnoha, Kofler, Dakovic – Abraham, Saurer, Merino (77. Piesinger), Bergmann – Perstaller (69. Schreter), Wallner(107. Fröschl)

Tore: Lalic (20.) bzw. Saurer (16.), Wallner (92., 94., 99.), Fröschl (112.)

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