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Frauen I

Heimniederlage kostet Wackerdamen Platz zwei

Foto: Tiroler Tageszeitung / Murauer

Im Spitzenspiel der ÖFB-Damenbundesliga zwischen FC Wacker Innsbruck und LUV Graz in der Innsbrucker Wiesengasse vor 100 Zuschauern setzten sich in einem mäßigen Spiel die Gäste mit 0:2 durch. Gemäß einer der vielen Fußballweisheiten stolperten die Wackerdamen diesmal über die eigene Chancenauswertung und verspielten so Platz zwei im Meister- Play Off.



Ehrenanstoß des scheidenden Obmanns

Zum Abschied als Wackerobmann führte der scheidende langjährige Obmann Gerhard Stocker gemeinsam mit dem sportlichen Leiter der Damenteams Horst Braun den Ehrenanstoß zum vorletzten Heimspiel dieser Saison durch. Als Würdigung für den unermüdlichen Einsatz um Eingliederung und Erhalt der Wackerdamen erhielt Gerhard Stocker ein gerahmtes unterschriebenes Mannschaftsfoto und ein Dankeschön aller Kaderspielerinnen.

Startoffensive unbelohnt

Von Beginn an steht das Spiel im Zeichen von Schwarz-Grün; Wacker kombiniert, die Grazerinnen werden komplett in die eigene Hälfte gedrückt und brauchen in der Start-Viertelstunde zweimal die Hilfe von Latte bzw. Stange um das 0:0 irgendwie über die Zeit zu retten. Nach dem zweiten brutalen Einstieg von Susanna Höller zeigt Schiedsrichterin Zeferino de Oliveira in Minute 31 zurecht Gelb-Rot und alles in der Innsbrucker Wiesengasse rechnet bereits mit einem Schützenfest für die jetzt zahlenmäßig überlegenen Innsbruckerinnen.

Sonntagsschuss dreht das Spiel

Sekunden nach dem Ausschluss fasst sich die Grazerin Natascha Plankenbichler ein Herz, zieht aus über 30 Metern aufs Tor und landet mit dem ersten ernstzunehmenden Torschuss der Grazerinnen den ersten Treffer im Innsbrucker Tor. Die Wackerdamen zeigen sich verunsichert und als dann noch eine Minute später bei einem klaren Handspiel im Strafraum der Grazerinnen der Elfmeterpfiff ausbleibt, ist das souveräne Spiel Geschichte und es regiert die Brechstange. Durchdachte Aktionen werden weniger, zumal sich auch die Grazerinnen immer weiter zurückziehen und versuchen, das 0:1 über die Zeit zu retten.

Fragwürdiger Ausschluss besiegelt Niederlage

Dem sinkenden Niveau des Meisterschaftsspiel passt sich Schiedsrichterin Zeferino de Oliveira nahtlos an: Angelika Feldbacher sieht binnen 10 Minuten zweimal Gelb und muss somit ebenfalls vorzeitig den Platz verlassen. Nach einer harmlosen Attacke an der Outlinie sieht sie zuerst Gelb und als dann bei einem Kopfballduell die Grazer Torfrau Sarah Grossmann verletzt liegen bleibt, zieht die Schiedsrichterin auch zur Überraschung der Grazer Betreuer Gelb-Rot.

Wackerdamen zu unsicher

Das Spiel ist entschieden, den Wackerdamen fehlt an diesem Tag die Sicherheit im Abschluss um aus den wenigen weiteren Chancen noch Kapital schlagen zu können: Doris Adamovics schiebt den Ball am leeren Tor vorbei, weitere Chancen von Torjägerin Melanie Fischer bleiben ungenützt. In Minute 72 besiegelt Elisabeth Tieber die Niederlage: Sie schiebt nach einem Konter den Ball an Wacker-Torfrau Daniela Iraschko zum 0:2 vorbei. Begleitet von weiteren eigentümlichen Entscheidungen der Schiedrichterin plätschert das Spiel dem Schlusspfiff entgegen; es folgen kaum mehr durchdachte Angriffsaktionen. Negativer Höhepunkt zum Schluss: Melanie Fischer muss nach einer (ungeahndeten) harten Attacke verletzt vom Platz.

Mit diesem Auswärtssieg überholen die Grazerinnen Wacker Innsbruck in der Tabelle und liegen nun auf Platz zwei. Bereits am Donnerstag folgt das letzte Heimspiel der ersten Damenelf für diese Saison: Die Wackerfamilie findet sich am Donnerstag bereits um 10:30 zum Bundesligaspiel gegen den bereits als Meister feststehenden SV Neulengbach ein; der zweite Platz im Play Off ist noch möglich.

Spieldaten: FC Wacker Innsbruck – LUV Graz 0:2 (0:1)
Wiesengasse, 100 Zuschauer
Schiedrichterin: Cindy Zeferino de Oliveira

Wacker Innsbruck: Iraschko, Metzler, Felbacher, Kapeller, Hanschitz, Adamovics, Innerhuber (86. Kirchmann), Dengg, Pfaffeneder, Waibl (55. Nagl), Fischer (91. Bugl)

LUV Graz: Grossmann, Ehgartner (87. Veronik), Buchegger (65. Kern), Höller, Rappold, Tieber, Lach, Puntigam, Haiden, Klampfl, Plankenbichler

Tore: 0:1 Plankenbichler 34., 0:2 Tieber 72.
Gelb-Rote Karten: Höller 32.; Feldbacher 58.
Gelbe Karten: Klampfl, Plankenbichler, Rappold (alle LUV Graz)

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