Ausgerechnet gegen den hochfavorisierten SV Wörgl schafft das junge Team von Wacker Innsburck II den ersten Saisonsieg - und das auf denkwürdige Art und Weise.

Drei Tore in sieben Minuten

Erwartungsgemäß druckvoll starteten die hochfavorisierten Gäste aus Wörgl in die Partie. Die jungen Wackerianer hatten zunächst Probleme sich der Angriffswucht entgegenzustellen. Das nutzte in der 6. Minute Bicer, der vom linken Strafraumeck aufs Tor hämmerte. FCW-Schlussmann Lukas Wedl war zwar mit den Fingern noch dran, konnte die frühe Führung der Unterländer aber nicht verhindern. Nun übernahmen aber die Schwarz-Grünen das Kommando. Mit schnellem Kombinationsspiel gelang FCW II immer wieder in aussichtsreiche Schusspositionen. Vor allem Rio Nitta und Aboubacar Cisse stellten die Abwehr des Gegners vor Probleme. In der 19. Minute war es dann soweit. Nach guter Flanke von Paolino Bertaccini, legte Nitta per Kopf auf Cisse ab, dessen Abschluss noch leicht abgefälscht wurde und sich zum Ausgleich ins Tor senkte. Damit war der Torbann gebrochen und die Basis für die kommenden denkwürdigen Minuten gelegt. In der 23. Minute stürmte abermals Cisse nach vorne und legte ideal auf Kristjan Koni ab, der den Ball im langen Eck versenkte (2:1). Für den Höhepunkt sorgte drei Minuten später Bertaccini, der Wörgl-Tormann Stöckl weit vor seinem Gehäuse stehen sah und diesen aus gut und gerne 40 Metern mit einem prachtvollen Schuss überhob (3:1, 26.). Die Unterländer reagierten mit einem Doppeltausch, doch mehr als ein weiterer Hammer von Bicer, den Wedl diesmal entschärfte, schaute nicht heraus. Im Gegenteil. Nach einer Ecke kam Wackers Innenverteidiger Florian Anderle zum Kopfball, der haarscharf am Tor vorbeiging (35.). In der Nachspielzeit der 1. Hälfte setzte sich FCW-Kapitän Alexander Burgstaller im Strafraum durch und legte quer, doch Nitta rutschte knapp am Stanglpass vorbei.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer Chance der Jungwackerianer. Einmal mehr setzte sich Cisse durch und bediente Nitta mit einem Lochpass, der diesmal an Tormann Stöckl scheiterte. Doch dann kam der Favorit immer besser zur Geltung und setzte die Wackerianer zusehends unter Druck. In der 55. Minute parierte Wedl einen Abschluss auf kürzester Distanz und acht Minuten später zeigte er eine blitzschnelle Reaktion bei einem Kopfball. Burgstaller war es in der 65. Minuten zu verdanken, dass die Zwei-Tore-Führung aufrecht blieb, denn er rettete gerade noch vor der Torlinie. Auch die restliche wackere Defensive rund um Anderle (mit Simon Platter, Daniel Spinn und Alexander Schwab) hatte gegen immer offensiver agierende Wörgler alle Hände voll tun. Die gesamte Mannschaft leistete viel Arbeit gegen den Ball und hielt den Gegner schließlich aus dem Gefahrenbereich. Die letzte Chance der Gäste stammte aus der 76. Minute, als der Ball nach einem Distanzschuss an die Latte klatsche. Das war es dann aber auch, denn die Wackerianer verbuchten die letzte gute Möglichkeit im Spiel für sich. Der eingewechselte Renato Babic passte in die Schnittstelle der Wörgler Verteidigung zu Nitta, der sich zwar im Eins-gegen-Eins mit dem Tormann durchsetzte, den Ball aber knapp am Tor vorbeischob. So blieb es beim beachtlichen 3:1-Erfolg für Wacker Innsbruck II.


Spieldaten:
tt.com Regionalliga Tirol, 3. Runde
FC Wacker Innsbruck II - SV Wörgl 3:1 (3:1)
Samstag, 07.08.2021, 17.00 Uhr
Sportplatz Stams
Schiedsrichter: Christopher Spiss
150 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck II: Wedl, Burgstaller, Nitta (84. Iliadis), Plattner, Spinn (84. Krössbacher), Schwab, Abazovic, Cisse (68. Babic), Anderle, Koni (59. Klieber), Bertaccini (84. Husic)

SV Wörgl: Stöckl, Bicer, Cisse, Wörgetter, Treichl, Pichler (35. Jirka, 81. Markovic), Auböck, Kekez, Schöpf (35. Haderecker), Bevab, Slak (53. Erb)

Torfolge: 0:1 Bicer (6.), 1:1 Cisse (19.), 2:1 Koni (23.), 3:1 Bertaccini (26.)

Gelbe Karten: Burgstaller bzw. Kekez, Wörgetter, Auböck

Foto: Beate Retzbach

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