Die Spielpause am vergangenen Wochenende tat FCW II offensichtlich nicht gut, denn in der Partie gegen den SC Imst zog man klar den Kürzeren.

Lehrreiche Niederlage

Ungewohnt passiv präsentierte sich Wacker Innsbruck II im Heimspiel gegen den SC Imst. Da täuschte auch die erste Großchance durch Matej Dretvic in der 2. Minute nicht darüber hinweg. Denn in der Folge zeigten die Gäste aggressives Pressing und intensive Laufarbeit. Doch im Gegensatz zu so manchem Spiel zuvor, in dem man auf diese Taktik mit Gegenpressing und schnellen Kombinationen reagierte, blieb man zur Überraschung der Zuschauer weit hinter seinen Möglichlichkeiten zurück. Imst agierte mit Steilpässen ins Sturmzentrum und eroberte so gut wie jeden "Zweiten Ball". FCW-Schlussmann Peter Weiss musste sich gegen Schultz auszeichnen (6.), der kurze Zeit später mit einem Freistoß aus dem Mittelkreis seine Schlitzohrigkeit bewies (knapp übers Tor). Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe die Schwarz-Grünen wieder Gefahr ausstrahlten. Nach einem Freistoß von Armin Hamzic kam Kapitän Stefan Pribanovic zum Abschluss. Das Leder strich knapp vorbei. Ein weiterer Freistoß der Wackerianer landete bei Denizcan Cosgun, der ebenfalls knapp vergab. Auf der anderen Seite machten es die Gäste besser. Zunächst konnte Harolds Freistoß entschärft werden, doch Imst setzte energisch nach und Lamp erzielte die Führung (31.). Kurz danach entfloh Oberortner seinen Gegenspielern und lief alleine auf Weiss zu. Dieser kam aus seinem Tor, verkürzte den Winkel geschickt und zwang den Imster so zu einem Dribbling. Dies ermöglichte der Wacker-Defensive zwei Mann auf die Torlinie zu bringen, die schließlich den Torschuss des Oberländers von der Line kratzten. 

Die Wackerianer kamen wesentlich aktiver aus der Pause und forcierten ihr Kombinationsspiel. Schnell bekam man damit wesentlich besser Zugriff auf das Spielgeschehen und in der 50. Minute lag der Ausgleich schon in der Luft. Paolino Bertaccini eroberte im Mittelfeld den Ball und spielte einen präzisen Lochpass auf Dretvic, dessen Schuss haarscharf am langen Eck vorbei ging. Imst blieb im Konter gefährlich und traf durch Lorenz das Außennetz. Der FCW war in dieser Phase spielbestimmend und kam zu vielen Standardsituationen, die allesamt ungenutzt blieben. Die Oberländer lauerten auf ihre Chancen und bekamen diese auch prompt. Bei einem Zusammenstoß im Strafraum der Wackerianer forderten die Gäste vehement Elfmeter. Schiedsrichter Bosnjak ließ weiterspielen und zeigte Imst-Trainer Ramsbacher die Gelbe Karte. Nach einer guten Einzelaktion von Lamp, ging der Ball ebenso am Tor vorbei, wie bei einem Freistoß von F. Ponholzer. Auf der anderen Seite drang Clirim Recica in den Strafraum ein, doch der Imster Tormann konnte ihm den Ball vom Fuß nehmen. Die letzte Chance auf den Ausgleich ließ Merchas Doski mit einem Schuss aus dem Hinterhalt aus. Danach zeigten die Gäste was mit viel Leidenschaft und großem Einsatz möglich ist. Zunächst erzielte man das 0:2 aus einem Konter durch Demir (84.). Danach holte man aus einem weiteren Vorstoß einen Elfmeter heraus, den Schultz in die rechte untere Ecke verwandelte (90.). Und zu guter Letzt traf Schmidt nach einem scharf getretenen Eckball zum 0:4-Endstand (93.). Dieses Spiel bietet viel Stoff zur Aufarbeitung und war für die junge Truppe von Peter Slezak mit Sicherheit lehrreich. 


Spieldaten:
Regionalliga Tirol, 9. Runde
FC Wacker Innsbruck II - SC Imst 0:4 (0:1)
Dienstag, 15.09.2020, 19.30 Uhr
Sportzentrum Rum
Schiedsrichter: Stjepan Bosnjak
100 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck II: Peter Weiss, Stefan Pribanovic, Clirim Recica, Daniel Spinn, Merchas Doski, Denizcan Cosgun, Armin Hamzic, Rezk Redouani (76. Pavlos Iliadis), Paolino Bertaccini, Pierre Nagler (71. Fabian Leitner), Matej Dretvic

SC Imst: Emanuel Ponholzer, Fabian Ponholzer, Niko Schneebauer, Thomas Moser (71. Fabian Markl), Bernhard Mittermair, Rene Schneebauer, Lukas Lamp, David Oberortner (80. Loris Schmidt), Stefan Lorenz (66. Alp Demir), Marco Schultz, Joshua Harold (66. Matteo Peternell)

Tore: 0:1 Lukas Lamp (31.), 0:2 Alp Demir (84.), 0:3 Marco Schultz (90.), 0:4 Loris Schmidt (93.)

Gelbe Karten: Armin Hamzic, Paolino Bertaccini bzw. Norbert Raich, Stefan Lorenz

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