Den Gästen aus Altach das Fürchten lehren war das erklärte Ziel der Jungwackerianer für Halloween. Geworden ist nichts daraus, da sich Wacker Innsbruck II in Abwesenheit des gesperrten Goalgetters Marco Hesina offensiv zu zahnlos präsentierte und die Gegenseite Süßes vom Schiri geschenkt bekam: Endstand 0:1 nach einem sehr fragwürdigen Elfmeter – Kürbis leer.

 


Fehlende Durchschlagskraft und Elfmetergeschenk

Gut 200 Zuschauer fanden trotz des parallel angesetzten Matches der Wackerdamen bei schönstem Herbstwetter den Weg auf den Tivoli W1 und konnten vorm Wackerzelt bereits einen Blick auf die Choreographie fürs Westderby am Montag werfen. FCW II hatte auf Grund der zuletzt starken Ergebnisse in der Regionalliga West die klare Favoritenrolle im Duell mit Altach II inne. Leider machte sich die Absenz des gelbgesperrten Goalgetters Marco Hesina gleich von Beginn an klar bemerkbar: Wacker II hatte zwar wie gewohnt mehr vom Spiel, war jedoch im Strafraum völlig inexistent. Einzig Michael Augustin konnte sich zunächst zweimal in Szene setzen, als er die Vorarlberger Abwehr über den linken Flügel aufriß. Seine Stanglpässe fanden jedoch keinen schwarz-grünen Abnehmer im Angriffszentrum. Gerade als der FC Wacker Innsbruck begann, sich immer mehr zu verzetteln und immer weniger Steilpasses ihr Ziel fanden, rückte Schiedsrichter Hirschbichler in den Blickpunkt des Geschehens: Nachdem er einige schmerzhafte Attacken von Martinovic gegen den agilen Augustin ohne Verwarnung durchgehen ließ, pfiff er zur Verwunderung aller Aktiven und Zuschauer Elfmeter als ein Altacher Angreifer im Zweikampf um die beste Anspielposition abseits des Spielgeschehens im Strafraum zu Boden ging. Wenn solche alltäglichen Szenen neuerdings mit Elfmetern bestraft werden, dürften sich Fußballfans zukünftig auf eine wahre Torflut freuen. Der Altacher Kapitän Umjenovic nahm das Geschenk jedenfalls dankbar an und verwertete trocken zum 0:1 (37.). Wacker zeigte sich in Folge noch bemüht, konnte jedoch bis auf einen abgeblockten Schuß von Augustin (41.) bis zum Pausenpfiff nicht weiter gefährlich werden.

Strafraumszenen bleiben Mangelware

Auch mit der Hereinnahme von Lucas Peintner und Philipp Riegler als zwei zusätzliche Offensivkräfte zur zweiten Halbzeit änderte sich an der Charakteristik des Spiels wenig. Wacker hatte viel Ballbesitz, diesen jedoch überwiegend in der eigenen Hälfte. Strafraumszenen blieben so wenig überraschend weiterhin die Ausnahme. Ein Schuß von Misel Kalinovic vom Sechzehner wurde geblockt (46.), ein Lochpass auf den durchbrechenden Lucas Peintner gerade noch weggeschlagen (51.). Die engagierte Wacker Amateure hatten jedoch auch Glück, dass sich Altach auf der anderen Seite bei Kontern zu überhastet präsentierte und sogar eine 5:2-Überzahlsituation ungenutzt ließ (52.). Mit Fortlauf von Hälfte zwei verlor FCW II wieder das Angriffsmomentum und konnte erst gegen Ende noch ein paar Akzente setzen: Misel Kalinovic prüfte den Altacher Goalie bei einem Freistoß vom Strafraumeck (72.) und Georg Reisberger setzte nach einem Eckball einen Kopfballaufsitzer aus fünf Metern übers Tor (87.). Die immer destruktiver agierenden Gäste aus Altach konnten den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit retten, auch weil der einzige Fehler ihres Torhüters in den Schlusssekunden, als er eine Flanke im Fünfer passieren ließ, wiederum ungenutzt blieb.

Fazit: Der FC Wacker Innsbruck scheint ein generelles Problem zu haben: Ohne Marco Hesina bei den Amateuren bzw. Thomas Pichlmann bei den Profis geht im Angriffszentrum gar nichts. Voraussichtlich sollten aber beide Akteure bald wieder Gelegenheit haben, ihr beeindruckendes Torkonto weiter aufzustocken. Für FC Wacker Innsbruck II geht es bereits am kommenden Samstag um 14:00 mit dem nächsten Heimspiel gegen ein Vorarlberger Team weiter: Der drittplatzierte FC Dornbirn kommt nach Innsbruck und soll nach der knappen 3:2-Auswärtsniederlage zum Meisterschaftsauftakt diesmal Federn lassen. Mit einer fairen Schiedsrichterleistung und der Rückkehr des Torjägers sollte es klappen.

Spieldaten:
FC Wacker Innsbruck II – SCR Altach II 0:1 (0:1)
Tivoli W1, 200 Zuschauer
Schiedsrichter und Man of the Match: Bernd Hirschbichler

FC Wacker Innsbruck II: Wedl; Hupfauf, Gruber, Kolakovic, Herwig (45. Riegler); Augustin, Pribanovic (45. Peintner), Gredler, Rieder (85. Dimitrov), Reisberger; Kalinovic

SCR Altach II: Brandner; Frick, Sonderegger, Umjenovic, Martinovic; Schwärzler (81. Bischoff), Dagli (87. Lange), Nussbaumer, Gasovic; Gisinger (63. Bachstein), Knuth

Tor: Umjenovic (37., Elfmeter)

Verwarnungen: Hupfauf, Gredler bzw Umjenovic, Gasovic, Martinovic

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