In der 4. Runde (3. Hauptrunde) des Kerschdorfer Tirol Cups empfing der FC Wacker Innsbruck den SV Hall. Stellte sich vor dem Spiel vielleicht die Frage, ob Schwarz-Grün mit einem Regionalligisten mithalten kann, ist diese mit einem klaren JA zu beantworten.

Souveräne Vorstellung 

FCW-Trainer Akif Güclü vertraute der selben Startelf, die schon beim starken Auftritt gegen den Völser SV auflief. Nun durfte sich die junge Truppe gegen Regionalliga Tirol-Schlusslicht Hall beweisen. Die Hausherren begannen durckvoll und schnürten Hall schnell in der eigenen Hälfte ein. Der eigentlich zu favorisierende Regionalligist igelte sich am eigenen Strafraum ein. Die Wackerianer kombinierten gut, schafften es aber zunächst nicht durch die dichte Abwehr zum Abschluss zu kommen. Einzig Mervin Kalac kam in der Anfangsphase zu einer guten Chance, doch sein Abschluss wurde abgefälscht. Die Schwarz-Grünen kontrollierten das Spielgeschehen und zeigten in der 21. Minute eine sehenswerte Kombination über das gesamte Spielfeld. Den Stanglpass von Geburtstagskind (26. Geburtstag) Hamza Ech Cheikh setzte Rami Tekir haarscharf neben das Tor. Ein weiterer Vorstoß über den aufgerückten Joseph Asante brachte Kalac in aussichtsreiche Position, doch er war einen Schritt zu spät bei der scharfen Hereingabe. Erstmals strömten die Gäste in der 32. Minute Gefahr aus, als nach einem Konter plötzlich Ex-Wackerianer Rauch frei zum Abschluss im Strafraum kam. Wacker-Tormann Simon Berger parierte per Fußabwehr. Auf der anderen Seite war es Hall-Schlussmann Rettenwander, der einen Weitschuss von Alex Olivieri entschärfte. Danach versuchten sich die Freistoßschützen beider Seiten. Zunächst hielt Berger den Versuch von Kohler sicher, Lucas Scholl trat auf der anderen Seite für den FCW an. Sein Freistoß strich um Haaresbreite am Tor vorbei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war der Ball endlich im Tor. Der vermeintliche Torschütze Ech Cheikh brachte die Wacker-Fans zum jubeln, doch Schiedsrichter Kostacevic entschied richtigerweise auf Stürmerfoul von Kalac kurz zuvor.  

Mit Dionis Ramaj wechselte Trainer Güclü eine weitere Offensivwaffe ein und diese stellte sich gleich gut ein. Nach tollem Zuspiel von Tekir überlupfte Ramaj den herausstürmenden Haller Tormann, Scheiber kratzte den Ball gerade noch von der Torlinie. Danach stürmte Scholl unwiederstehlich durch die Mitte und wurde gefoult. Sein kurz abgespielter Freistoß landete bei Tekir, der im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Scholl trat vom Punkt an und verwandelte sicher zur längst verdienten Führung. Danach beendeten die Gäste aus Hall ihre Igeltaktik und machten etwas mehr fürs Spiel. Dafür wurde man auch schnell belohnt, denn der eingewechselte Juric (Kopfball) und Burger (Torschuss von Berger pariert) kamen zu guten Chancen. Besser machten es aber die Wackerianer. In der 59. Minute bediente Scholl mit einem wahren Traumpass Ech Cheikh, der sich mit dem Tor zum 2:0 sein schönstes Geburtstagsgeschenk selbst machte. Danach tauchte Olivieri in aussichtsreicher Position im Strafraum auf, doch seinen Schuss konnte Halls Schlussmann parieren. Im Anschluss versuchte der Regionalligist mehr Druck nach vorne zu erzeugen und zeigte, dass auch in seinen Reihen Qualität steckt. Ein sehenswerter Halbvolley-Schuss von Rauch aus spitzem Winkel, war die gefährlichste Aktion der Haller (88.). Berger parierte mit einer Flugeinlage. Und auch die Freistöße in der Nachspielzeit von Burger und Aysel brachten keine Ergebniskorrektur. Sie gingen klar am Tor vorbei.

Spieldaten:
Kerschdorfer Tirol Cup, 4. Runde
FC Wacker Innsbruck - SV Hall
Mittwoch, 26.10.2022, 15.30 Uhr
Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Nenad Kostacevic
913 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck: Berger, Olivieri, Petutschnig, Scholl, Ech Cheikh (70. Tasci), Lacazette, Kalac (46. Ramaj), Papic (91. Markovic), Schwab (70. Koni), Asante, Tekir (85. Veskovic) 

SV Hall: Rettenwander, Scheiber, Rajic, Burger, Pumsenberger (46. Juric), Strickner (59. Ngamiteni), Kohler, Krössbacher (46. Mandic), Atzl (46. Aysel), Demeter (59. Kreidl), Rauch 

Torfolge: 1:0 Scholl (54.), 2:0 Ech Cheikh (59.)

Gelbe Karten: Tekir, Ramaj bzw. Scheiber, Kohler, Demeter, Aysel, Rettenwander

Foto: Beate Retzbach

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