Nach den zuletzt erfolglosen Auftritten beider Mannschaften, hofften die ältesten Fußballvereine Tirols auf einen Sieg im Stadtderby. Geworden ist es ein 1:1, das niemand wirklich hilft.

FCW wacht erst spät auf

Dabei begann das Spiel in der Wiesengasse vielversprechend. Die Zuschauer bekamen eine muntere Anfangsphase geboten, in der die Heimelf durch Santer der erste Torschuss gelang (4.). Wackers Rückhalt Simon Berger hielt sicher. Im direkten Gegenzug zog Rami Tekir von der Strafraumgrenze ab und SVI-Tormann Hauser konnte sich ebenfalls auszeichnen. Danach flachte das Spiel zusehends ab. Die Wackerianer ließen sich vom langsamen, behäbigen Spielstil des Gegners anstecken, was zu einem Mittelfeldgeplänkel führte. Erst in der 21. Minute setzte sich Dionis Ramaj bei einem Vorstoß durch und bediente Tekir, dessen Drehschuss knapp übers Tor ging. Auf der anderen Seite kam der SVI mit einer guten Kombination durch die Abwehr, Berger parierte den Abschluss von Stürmer Peintner mit dem Fuß. Danach war es wieder Ramaj, der für Gefahr im gegnerischen Strafraum sorgte. Seine Doppelchance entschäfte aber Hauser (33.). Danach trat Lucas Scholl zum Freistoß an, aus dem ein Konter der Gäste resultierte. Den hohen und weiten Ball in den Sechzehner brachten die Wackerianer nicht weg und Waldhart traf per Fallrückzieher zur Führung der Hausherren (36.). Kurz vor dem Pausenpfiff stellte ein Weitschusshammer von Scholl Hauser vor Probleme, konnte diesen aber im Nachfassen gerade noch vor FCW-Stürmer Mervin Kalac sichern.

Trainer Akif Güclü reagierte zur Pause und brachte mit Hamza Ech Cheikh und Alex Olivieri neue Kräfte. Viel wichtiger war aber, dass die Schwarz-Grünen nun endlich mit Tempo und Nachdruck agierten und das Spielgeschehen diktierten. Im Minutentakt erfolgten nun die Angriffe der Gäste, die von ihren Fans nach vorne gepeitscht wurden. Der SVI blieb im Konter allerdings brandgefährlich. So war FCW-Tormann Berger hellwach, als er die Abschlüsse von Tinzl (56.) und Peintner (62.) entschärfte. Trotzdem schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Schwarz-Grünen endlich ausgleichen würden. Zunächst segelte Kalac um Haaresbreite an einer Flanke von Kapitän Alexander Schwab vorbei, danach strich ein Schuss von Ramaj knapp übers Tor. In der 70. Minute erlebten die Wackerianer allerdings eine Schrecksekunde. Nach einem Eckball stand SVI-Spieler Werner alleine am langen Eck, brachte den Ball aber nicht ins Tor. Bei der anschließenden schnellen Kombination des FCW kam Ech Cheikh zum Torschuss, der im letzten Moment abgefälscht wurde. Den daraus resultierenden Eckball brachte Tekir zur Mitte, wo Romuald Lacazette per Kopf das Leder im langen Eck versenkte (73). In der 76. Minute reklamierten die Gastgeber lautstark Elfmeter. Bei einem Laufduell spitzelte der eingewechselte Gabriel Papic dem durchbrechenden Peintner den Ball vom Fuß. Schiedsrichter Schett ließ sich dadurch nicht beirren, seine Pfeife blieb korrekterweise stumm. Danach drängten die Schwarz-Grünen auf den Siegtreffer. Rollende Angriffe gingen auf das Tor des SVI. Doch weder der eingewechselte Selim Ajkic (78.), noch Lacazette (79., 90.) oder Abschlüsse von Tekir (86.) und Kapitän Alexander Schwab (92.) brachten den ersehnten Treffer. So blieb es beim 1:1, das beiden Teams in der Tabelle nicht weiterhilft.

Spieldaten:
Hypo Tirol Liga, 12. Runde
SV Innsbruck - FC Wacker Innsbruck 1:1 (0:1)
Samstag, 08.10.2022, 15.00 Uhr
Sportplatz Wiesengasse C
Schiedsrichter: Ing. Andreas Schett

SV Innsbruck: Hauser, Bär, Mair, Waldhart, Tinzl, Santer (65. Werner), Peintner, Cimen (92. Karakoc), Marchiori (87. Manzo), Engelbrecht, Uitz 

FC Wacker Innsbruck: Berger, Petutschnig, Koni (46. Olivieri), Scholl (46. Ech Cheikh), Lacazette, Kalac (65. Ajkic), Schwab, Ramaj, Schubert (57. Papic), Asante, Tekir 

Torfolge: 1:0 Waldhart (36.), 1:1 Lacazette (73.)

Gelbe Karten: Bär, Uitz, Tinzl, Peintner, Mair bzw. Ramaj

Foto: Beate Retzbach

Partner:

kitzVenture
Innsbrucker Kommunalbetriebe AG
Olympiaworld
Tiroler Tageszeitung
Nike + 11Teamsport
Admiral Sportwetten
Flughafen Innsbruck
Stasto
Zipfer Bier
Scarecrow

Bewerbssponsoren:

Planet Pure