Wacker Innsbruck wollte nach der überraschenden Niederlage gegen Oberperfuss im Spiel gegen Volders eine Reaktion zeigen, doch die blieb völlig aus. 

Eiskalt ausgekontert

Gute Nachrichten gab es für die Mannschaft von Akif Güclü vor dem Spiel. Mit Kapitän Alexander Schwab, Joseph Asante und Romuald Lacazette kamen drei Spieler zurück in die Startelf, die zuletzt nicht zur Verfügung standen. Auf der anderen Seite stand Volders Trainer Michael Streiter und seinem Co Christian Stoff die Wehmut ins Gesicht geschrieben. Beide haben bekanntermaßen eine langjährige Vergangenheit beim Tiroler Traditionsverein. Erwartete man sich eine Reaktion der Schwarz-Grünen auf die Pleite in Oberperfuss, so sah man sich enttäuscht. Die Spieler schienen vom Stimmungsboykott der Wackerfans angesteckt und päsentierten sich behäbig und schwerfällig. Zwar bestimmte man das Spielgeschehen, doch blieb man in der eng gestaffelten Abwehr der Volderer ein ums andere Mal hängen. In der 12. Minute fing FCV-Kapitän Egger einen Pass im Mittellfeld ab, schaltete sofort um und bediente Triendl ideal. Der Offensivspieler brachte die Gäste mit einem satten Schuss ins lange Eck in Führung. In der Folge agierten die Wackerianer etwas zielstrebiger, was viele Standardsituationen einbrachte. Die aussichtsreichste Aktion war dabei ein Kopfball - nach Freistoß von Lucas Scholl - von Lacazette, der haarscharf am Tor vorbei ging. Nun wachte die Heimmannschaft zusehends auf. Die Kombinationen wurden endlich schneller gespielt und folgerichtig ergaben sich Torchancen. In der 33. Minute kam Mervin Kalac nach idealem Pass in die Tiefe an den Ball. Sein Abschluss wurde von Volders-Schlussmann Cutic pariert.  Kurz danach wurde ein Torschuss von Scholl im letzten Moment abgefälscht. In der 42. Minute zündete Dionis Ramaj den Turbo, bediente Kalac ideal, doch dessen Volleyabschluss ging ebenfalls knapp vorbei. Auf der anderen Seite versuchte es der aufgerückte Innenverteidiger Ortner aus der Distanz - der Ball landete auf der Tribüne. Im direkten Gegenzug hatten die Wackerianer den Torjubel auf den Lippen. Nach einem Heber von Rami Tekir versenkte Alex Olivieri den Ball sehenswert im langen Eck - leider Abseits.

Mit dem Erwachen der Wackerfans auf der Tribüne wurde auch das Spiel zu Beginn der zweiten Hälfte munterer. Die Wackerianer spielten endlich schneller und auch der Gegner stand nicht mehr völlig eingeigelt rund um den eigenen Strafraum. Scholl zeigte mit einem gut angetragenen Freistoß, der knapp vorbei ging, den ersten Torschuss der zweiten Halbzeit. In der 52. Minute setzte Tekir Enrico Schubert auf der Außenbahn ein, der in den Strafraum zog und aufs lange Eck schoss. Cutic konnte den Ball gerade noch um die Stange lenken. Volders lauerte auf Konter über seinen eingewechselten schnellen Stürmer Ayckbourne, der in der 58. Minute auch seinen Torriecher bewies. Nach schwerem Fehler von Lacazette war der Stürmer auf und davon und netzte zum 0:2 ein. Nun wurden die Angriffe der Schwarz-Grünen wütender. Nach einem Vorstoß von Asante, tanzte Tekir im Strafraum einen Gegenspieler aus, setzte seinen Schuss aber an die Stange. Nun kamen die Wackerianer im Minutentakt vor das gegnerische Tor. Immer wieder versuchte sich vor allem Tekir am Abschluss, doch der Ball ging nicht rein. Im Gegenteil, nach einem weiteren erfolglosen Angriff der Schwarz-Grünen wurde Ayckbourne steil geschickt, der FCW-Tormann Simon Berger abermals keine Chance ließ.

Spieldaten:
Hypo Tirol Liga, 11. Runde
FC Wacker Innsbruck - FC Raika Volders 0:3 (0:1)
Sonntag, 02.10.2022, 14.00 Uhr
Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Andreas Staudinger
940 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck: Berger, Olivieri, Petutschnig, Scholl, Lacazette, Kalac (64. Koni), Schwab (75. Sehic), Ramaj, Schubert (57. Tasci), Asante, Tekir 

FC Raika Volders: Cutic, Ortner, Greil (46. Ayckbourne, 91. Jäger), Mössmer, Egger, E. Hochmuth, Triendl (72. Ribeiro), Haller (46. Noggler), Stupac, D. Hochmuth, Braconi (82. Wessiak)

Torfolge: 0:1 Triendl (11.), 0:2 Ayckbourne (59.), 0:3 Ayckbourne (84.)

Gelbe Karten: Tekir bzw. Stupac, Triendl, E. Hochmuth

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