Drei Runden vor Schluss greift der FC Wacker Innsbruck aktiv in den Titelkampf ein. Sowohl die SV Ried als auch Austria Klagenfurt müssen noch gegen den Tiroler Traditionsverein antreten. Den Anfang macht am Freitag die Begegnung in Ried, wo schon eine Vorentscheidung fallen könnte.

Duell der Schwarz-Grünen

Wer hätte gedacht, dass das heurige Aufstiegsrennen noch so spannend werden würde und ausgerechnet der FC Wacker Innsbruck das Zünglein an der Waage wird? Die Verantwortlichen der SV Ried kämpften mit harten Bandagen um den Restart der HPYBET 2. Liga. Man wollte sich den sichergeglaubten Aufstieg in die Bundesliga nicht von einer Pandemie nehmen lassen. Wer konnte es den Innviertlern verdenken, immerhin lag man mit satten acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Sektkorken knallen und die Aufstiegsfeier beginnen konnte. Doch es kam gänzlich anders: Der wirtschaftliche Druck des "aufsteigen müssens" erfasste das Team von Trainer Gerald Baumgartner. In den acht Spielen seit Wiederanpfiff der Liga gelangen nur zwei Siege. Der Vorsprung schmolz folgerichtig schneller als die Gletscher im Hochsommer und schließlich überholte Aufstiegskonkurrent Austria Klagenfurt den großen Titelfavoriten und liegt nun, drei Spiele vor Schluss, drei Punkte vor Ried. Mit anderen Worten, die Innviertler müssen wohl alle ausstehenden Partien für sich entscheiden, um am Ende doch noch die Chance auf den Aufstieg zu haben.  

Diesen Druck hat das junge Team des FC Wacker Innsbruck nicht. Man kann sich einzig und allein auf sich und seine Leistung konzentrieren. Dies gelang bisher auch recht gut, denn die Wackerianer übertreffen sämtliche Erwartungen und können sich im oberen Tabellenviertel behaupten. Mit seinem temporeichen und frechen Spiel gehört der FCW zu jenen Teams, die sich die meisten Chancen der Liga herausspielen. Leider mangelt es an der Effizienz vor dem Tor. Was aber nichts daran ändert, dass man jeden Gegner unter Druck setzen kann. Das gelang auch in der ersten Begegnung mit der SV Ried im Herbst. Damals ging man durch ein Tor von Murat Satin früh in Führung, ehe die Innviertler das Spiel drehten. Atsushi Zaizen erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den 2:2-Pausenstand. In der zweiten Hälfte kam es zu einem offenen Schlagabtausch, in dem beide Teams gute Chancen vorfanden. Ein Überraschungssieg der blutjungen Wacker-Elf lag in der Luft, doch die Entscheidung fiel schließlich aus einem Konter kurz vor Schluss, den Ried-Goalgetter Grüll zum Siegtor nutzte. Man darf sich also auf ein weiteres heißes schwarz-grünes Duell freuen, das aufgrund der Ausgangslage große Spannung verspricht. Leider wird FCW-Kapitän Lukas Hupfauf nicht mit von der Partie sein, er muss seine Gelbsperre absitzen.

Die Stimmen vor dem Spiel:

 

Thomas Grumser:

„Die Auswärtsfahrt am Dienstag war zwar sehr lang, aber wichtig waren die drei Punkte, vor allem für den Kopf. Morgen starten wir um 9:00 Uhr, haben in Ried noch ein kurzes Training, danach geht es ins Tageszimmer und am Abend zum Spiel. Es ist für uns alle lässig, wenn es noch um etwas geht (Anm. Titelrennen), wir wollen aber unabhängig vom Gegner immer alles abrufen. Ried war vor Corona sehr stark, danach kam eine Unserie, das ist dann immer schwer für den Kopf. Sie waren zuletzt vor dem Tor oft zu wenig konsequent und hinten anfällig, haben aber zweifelsohne sehr viel Qualität in der Mannschaft. Ried und Klagenfurt grundsätzlich zu vergleichen ist schwer, da sie von der Spielanlage sehr unterschiedlich sind, klar ist aber auch, dass Klagenfurt derzeit das Momentum auf ihrer Seite hat. Im Hinspiel waren wir mit Ried auf Augenhöhe und haben es sehr gut gemacht – am Ende dann aber leider in der 90. Minute uns das 2:3 mehr oder weniger selbst geschossen. Wir müssen morgen die Intensität annehmen und werden gute Lösungen benötigen. Hupfi (Anm. Lukas Hupfauf) gilt es gelbgesperrt zu ersetzen, Robert Martic hat im letzten Spiel einen Schlag abbekommen und ist noch fraglich. Grundsätzlich wollen wir aber wieder zwei bis drei frische Kräfte bringen.“

Felix Köchl:

„Es waren in den letzten Wochen sehr viele Spiele mit vielen englischen Runden, wir sind aber eine fitte Mannschaft, haben die Partien gut weggesteckt und sind bereit in den letzten drei Runden nochmal alles rauszuhauen. Natürlich wollen wir auch irgendwo Revanche nehmen für die bittere Niederlage vom Herbst. Wenn wir im Spielplan drinbleiben und unsere Tore machen werden wir das auch schaffen und das Spiel gewinnen. Wir wissen auch, dass Ried eine sehr gute Mannschaft ist und wir 100% benötigen, um dort etwas mitzunehmen. Was das Aufstiegsrennen angeht bin ich der Meinung, dass derjenige der aufsteigt auch am Ende verdient aufsteigt. Für uns Spieler spielt es aber keine Rolle wer es ist, wir werden auch im nächsten alles geben müssen, um zu bestehen.“

Spieldaten:
HPYBET 2. Liga, 28. Runde
SV Guntamatic Ried - FC Wacker Innsbruck
Freitag, 17.07.2020, 20.25 Uhr
josko Arena
Schiedsrichter: Markus Hameter


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