Nach der Aufregung rund um die Causa KSV 1919 geht es für den FC Wacker Innsbruck endlich wieder aufs Spielfeld. Dort empfängt man im Tivoli Stadion Tirol die Young Violets, die sich zu einer wahren Spitzenmannschaft gemausert haben.

Offener Schlagabtausch?

Die Saison begann für die Jungveilchen gar nicht gut. Es setzte gleich sechs Niederlagen in Folge, ehe man ausgerechnet gegen Aufstiegsfavorit Ried den ersten Punkt ergatterte. In der Folge ging es ergebnistechnisch auf und ab, was die Austrianer auf Platz 13 - knapp vor der Abstiegszone - überwintern ließ. Im Frühjahr stieg die Truppe von Trainer Harald Suchard aber wie der sprichwörtliche Phönix aus der Asche. Fünf Punkte holte man in den ersten drei Partien, als Covid-19 den Lauf stoppte. Doch Aufhalten konnte die Pandemie die Young Violets nicht, denn seit dem Restart geht der Erfolgslauf weiter. Die Wiener sind im Jahr 2020 das zweitbeste Team der Liga - noch vor Tabellenführer Klagenfurt und erst recht weit vor Ried. Lediglich Liefering hat etwas mehr Punkte in dieser Zeit eingefahren. Einzig gegen Vorwärts Steyr hatten die Violetten bisher das Nachsehen. Der Lohn für diesen Erfolgslauf ist aktuell Platz 6 und aufgrund eines Spiels mehr (FCW-Nachtrag gegen KSV am kommenden Dienstag) ist man gar in Schlagdistanz zum Tiroler Traditionsverein.

Dieser will den Platz im oberen Tabellendrittel aber natürlich nicht kampflos räumen. Auch wenn dies Spiel eins nach dem Abgang von Matthäus Taferner ist. Diese Situation ist der jungen Truppe von Trainer Thomas Grumser wahrlich nicht fremd. Schließlich war Taferner beim ersten Aufeinandertreffen in der 11. Runde noch in Dresden. An dieses Aufeinandertreffen erinnern sich die Wackerianer noch gerne. Es war eine sehr intensive und knappe Begegnung in Wien, die man schließlich durch Tore von Alexander Joppich und Atsushi Zaizen mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Beide Teams haben eine sehr ähnliche Spielanlage und sind offensiv ausgerichtet. Man darf also neuerlich ein sehr attraktives und vor allem intensives Spiel erwarten, in dem sich beide Mannschaften wohl einen offenen Schlagabtausch liefern werden. Die unfreiwillige Spielpause hat den Wackerianern jedenfalls gut getan. Die "Akkus" konnten aufgeladen werden und so manche Blessur ist abgeklungen. Nun freut man sich bei den Schwarz-Grünen auf diese Bewährungsprobe.

Die Stimmen:

Thomas Grumser:

Wir erwarten morgen eine spielstarke Mannschaft mit viel Struktur, die in den letzten Runden des Öfteren das Momentum auf ihrer Seite gehabt hat. Sie haben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten im Herbst stabilisiert und haben dort im Frühling weitergemacht. Sie wollen Fußball spielen, wir wollen Fußball spielen – für die Zuschauer könnte es eine spannende Partie geben. Bis auf unsere langzeitausfälle sind bei uns alle mit an Bord. Nach den Vorfällen in Kapfenberg ging es uns darum die Spieler zu schützen, der Verein hat darauf reagiert und nun liegt es an der Bundesliga das Ganze zu prüfen.“

Stefan Meusburger:

„Das letzte Spiel habe ich mit einem „Zwickerl“ leider verpasst – nun bin ich wieder fit, habe auch keine Sperren mehr zu befürchten und bin für morgen voll einsatzbereit. Gegen Kapfenberg hatten wir einfach kein gutes Gefühl dorthin zu reisen, bei den Violets habe ich keine Bedenken. Sie haben keine positiven Tests gemeldet und somit bin ich auch überzeugt, dass dem so ist. Der dritte Platz bleibt unser Ziel, wir wollen immer das Maximum herausholen und gehen immer auf Sieg. Es ist nebenbei cool, dass wir gegen beide Titelanwärter noch spielen. Am Besten gewinnen wir gegen beide, dann haben wir unsere Aufgabe erfüllt!“



Spieldaten:
HPYBET 2. Liga, 27. Runde
FC Wacker Innsbruck - Young Violets Austria Wien
Freitag, 10.07.2020, 18.30 Uhr
Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Felix Ouschan

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