Im Rahmen der 22. Runde gastierte der FC Blau Weiß Linz im Innsbrucker Tivoli Stadion Tirol. Nach dem Corona-Lockdown und der kürzlich erfolgten Wiederaufnahme der Liga musste der FC Wacker Innsbruck erstmals mit einem Geisterspiel in der heimischen Arena fertig werden. Auftrieb sollte jedenfalls der Last-Minute-Sieg in der letzten Runde gegen Amstetten nach 0:2-Rückstand (Endstand 3:2) geben.

Auch wenn das Ambiente gespenstisch war, die Leistung der Schwarz-Grünen war es nicht...

Trainer Thomas Grumser konnte seine zuletzt gelbgesperrten Stammspieler Lukas Hupfauf und Stefan Meusburger wieder zum Einsatz bringen. Sie ersetzten Felix Köchl und Thomas Kofler in der Verteidigung. Im Sturm schaffte Sunday Faleye den Sprung in die Startelf. Für ihn musste Markus Wallner auf die Bank.

 

Zaizen nach Dauerdruck mit dem Führungstreffer

 In der 2. Minute setzte der FC Wacker Innsbruck bereits das erste Ausrufezeichen. Murat Satin stürmte Richtung gegnerisches Tor und wurde von Tursch gelegt. Den dafür verhängten Freistoß aus 25 Metern führte der Gefoulte selbst aus, Linz-Torhüter Schmid konnte das Spielgerät erst im Nachfassen sichern. Zwei Minuten später machten sich die Gäste erstmals bemerkbar, Brandner setzte einen Weitschuss neben den rechten Pfosten. 60 Sekunden später fand Sunday Faleye eine Topchance vor, scheiterte aber aus kurzer Distanz am Torhüter. Nach einer doch recht ereignisreichen Anfangsphase kehrte nun etwas mehr Ruhe ein. Beide Mannschaften versuchten sich mit längeren Ballstafetten in den gegnerischen Strafraum zu kombinieren, das Geschehen verlagerte sich etwas mehr ins Mittelfeld. Minute 12 brachte dann wieder eine große Chance: Matthäus Taferner bekam den Ball von Alexander Joppich in den Lauf serviert, kam jedoch am letzten Defensivspieler der Gäste nicht vorbei.

Die nächsten Minuten waren geprägt von schwarz-grünen Angriffsbemühungen, allerdings gelang es der Heimelf nicht, den entscheidenen Pass in die Mitte anzubringen. Auch die nächste Offensiv-Aktion kam von der Grumser-Elf. Nach einem Vorstoß von Taferner kam der Ball über Santin zu Gallé, dessen Schuss aber geblockt wurde. In der Defensive wirkte Wacker Innsbruck nun etwas sicherer, die Zuordnung in der Hintermannschaft war besser als zu Beginn des Spiels. So wurden die Flankenversuche von Meusburger und Behounek allesamt abgeräumt. Die Chance des Spieles dann in der 25. Minute: Taferner legte aus dem Zentrum nach links ab zu Alexander Joppich, sein Schuss wurde geblockt und der anschließende Kopfball von Raphael Gallé fand den Weg ins Tor leider auch nicht. Im Gegenzug wurde es im Innsbrucker Strafraum aber ebenfalls brenzlig, Schubert köpfelte nach Tursch-Flanke knapp über das Tor.

Einem Tor wieder recht nahe kamen die Innsbrucker wieder in der 31. Minute. Nach einem guten Gallé-Zuspiel von rechts schloss Sunday Faleye ab, konnte damit Schmid aber nicht bezwingen. Nach 34. Minuten blieb einem der Torschrei (Wem eigentlich?) im Halse stecken. Eine herrliche Aktion über mehrere Stationen landete bei Matthäus Taferner, wieder war ein Linzer Bein im Weg. Wacker blieb weiter am Drücker, in der 40. Minute scheiterte Murat Satin mit einem Weitschuss an Torhüter Schmid. In der 42. Minute belohnten sich die Innsbrucker dann endlich für ihre gute Leistung: Nach einer Flanke von links nahm sich Atsushi Zaizen mustergültig den Ball mit der Brust herunter und knallte das Leder ins rechte Eck.

Satin macht mit Elfmeter-Treffer den Deckel drauf

Trainer Thomas Grumser brachte zur Pause zwei frische Kräfte. Für den Torschützen Atshushi Zaizen kam Elvin Ibrsimovic ins Spiel, Raphael Gallé wurde durch Felix Mandl ersetzt. Wacker zeigte sich im Defensivverhalten weiter kompakt und trug ihre Gegenstöße in hohem Tempo über mehrere Stationen vor. Allerdings zeigten sich die Linzer in der Anfangsphase verbessert und versuchten nun ihrerseits, Offensiv-Akzente zu setzen. In der 54. Minute tauchten die Grumser-Mannen über die rechte Seite auf. Felix Mandl legte mustergültig in die Mitte ab zu Satin, dem der Ball aber über den Rist rutschte. - Das hätte eigentlich das 2:0 sein müssen! In der 59. Minute tankte sich Faleye gut über die linke Seite durch, sein scharfes Zuspiel auf Ibrisimovic konnte selbiger leider nicht bändigen. Doch Wacker war nun nach leichten Startschwierigkeiten in Hälfte zwei angekommen. Kurz darauf musste allerdings Alexander Joppich bei einer scharfen Hereingabe von der linken Seite vollen Einsatz zeigen, um den Ball aus dem Gefahrenbereich zu bugsieren.

 In der 67. Minute fällte Felix Mandl seinen Gegenspieler praktisch an der Strafraumgrenze. Philipp Malicsek konnte das Geschenk aber nicht annehmen und knallte den Freistoß in die Innsbrucker Mauer. Zwei Minuten später kam Faleye völlig unbedrängt vor dem gegnerischen Gehäuse zum Kopfball, doch sein Timing ließ zu wünschen übrig. - So blieb diese große Chance ungenützt! In der 74. Minute präsentierte sich Stefan Meusburger bei einer Flanke von rechts hellwach und klärte den Ball ins Torout.

Das Spiel war in dieser Phase nun hart umkämpft, zahlreiche Privatduelle und Fouls prägten das Geschehen am Grün. In der 78. Minute wurde Ibrisimovic nach einem weiten Ball geschupft und der Angreifer ging zu Boden. Murat Satin trat an und scheiterte am Torhüter. Allerdings wurde der Penalty wiederholt, Satin blieb cool und verwandelte den zweiten Versuch. Die Messe war nun offensichtlich gelesen, Grumser brachte Markus Wallner und Robert Martic für Satin und Taferner (83.). Das Spiel war nun recht zerfahren, Konstruktives war nicht zu sehen. Wacker Innsbruck verwaltete das Ergebnis, es blieb bei einem verdienten 2:0-Sieg für den FC Wacker Innsbruck.

Für Alexander Joppich war das Spiel übgrigens kurz vor dem Schlusspfiff bereits zu Ende, da er mit Gelb-Rot vom Platz flog.

 

HPYBET 2. Liga, 22. Runde
FC Wacker Innsbruck - FC Blau Weiß Linz 2:0 (1:0)
Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichter: Felix Ouschan

FC Wacker Innsbruck:
Eckmayer - Joppich, Behounek, Meusburger, Hupfauf - Gallé (46. Mandl), Conté, Satin (83. Martic) - Faleye, Zaizen (46. Ibrismovic), Taferner (83. Wallner)

FC Blau Weiß Linz:
Schmid - Edokpolor, Mitrovic, Kreuzriegler, Gasperlmaier (89. Beslagic) - Filip (73. P. Ablinger), Pomer (83. Amadu), Brandner, Malicsek (89. M. Ablinger), Tursch - Schubert

Tore: 42. Zaizen, 80. Satin (Elfmeter)

Gelbe Karten: 37. Joppich, 76. Ibrisimovic, 82. Taferner, 93. Martic; 6. Tursch, 14. Pomer, 32. Edokpolor, 38. Malicsek, 95. Schubert

Gelb-Rot: 94. Joppich

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