Seit 2001 mussten die Fans des FC Wacker Innsbruck warten, um ihre Mannschaft wieder in einem Cup-Semifinale anfeuern zu können. Der Tiroler Traditionsverein traf auswärts vor über 1400 mitgereisten Schwarz-Grünen auf Austria Lustenau. 

Umstrittener Elfer bringt Heimteam in Front

Die Innsbrucker liefen mit der exakt selben Startaufstellung wie beim 4:0-Sieg gegen Dornbirn am letzten Sonntag auf. Das Spiel begann von beiden Seiten sehr engagiert, wobei die Vorarlberger die erste Chance in der dritten Minute hatten, doch Stefan Meusburger klärte souverän. In der Anfangsphase klappte das Umschaltspiel der Hausherren besser, daher entwickelten sich immer wieder kritische Situationen im wackeren Strafraum. 

Doch in der 11. Minute hatte Wacker Innsbruck die erste gute Chance des Spiels. Murat Satin spielte einen idealen Diagonalpass auf Lukas Hupfauf, der Matthäus Taferner in der Box bediente. Den Abschluss des Youngsters konnte Lustenau-Schlussman Schierl gerade noch parieren. Astushi Zaizen kam zum Nachschuss, der an die Außenstange klatschte. Nach dieser Top-Chance kamen die Schwarz-Grünen besser in die Partie.
Mit hohem Tempo und viel Emotion versuchten beide Teams in weiterer Folge schnell das Mittelfeld zu überbrücken. Nach einer halben Stunde trat Mayer zu einem Freistoß aus gut 30 Metern an und versuchte es direkt. FCW-Torhüter Lukas Wedl hatte aber kein Problem mit diesem Abschluss. Auf der anderen Seite führte Matthäus Taferner sieben Minuten vor dem Pausenpfiff einen Freistoß aus. In der Mitte schraubte sich Sefik Abali im gegnerischen Strafraum hoch und brachte den Ball per Kopf aufs Tor. Schierl konnte diesen Abschluss aber entschärfen. Kurz darauf wurde Ranacher steil in den FCW-Strafraum geschickt. FCW-Kapitän Lukas Hupfauf spielte im Zweikampf zwar den Ball, doch Schiedsrichter Muckenhammer entschied auf Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte Ronivaldo sicher.

FCW dominiert, Lustenau triumphiert

In der Pause reagierte Trainer Thomas Grumser auf den Rückstand und brachte Alexander Gründler für Markus Wallner. Die Gastgeber zogen sich nun etwas zurück und verlegten sich auf Konter. Die Innsbrucker, durch grandiosem Support von den Rängen unterstützt, drückten Richtung Lustenau-Strafraum. Die finalen Pässe fielen aber zunächst zu ungenau aus. So verlegte man sich vorerst auf Weitschüsse (47. Taferner, 50. Zaizen, 55. Satin).
Der Druck der Schwarz-Grünen wurde immer größer und auch die Standards häuften sich. Die Wackerianer dominierten das Spiel. In der 59. Minute versuchte sich Gründler mit einem Drehschuss, doch Schierl verhinderte den Ausgleich mit einer Glanzparade. Lustenau kam kaum mehr in die wackere Hälfte und verlegte sich auf das Zerstören des wackeren Spiels. In den letzten zwanzig Minuten warfen die Innsbrucker alles nach vorne, doch das Tor wollte einfach nicht gelingen. Zehn Minuten vor Schluss brachte Trainer Grumser mit Ertugrul Yildirim seinen Cup-Joker, der schon in St.Pölten das Team in die Verlängerung schoss. Lustenau kam gelegentlich zu gefährlichen Kontern, fand aber an Wedl kein Vorbeikommen. In der Schlussphase gab Sunday Faleye scharf zur Mitte, ein Lustenauer Fuß fälschte den Ball ab, doch Schierl war wieder auf dem Posten. Kurz darauf versuchte sich Satin mit einem Freistoß aus gut 35 Metern - wieder hielt Schierl seinen Kasten sauber. Die letzte Chance des Spiels hatten ebenfalls die Wackerianer. In der fünften Minute der Nachspielzeit hämmerte abermals Satin einen weiteren Freistoß aufs Tor, doch wieder konnte Schierl nicht bezwungen werden. So verabschiedete sich der FCW trotz starker Leistung aus dem ÖFB Cup. 

Semifinale Uniqua ÖFB Cup
SC Austria Lustenau - FC Wacker Innsbruck 1:0 (1:0)
Planet Pure Stadion
Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer
5.500 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck:
Wedl - Hupfauf, Abali, Meusburger, Joppich - Satin, Conté (80. Yildirim), Taferner, - Faleye, Zaizen, Wallner (46. Gründler)

 

SC Austria Lustenau:
Schierl - Lageder, Feyrer, Schilling, Stumberger - Grabher (76. Steinwender), Tiefenbach - Ranacher, Freitag, Mayer (70. Wallace) - Ronivaldo (83. Reyes)

Tore:
43. Ronivaldo

Gelbe Karten:
20. Ronivaldo, 20. Faleye , 30. Taferner, 30. Mayer, 35. Freitag, 43. Hupfauf, 65. Gründler, 86. Wallace, 88. Schierl, 95. Schilling

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