Nachdem die tolle Serie (fünf Spiele ohne Niederlage) im Duell gegen St. Pölten in der letzten Runde gerissen war, wollte der FC Wacker Innsbruck zu Hause gegen den SK Rapid wieder Zählbares mitnehmen.

Der Tiroler Traditionsverein wollte auch die Scharte der Auftaktniederlage, als man trotz Führung und als zumindest ebenbürtige Mannschaft mit einer Niederlage die Heimreise antreten musste, ausmerzen. Der Rekordmeister aus der Bundeshauptstadt blieb im bisherigen Saisonverlauf klar unter den Erwartungen und so kam es diesmal zum Duell Achter (Rapid) gegen Zehnter (Innsbruck).

Nach einer tollen Leistung musste der FC Wacker Innsbruck mit einem Last-Minute-Treffer von Berisha eine bittere Niederlage hinnehmen.

Offener Schlagabtausch endet zur Pause torlos

Zlatko Dedic stand den Schwarz-Grünen nach seiner Mandl-Entzündung wieder zur Verfügung. Dafür fehlten weiterhin die verletzten Stefan Rakowitz und Roman Kerschbaum. Statt Meusburger und Freitag rückten diesmal Baumgartner und Henning in die Startelf. Die Gäste konnten mit einem Sieg am Donnerstag in der Europa League etwas Selbstvertrauen tanken.

Mit Anstoß für Wacker Innsbruck ging es in dieses traditionsreiche Duell. In der 3. Minute tauchten die Gäste erstmals im Innsbrucker Strafraum auf. Knasmüllers Schussversuch aus sieben Metern nach Müldur-Zuspiel konnte von der wackeren Hintermannschaft geblockt werden. Im Gegenzug stürmte Dieng in den gegnerischen Strafraum, sein Zuspiel zur Mitte konnte von Müldür ebenfalls entschärft werden. Minute Acht brachte einen Angriff von Hupfauf über die rechte Seite, der jedoch den Pass zur Mitte nicht anbringen konnte. Wacker gelang es nun besser, den Anfangselan der Rapidler, die sich zuvor mit hohem Tempo durch die Reihen der Innsbrucker kombiniert hatten, etwas zu bremsen. Nach Zuspiel von Dedic nahm Henning aus der Distanz Maß, sein Versuch fiel aber zu schwach aus. Nach einem Ballgewinn von Dedic schickte der Stürmer Dieng, der den Ball von rechts nicht ins Zentrum bringen konnte. Beim folgenden Eckball kam Vallci zum Kopfball, der aber zu hoch ausfiel.

Wacker Innsbruck konnte das Spiel nun offen gestalten. Dies zeigte sich zum Beispiel in der 18. Minute, als Dedic in den Strafraum stürmte, sich den Ball leider einen Tick zu weit vorlegte. Zwei Minuten später hatte Rapid einen Freistoß aus 25 Metern, den Rapid-Kapitän Schwab über die Querlatte setzte. In der 24. Minute marschierte Dieng über die rechte Seite durch und narrte seinen Gegenspieler. Sein Zuspiel landete bei Harrer, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde. Dieser Eckball, von Durmus vollstreckt, führte zur ersten Großchance für die Schwarz-Grünen. Strebinger musste beim Maak-Kopfball seine ganze Kunst aufbieten, um diesen aus dem Eck zu fischen. In der 28. Minute musste die Daxbacher Elf aber gleich zwei Mal Glücksgöttin Fortuna bemühen, um nicht in Rückstand zu geraten. Zunächst  klatschte ein Schwab-Kopfball vom rechten Pfosten zurück ins Feld, der zweite Versuch von Schwab strich denkbar knapp am linken Pfosten von Knett vorbei.

In den folgenden Minuten kam es wieder zu einer spielerischen Patt-Stellung. In der 35. Minute ließ Dedic einen Ball kurz nach vorne abprallen, um anschließend in den Sprint zu gehen, den er dann gegen Strebinger verlor. In der 39. Minute dann eine Doppel-Chance auf die Führung: Dieng marschierte in die Box, Hennings Schuss wurde geblockt und auch der Nachschuss von Durmus landete in den Beinen der Abwehr. Keine 60 Sekunden später kam Durmurs aus elf Metern, nach Dieng-Querpass, zum Abschluss, jagte diesen aber hoch über die Querlatte. Eine Innsbrucker Führung wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen. Wacker Innsbruck versuchte weiter munter nach vorne zu spielen, nach 60 Sekunden Nachspielzeit ging es in die Pause.

Wacker Innsbruck spielt, Rapid trifft in der Nachspielzeit

Die beiden Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. In den Anfangsminuten nahm das Spiel nur schwer Fahrt auf. In der 48. Minute stand Baumgartner nach einer Bolingoli-Flanke in den Strafraum goldrichtig und entschärfte diese. In der 53. Minute konnte sich Knett bei einem Murg-Schuss auszeichnen. Maranda versuchte es drei Minute später mit einem Kopfball, der über das Tor ging. Die Hausherren spielten weiter einen gepflegten Fußball. Sonnleitner entschärfte in der 58. Minute eine Durmus-Flanke ins Seitenout. Nach dem folgenden Eckball stieg Maak am höchsten, sein Kopfball verfehlte abermals das Ziel.

Wacker Innsbruck war weiter gefährlich. In der 62. Minute flankte Durmus ins Zentrum, der Ball war aber leider etwas zu hoch für den einschussbereiten Dieng. In der 63. Minute hielt Sonnleitner den durchbrechenden Dedic zurück, der bereits gelb-vorbelastete Innenverteidiger wollte den Foulpfiff nicht wahrhaben und ging in ein Wortduell mit Schiedsrichter Eisner und hatte Glück, nicht vom Platz zu fliegen. Im Anschluss versuchte es Vallci mit einem Fernschuss, der am rechten Eck vorbeiging. Nach einem Konter über Durmus bediente der Offensivspieler mustergültig Henning, der ebenfalls am rechten Eck vorbeischoss. Das Spiel wurde hektischer, das Innsbrucker Publikum gab mehrmals zu verstehen, dass es mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Eisner nicht einverstanden war. In der 73. Minute versuchte es wieder Albert Vallci aus der Distanz. Der Aktivposten verfehlte, es wurde aber ohnehin auf Abseits entschieden.

Es ging in die Schluss-Viertelstunde und immer noch stand es torlos. In der 78. Minute klärte Maak einen Querpass ans Außennetz. In der 80. Minute kombinierte sich der FCW schön durch die gegnerische Defensivkette. Das Zuspiel zur Mitte von Henning landete aber beim Gegner. In der 84. Minute konnten die Innsbrucker mit vereinten Kräften eine Angriffs-Aktion der Gäste unterbinden. Eine Minute später nahm Karl Daxbacher seinen ersten Wechsel vor, Eler ersetzte den starken Dedic. Als nächstes verließ Harrer das Spielfeld, für ihn kam Freitag. In der 91. Minute flankte Durmus auf Eler, der den Kopfball nicht entscheidend drücken konnte. Als alle schon mit einer Punkteteilung rechneten traf der eingewechselte Berisha zum 0:1 in der 92. Minute.

Fazit nach 90 Minuten: Was soll man nach so einem Spiel sagen? Wacker Innsbruck wurde von Minute zu Minute besser, traf aber nicht. Rapid setzte in der Nachspielzeit einen Lucky Punch mitten ins Tiroler Herz. Eine völlig unverdiente Niederlage nach einer tollen Leistung. - So bitter kann Fußball sein!

Tipico Bundesliga, 16. Runde
FC Wacker Innsbruck - SK Rapid Wien 0:1 (0:0)
Sonntag, 2.12.2018, 14.30 Uhr
Tivoli Stadion Tirol 
Schiedsrichter: Rene Eisner
Zuschauer: 7.665

FC Wacker Innsbruck:
Knett - Hupfauf, Baumgartner, Maak, Maranda, Vallci - Henning, Durmus, Harrer (89. Freitag) - Dieng, Dedic (85. Eler)

SK Rapid Wien:
Strebinger - Potzmann (38. Auer), Sonnleitner, Müldur, Bolingoli - Schwab, Barac, Martic (61. Ljubicic), Knasmüller, Murg - Ivan (79. Berisha)

Tor: 92. Berisha
Gelbe Karten: 19. Henning, 50. Dieng, 69. Dedic, 73. Vallci; 56. Sonnleitner

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