Es geht wieder los - und wie! Nach vier Jahren in der zweithöchsten Spielklasse fieberte der FC Wacker Innsbruck in der Vorbereitung seinem Comeback in der Österreichischen Bundesliga entgegen. Im Freitagsspiel, der Auftaktbegegnung der Saison 2018/2019, traf man dabei in der neuen Generali-Arena auf den FK Austria Wien. Die Favoritenrolle war dabei ganz klar auf Seiten der Wiener. Trotzdem wollten die Innsbrucker überraschen und Zählbares aus der Bundeshauptstadt mitnehmen.

Leider wurde aber daraus nichts. Nach dem Führungstreffer für die Innsbrucker musste man sich schlussendlich doch noch knapp geschlagen geben ...

Dedic mit Führungstreffer, Grünwald gleicht aus

Bis auf Rückkehrer Patrik Eler, der in zwei bis drei Wochen wieder zur Verfügung stehen könnte, meldete sich der gesamte Kader bei Trainer Daxbacher spielbereit. Von den Neuzugängen schafften es Meusburger, Henning und Durmus in die Startelf. Man durfte auch gespannt sein, wie gut der in der Vorbereitung intensiv geprobte neue taktische Anzug (3-4-3) passen würde.

Mit Anstoß für die Austria ging es in die Saison 2018/19. Die Violetten zeigten sich von Beginn an sehr initiativ und hatten viel Ballbesitz. Die in weiß-schwarz gekleideten Innsbrucker hielten mit viel Einsatz dagegen und warteten auf Konter-Gelegenheiten. So blieb in den Anfangsminuten der Innsbrucker Strafraum verriegelt. Im Angriffsdrittel gelang es den Schwarz-Grünen allerdings noch nicht, gute Pässe an den Mann zu bringen. In der 11. Minute schickte Rakowitz ideal Dedic in die Tiefe, doch die aussichtsreiche Situation wurde nach knappem Abseits zurecht abgepfiffen. Zwei Minuten später fand die Wiener Austria eine Freistoß-Situation aus rund 30 Metern vor, der Ball ging aber klar am linken Pfosten vorbei. In der 15. Minute fanden die Innsbrucker  eine Topchance vor. Nach einem schlechten Abschlag von Pentz landete der Ball über Vallci bei Dedic. Der Slowene nahm kraftvoll knapp außerhalb des Strafraums Maß, Pentz konnte sich auszeichnen. Doch vier Minuten später stand es 1:0 für Wacker Innsbruck. Nach einem Querpass von Rakowitz kam der Ball über einen Gegenspieler zu Dedic, der staubtrocken den Wiener Torhüter überhob! Ein Tor, dass sich eigentlich etwas abzeichnete, die violette Hintermannschaft wirkten in den Minuten zuvor defensiv fehleranfällig. In Minute 22 verhinderte Knett den Ausgleich, als er einen wuchtigen Prokop-Schuss aus 15 Metern über das Tor drehen konnte.

 Die Austria erhöhte nun das Tempo, zwei Eckbälle waren die Folge, die jedoch nichts einbrachten. In der 30. Minute wurde ein Freistoß der Veilchen immer länger und länger und ging am rechten Pfosten vorbei. In dieser Situation prallte Knett gegen die Stange, musste kurz behandelt werden, konnte dann aber weiterspielen. Die Innsbrucker Innenverteidigung leistete weiterhin Großes, hohe Bälle wurden reihenweise entschärft, vor allem Baumgartner war ein Fels in der Brandung. Doch leider hielt die Führung der Gäste nicht bis zur Pause, Grünwald traf in der 38. Minute aus 18 Metern zum Ausgleich ins rechte Eck. In der 41. Minute tauchten die Innsbrucker wieder im gegnerischen Strafraum auf, der Entlastungs-Angriff verebbte jedoch. Danach fanden die Wiener noch zwei weitere Chancen vor. Zunächst rettete Knett gegen Friesenbichler, im Anschluss setzte Prokop aus kurzer Distanz das Leder neben die rechte Stange. Die Wiener hatten nun ein probates Mittel gefunden, um die Innsbrucker Hintermannschaft unter Druck zu setzten und marschierten nun mehr über die Seiten. Die letzte Aktion kam wieder von den Gästen in der Nachspielzeit, Vallci nahm aus großer Distanz Maß, Pentz konnte das Spielgerät nur nach vorne klären. Allerdings war kein Innsbrucker Abnehmer da, um abzustauben.

 Turgeman entscheidet das Spiel, Baumgartner in Nachspielzeit als Tormann

Die beiden Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. An der Spielanlage änderte sich wenig. Die Austria machte weiter das Spiel, die erste gefährliche Situation wurde aber von den Gästen kreiert. Rakowitz spielte den Ball zur Mitte, Dedic kam knapp nicht an den Ball (48.). Auf der Gegenseite setzte sich erstmals Turgeman gegen Meusburger durch, sein Kopfball ging aber klar an der rechten Stange vorbei (50.). Zwei Minuten später machte es der Israeli besser. Nach einem Ballverlust von Henning im Mittelfeld ging es ganz schnell, der Ball kam zu Turgeman, der Knett bezwang (52.). Nun ließ sich die Austria etwas weiter zurückfallen und verstärkte die Defensive. Wacker Innsbruck hatte aber Probleme, den entscheidenden letzten Pass im gegnerischen Angriffsdrittel an den Mann zu bringen. In der 60. Minute kam Vallci nach einer weiten Flanke aus spitzem Winkel zum Schuss, Pentz hielt sicher. Wacker Innsbruck war nun plötzlich spielbestimmend. Trainer Karl Daxbacher reagierte nun auf den Rückstand und brachte mit Freitag für Henning frische Kräfte von der Bank (62.). In der 65. Minute dann eine Doppelchance für die Austria, doch Edomwonyi (Knett parierte) und Turgeman (Meusburger rettete auf der Linie) scheiterten.

Es war nun ein ausgeglichenes Spiel, beide Mannschaften spielten schnell nach vorne, doch beide Abwehrreihen konnten Gröberes verhindern. Karl Daxbacher wollte das Offensivspiel nun intensivieren und brachte mit Gabriele statt Durmus einen neuen Angreifer (72.). Das Spiel hätte die Austria in der 76. Minute entscheiden können, der eben erst ins Spiel gekommene Venuto tanzte durch die Innsbrucker Hintermannschaft, schoss dann aber knapp am linken Pfosten vorbei. Zwölf Minuten vor dem Ende kam es zu einer Trinkpause, denn das Thermometer zeigte immer noch sommerliche 26 Grad an. In der 86. Minute scheiterte Edomwonyi an der Stange, in der 87. Minute gab es Elfmeter für die Hausherren (Meusburger foulte Venuto), Matic trat an und scheiterte an Knett und der Stange. Beim Nachschuss war Venuto im Abseits. In der 89. Minute knickte Knett nach einem Rückpass um und konnte nicht weiterspielen, da das Austauschkontigent bereits erfüllt war musste Baumgartner ins Tor gehen. Dieser hatte allerdings nichts mehr zu tun, es blieb bei einer knappen 1:2-Niederlage.

 Fazit nach 90 Minuten: Wacker Innsbruck hielt von Beginn an mit viel Einsatz dagegen und ging nicht ganz unverdient in Führung. Nach dem Ausgleichstreffer übernahmen die Veilchen das Kommando, der Ausgleich war die Folge. Nach dem Führungstreffer der Austria in Abschnitt zwei konnten die Schwarz-Grünen das Spiel offen gestalten, einige Offensivaktionen scheiterten aber an Ungenauigkeiten im Passspiel. Die Leistung war insgesamt gut, leider reichte es aber nicht zu einem Punktegewinn. Am nächsten Samstag geht es bereits zu Hause weiter, Vizemeister Sturm Graz ist der Gegner.

tipico-Bundesliga, 1. Runde
FK Austria Wien - FC Wacker Innsbruck 2:1 (1:1)
Generali-Arena
Schiedsrichter: Christopher Jäger
Zuschauer: 13.200

FK Austria Wien:
Pentz - Salomon, Igor, Madl, Klein - Grünwald, Ebner, Matic - Prokop (92. Demaku) - Turgeman (71. Venuto), Friesenbichler (61. Edomwonyi)

FC Wacker Innsbruck:
Knett - Baumgartner, Maak, Meusburger - Vallci, Kerschbaum (82. Harrer), Henning (62. Freitag), Schimpelsberger - Durmus (72. Gabriele), Dedic, Rakowitz

Gelbe Karten: 12. Durmus, 72. Kerschbaum

Tore: 38. Grünwald, 52. Turgeman; 19. Dedic

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