GrumserThomas Grumser freut sich auf die Duelle mit Austria Salzburg
Es war 5. Mai 2000, als um kurz nach 21 Uhr der damals 20-jährige Thomas Grumser sich nach einem Eckball aus 20 Meter ein Herz fasste, den vielumjubelten 1:0 Siegtreffer gegen Austria Lustenau erzielte und nach dem Spiel von den Routiniers Michael Baur und Roland Kirchler auf den Schultern zur Nordtribüne getragen wurde. Zehn Jahre und mit einiges an mehr Erfahrung später ist es nun Thomas Grumser, der mit seiner Routine den jungen Spielern beim FC Wacker Innsbruck II auf die Sprünge helfen soll. Wie er das macht und warum er sich auf die Spiele gegen Austria Salzburg in der kommenden Saison freut, erzählt der 30-Jährige im zweiten Teil des Gespräches mit der Online Redaktion.

Online Redaktion: Wie muss man sich deine Rolle als Kapitän beim FC Wacker Innsbruck vorstellen? Wie hilfst du den jungen Spielern weiter?

Grumser: Das fängt bei der täglichen Arbeit im Training, sprich taktische Anweisungen in gewissen Spielsituationen zu vermitteln, an.  Aber auch im privaten Bereich versuche ich den Jungs den Rücken frei zu halten. Ich gehe zum Verein, wenn es Probleme gibt, spreche mit dem Trainerteam. Die Jungs sollen sich eben auf den Fußball und parallel die Schule voll konzentrieren können und der Kopf frei sein. Solche Sachen sind die Hauptaufgaben von mir als Kapitän beim FC Wacker Innsbruck und zusammen mit den Trainern finden wir immer eine Lösung.

Welchen Anteil hat das Trainerteam am Erfolg?

Das ist immer schwer in Prozente auszudrücken, vor allem wenn das gesamte Team in sich funktioniert. Und da meine ich wirklich angefangen von den Personen, die die Verträge ausgehandelt haben bis hin zur medizinischen Abteilung, Zeugwart Sascha Sonnweber, Masseur Enrico Leupold, unserem Organisationsgenie Karin Angermüller, die Fans, die uns immer unterstützen oder ihr von der Online Redaktion, die von allen Spielen ausführlich berichtet. Auch ein Feistmantl Gogo gehört dazu. Den kann man um Mitternacht anrufen  und er würde sich für die zweite Mannschaft Zeit nehmen. Sicherlich hat man als Trainer immer eine Hauptverantwortung, aber Fakt ist, das sind alles Faktoren, die uns als Team so stark machen.

{xtypo_info}Teil eins des Grumser Interviews: Grumser: „Platz zwei wäre in greifbarer Nähe gewesen"{/xtypo_info}

Kannst du das genauer beschreiben?

Jeder zieht an einem Strang und es ist richtig geil, weil sich jeder auf das Training, die Spiele freut. Auch wenn es mal nicht so läuft, werden wir voll unterstützt. Wir merken natürlich, mit welcher Leidenschaft viele ans Werk beim Wacker gehen und das macht uns so stark. Schon in der Tiroler Liga war dieser Spirit vorhanden. Das hat man auch gemerkt. Der Aufstieg wurde irgendwie zum Selbstläufer.

Ist der vierte Platz aus der abgelaufenen Saison wiederholbar?

Wiederholbar ist immer alles, aber wir haben sieben Spieler verloren, die im Frühjahr mehr oder weniger zum Stamm gehört haben und die werden durch neue, junge 16-, 17-Jährige ersetzt. Sprich relative erfahrene Spieler, die jetzt zwei Jahre Männerfußball geatmet haben, werden durch Spieler ersetzt, die nur gegen gleichaltrige Gegner im Nachwuchsbereich gespielt haben. Gerade ein Perstaller Tommy zählte mit seiner Erfahrung aus fünf Jahren Regionalliga absolut zu den Stützen. Dazu kommt, dass die Liga generell stärker werden wird.

Inwiefern stärker?

Die Red Bull Juniors werten die Liga nach ihrem Zwangsabstieg sportlich enorm auf. Dazu kommen die Dornbirner. Von unten wird aller Voraussicht nach ein starker Aufsteiger Union raufkommen. Es gibt also ein weiteres Stadtderby, das die Aufgabe nicht leichter machen wird. Und Austria Salzburg ist aufgestiegen. Alles in allem Namen, die die Liga zumindest um eine Klasse aufwertet.

Stichwort Austria Salzburg. Für Fans beider Lager werden diese Duelle von einer ungeheuren Bedeutung sein. Habt ihr in der Mannschaft schon darüber gesprochen?

Es ist nicht das bestimmende Thema. Aber klar, über Austria Salzburg wurde schon gesprochen. Wir freuen uns unheimlich auf diese Spiele, wissen natürlich um die Brisanz dieses Duells. Für uns ist aber auch wichtig, dass das Sportliche im Vordergrund steht. Es soll keine Plattform für Ausschreitungen sein. Dass eine gesunde Rivalität dazu gehört, passt, belebt den Sport. Jeder weiß, dass sich Schwarz-Grün und Violett nicht verträgt, aber es ist das Westderby, nur auf einer kleineren Bühne.

Wie sind deine Erfahrungen mit den Violetten?

Spiele gegen Austria Salzburg waren schon in meiner FC Tirol-Zeit von besonderer Brisanz geprägt. Im Grunde genommen nur mit Rapid oder Austria Wien vergleichbar. Und Siege zählten damals wie auch in der kommenden Saison irgendwie doppelt.

Danke für das Gespräch

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