Carlos Merino war heute der Schrecken von Salzburg

Zweimal wechselte die Führung im nicht ganz originalen Westderby und Wacker Innsbruck hatte am Ende die Nase mit 3:2 knapp vorne: Unterstützt von zahlreichen mitgereisten Fans, die das Team des FC Wacker Innsbruck wieder und wieder nach vorne trieben, ließ sich Wacker auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte mit einem Doppelschlag zum 3:2-Auswärtssieg den zum Brechen vollen Auswärtssektor endgültig in einen Hexenkessel.

Schwarz-Grüner Paukenschlag zu Beginn

Die Pfeife von Schiedsrichter Dintar war noch kaum verstummt, als der FC Wacker Innsbruck schon den Weg zum Auswärtssieg suchte. Salzburg hatte seine Probleme mit den schnellen Innsbrucker Flügeln: Eine Flanke von Harald Pichler verfehlten Miran Burgic sowie Thomas Bergmann zunächst knapp (5.), besser machten es die Innsbrucker wenige Minuten später: Carlos Merino drehte einen Freistoß gefühlvoll zum Tor, Miran Burgic kam nur knapp zu spät, irritierte Torhüter Gustaffson jedoch soweit, dass dieser nur kurz abwehren konnte. Julius Perstaller stand goldrichtig, sagte Dankeschön und verwandelte mit seinem Treffer zum 0:1 den gut gefüllten Auswärtssektor erst recht in ein Tollhaus (9.).

Salzburg schlägt knallhart zurück

Die Innsbrucker Freude sollte jedoch nicht lange währen: Zunächst vergab Pokrivac einen Sitzer nach Zarate-Vorlage (17.), doch nach einem Leitgeb-Freistoß und Dudic-Köpfler stand es plötzlich wieder unentschieden (19.). Es sollte direkt noch schlimmer kommen: Den wackeren Minutenschlaf in der Mitte von Hälfte eins nutzte der starke Zarate im zweiten Versuch zum 2:1 (24.) - Harald Pichler ließ einen Teigl-Querpass dabei gnädig gewähren. Von der wackeren Anfangsoffensive war im Anschluss nichts mehr zu sehen: Das Heimteam kontrollierte die Partie nach Belieben und ließ in keiner Sekunde mehr Zweifel am aktuellen Kräfteverhältnis am Feld aufkommen. Teigl mit einem Volley-Flachschuss (36.) sowie Pokrivac mit einem Freistoßhammer (43.) ließen sogar noch die Chance auf das 3:1 in der ersten Spielhälfte aus. Wacker Innsbruck hatte der individuellen Klasse der Salzburger Legionärstruppe nichts mehr entgegenzusetzen.

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Wie Phönix aus der Asche

Ohne personelle Änderungen ging es in der zweiten Spielhälfte weiter und auch an der Spielanlage änderte sich nichts: Salzburg ließ hinten nichts anbrennen und setzte die Innsbrucker Gäste weiter unter Druck. Und wieder schlug Wacker völlig aus dem Nichts aus einer Standardsituation gnadenlos zu: Abermals brachte Carlos Merino aus dem rechten Halbfeld eine Freistoßflanke zur Mitte, Julius Perstaller war zur Stelle und nickte zum 2:2 ein (55.). Zwei Minuten später hatte Alexander Hauser sogar die Führung am Schlappen: Völlig frei vorm Tor legte er sich im Duell mit Gustafsson den Ball etwas zu weit vor und traf aus spitzem Winkel nur mehr das Außennetz. Plötzlich wankte der amtierende Meister und wie: Carlos Merino trat unwiderstehlich an, marschierte solo durch die Salzburger Hintermannschaft und schob den Ball Marke „Weltklasse" durch die Beine des Salzburger Schlussmanns zur überraschenden Innsbrucker Führung ein (62.).

Schlussphase ohne weitere Treffer

Salzburg wachte trotz des überraschenden Tiefschlags wieder auf und versuchte, zumindest noch einen Punkt im Westderby in Salzburg zu halten. Bodnar scheiterte mit einem flachen Distanzschuss nur knapp (67.), Alexander Hauser auf der anderen Seite an Goalie Gustafsson (72.). Der heute als Joker eingewechselte Schreter fand bei weiteren schnellen Vorstößen sogar noch Chancen auf das 2:4 vor. Von Salzburg kam am Ende nur noch Schonkost: eine Vielzahl von langen Bälle konnten den FC Wacker Innsbruck an diesem Tag nicht gefährden, auch als Salzburgs Neo-Coach Muniz Abwehrchef Ibrahim Sekagya als Brecher im Sturm brachte, stand Wacker hinten einigermaßen sicher und schaukelte die drei Punkte verdient in die Tiroler Landeshauptstadt. Zahlreiche Salzburger Zuschauer erlebten die Schlussminuten nicht mehr mit - sie hatten das Stadion zu diesem Zeitpunkt bereits enttäuscht verlassen.

Mit einem überraschenden und hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg lässt der FC Wacker Innsbruck seine Fans weiter von einer Europacup-Teilnahme in der nächsten Saison träumen. Wenn Wacker seine altbekannten Tugenden Kampfgeist und Moral gepaart mit einer bisher unbekannten Stärke bei Standardsituationen in die nächsten Partien mitnimmt, ist wohl kein Gegner in der österreichischen Bundesliga mehr außer Reichweite. Ein Sieg gegen die Kapfenberger Falken am kommenden Wochenende könnte Wacker Innsbruck schon in greifbare Nähe eines Tabellenplatzes zur internationalen Qualifikation bringen.


Spieldaten:
Red Bull Salzburg - FC Wacker Innsbruck 2:3 (2:1)
Stadion Wals-Siezenheim, 12100 Zuschauer
Schiedsrichter: Dintar

Red Bull Salzburg: Gustafsson; Bodnar, Dudic (80. Boghossian), Afolabi, Svento; Zarate, Mendes (21. Wallner), Leitgeb, Pokrivac, Teigl; Alan (88. Sekagaya)

FC Wacker Innsbruck: Planer; Harding, Dakovic, Svejnoha, Pichler; Bergmann, Abraham, Merino (83. Bea){jcomments on}, Perstaller (67. Schreter), Hauser (81. Bilgen); Burgic

Torfolge: 0:1 Perstaller (9.), 1:1 Dudic (17.), 2:1 Zarate (24.), 2:2 Perstaller (55.), 2:3 Merino (62.)

Verwarnungen: Perstaller, Pichler, Hauser; Dudic, Schreter

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