Carlos Merino war nur durch Fouls zu stoppen
Nach dem gestrigen negativen Lizenzentscheid des Senats 5 der Österreichischen Bundesliga waren heute die treuen Anhänger des FC Wacker Innsbruck sehr gespannt darauf, ob die Mannschaft von Walter Kogler sich durch die ungesicherte Zukunft verunsichern lassen würde. Dazu kam ein Gegner aufs Tivoli, der den Hausherren am 4. Dezember schon einmal das Fürchten mit einem 1:3 lehrte.

 


Spätes Glück

Die Mannschaft hatte Walter Kogler seit dem legendären Sieg gegen die Bullen aus Salzburg an mehreren Positionen umgebaut. Der Standardtorhüter Pascal Grünwald kam wieder zurück zur Mannschaft und Harald Planer nahm in einer seiner letzten Partien in Schwarz-Grün auf der Bank Platz. Das gleiche Los traf Georg Harding, der dem wiedergenesenen Inaki Bea Jauregi weichen musste. Links ersetzte Alexander Hauser den gesperrten Harald Pichler und für ihn rückte Bülent Bilgen ins linke Mittelfeld.
Allen Vorzeichen entgegen versuchten die Hausherren gleich zu Beginn zu zeigen, wessen Festung das Tivoli Stadion ist. In den Anfangsminuten kamen Spieler im gelben Dress nur ganz selten über die Mittellinie.
In der 15. Minute hatte der Tiroler Traditionsverein die erste große Torchance, Carlos Merino spielte einen idealen Lochpass auf Miran Burgic und dieser zog nur wenige Zentimeter am Tor vorbei. Das Spiel auf der schiefen Ebene ging weiter, zumeist sicherten Svejnoha und Hauser nach hinten bei der Mittellinie ab, das Geschehen fand aber vor dem Kapfenberger Strafraum statt.
Nach einer halben Stunde hatten die Steirer ihre erste Chance in diesem Spiel, als Elsnegg aus gut 25 Metern abzog und weit über das Tor schoss. Zwei Minuten vor Abpfiff der ersten Halbzeit hätte Julius Perstaller sein Torkonto weiter auffetten können, allein kam er direkt vor Tormann Wolf an den Ball, doch der Steirer konnte seinen Schuss abblocken, aber eine Minute später war es soweit: Perstaller marschierte durch die Kapfenberger Abwehr und sein abgefälschter Schuss ging ins lange Eck.

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Viele Chancen aber keine weiteren Tore

Suchten die Steirer in Halbzeit Eins ihr Glück vor allem in der Defensive, so änderte sich dieses Bild zum Beginn der Zweiten grundlegend. Gregoritsch schien seine Mannschaft in der Pause aufgeweckt zu haben und die Steirer leiteten mit Anpfiff eine Drangperiode ein. Da die Kapfenberger nun offensiver agierten, ergab sich die eine oder andere gute Konterchance für den FC Wacker Innsbruck. Vor allem über Carlos Merino und Miran Burgic wurden diese Aktionen eingeleitet.
Nach einer Stunde konnte man eine der wohl schönsten Aktionen des Spiels bewundern: Merino übernahm den Ball bei der Mittellinie, spielte ihn ideal auf den vorstürmenden Burgic, der legte ab auf Abraham und dieser traf aus 20 Metern die Latte. Während Wacker Innsbruck die Partie klar dominierte und auch den Gegner über weite Phasen beherrschte, versuchten die Steirer vor allem über Kampf und Härte die Partie noch zu drehen.
Doch der wackere Beton hielt und damit auch die 1.0 Führung bis zur 93. Minute, als David Sencar beim letzten Angriff das 1:1 erzielte. Schade für die vergebene Revanche.


FC Wacker Innsbruck - Kapfenberger SV 1:0

Tivoli Stadion
Besucher: 7700


FC Wacker Innsbruck: Grünwald - Dakovic, Bea, Svejnoha, Hauser - Abraham - Bergmann (69. Harding), Merino (80. Öbster), Perstaller, Bilgen (53. Schreter) - Burgic

Kapfenberger SV: R. Wolf - Erkinger (78. Gucher), Mavric, Taboga, Welnicki - Stadler (54. Felfernig), Spirk, Sencar, Gollner - Elsneg (61. Tieber) - Hüttenbrenner

Gelbe Karte: 30. Grünwald, 55. Bea; 11. Taboga, 82. Spirk

Tor: 45. Perstaller, 93. Sencar

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