Die Wacker-Damen hatten im Heimspiel gegen Neulengbach mehr als genug Chancen auf einen Punktgewinn. Nun spitzt sich die Situation im Abstiegskampf weiter zu.

Es wollte nicht sein


Nach dem 0:7 bei Sturm Graz präsentierten sich die Wacker-Damen im Heimspiel gegen Neulengbach gänzlich anders. Man war auf Wiedergutmachung aus und startete sehr entschlossen in die Partie. Doch die Niederösterreicherinnen hielten gut dagegen und konnten sich leichte Feldvorteile erspielen, die zur ersten guten Gelegenheit durch Gstöttner in der 12. Minute führte. Ihr Abschluss ging knapp am Tor vorbei. Bei den Wackerianerinnen dauerte es bis zur 22. Minute, ehe man erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte. Nach guter Vorarbeit von Charleen Niesler hatte Miriam Hochmuth die Großchance auf die Führung, brachte den Ball aber nicht ins Tor. Kurz danach prüfte Niesler mit ihrem Abschluss im Strafraum Neulenbachs Torfrau Krammer, die sich auszeichnen konnte. Auf der anderen Seite machten es die Gäste besser. Nach einer Standardsituation war Grabner zur Stelle und brachte Neulengbach in Führung (30.). Die Niederösterreicherinnen blieben spielbestimmend. Der Rückstand zeigte bei den Gastgeberinnen Wirkung. Kurz vor Ende der Halbzeit gelang trotzdem eine gute Kombination, doch wieder fand der Abschluss nicht den Weg ins Ziel. 

Die Pausenansprache verfehlte bei den Schwarz-Grünen offensichtlich nicht ihre Wirkung, denn von Beginn an zeigte man sich wesentlich aggressiver und dominanter. Die Wackerianerinnen pressten nun höher an und setzten ihre Gegnerinnen gehörig unter Druck. In der 48. Minute setzte Samantha Savoy mit guter Vorarbeit Hochmuth in Szene, die an Krammer scheiterte. Ein Angriff nach dem anderen rollte nun auf das Tor von Neulengbach zu. Diana Lemesova und Sara Ito kurbelten das Offensivspiel an und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten. Doch immer wieder war ein Bein dazwischen. In der Schlussphase warfen die Schwarz-Grünen alles nach vorne. Hochmuth ließ auch ihre dritte Großchance aus und Lemesova hatte in der 85. Minute den Ausgleich auf dem Kopf, doch Krammer konnte mit einer exzellenten Parade den Sieg ihres Teams über die Zeit bringen. Trotz überragender Leistung in der 2. Hälfte blieben die Wackerianerinnen unbelohnt. Ein weiterer Punktgewinn wäre hochverdient gewesen, doch es wollte nicht sein. So wird wohl am kommenden Sonntag beim Spiel in Südburgenland im direkten Duell die Vorentscheidung im Abstiegskrimi fallen. 

Spieldaten:
Planet Pure Frauen Bundesliga, 14. Runde
FC Wacker Innsbruck - Soccercoin USV Neulengbach 0:1 (0:1)
Sonntag, 24.04.2022, 11.00 Uhr
Wiesengasse C
Schiedsrichter: Paul Nisandzic

FC Wacker Innsbruck: Rieder, Mayer, Niesler, Krajinovic, Dengg, Savoy, Hochmuth, Ito, Fuchs (65. Monz), Haaser (85. Wöhry), Lemesova 

Soccercoin USV Neulengbach: Krammer, Pfanner (60 Kittel), Seidl, Brandl, Grabner, Mayrhofer, Bauer, Mittermair, Gstöttner, Felix (62. Edlinger), Reiterer (85. Planer)

Tor: Grabner (30.)

Gelbe Karten: keine 

FCW-Damen II: Turbulente Begenung

In der Future League wollten die Wackerianerinnen den spielstarken Neulengbacherinnen mit schnellem Umschaltspiel aus einer gesicherten Abwehr heraus begegnen. Dies gelang in der Anfangsphase auch sehr gut. Schon in der 5. Minute zog Hanna Wöhry von der Außenbahn zur Mitte und hämmerte den Ball aus 20 Metern ans Aluminium. FCW-Kapitänin Laura Hartlieb stand goldrichtig und schob zur frühen Führung ein. Danach setzte sich aber die Spielstärke von Neulengbach durch. Zwar hielten die Schwarz-Grünen im Spiel gegen den Ball gut dagegen, doch in der 19. Minute gelang Planer der Ausgleich. Die Wacker-Damen lauerten auf ihre Chance im Konterspiel, die sich auch immer wieder ergaben. So war Mitte der ersten Hälfte nach einem schönen Lochpass Wöhry auf und davon. Zur Überraschung aller wurde sie wegen Abseits zurückgepfiffen. Doch kurz danach schickte Emmy Renberg Wöhry erneut in die Tiefe, die ihren Abschluss im Strafraum aber nicht im Tor unterbrachte und dabei mit Torfrau Leitner zusammenstieß. Leitner musste daraufhin durch Krammer ersetzt werden. In der 34. Minute setzten sich die Gäste nach einer Unachtsamkeit auf der rechten Seite durch und die sträflich alleingelassene Planer netzte zum zweiten Mal ein.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es ein Deja-vu bei den Hausherrinnen. Nach einem individuellen Fehler war Herczeg zur Stelle und stellte auf 1:3. Dieses Gegentor kurz nach der Pause war ein Nackenschlag, von dem sich die Wackerianerinnen nur schwer erholten. Und nach einer verletzungsbedingten langen Pause - Planer musste nach Zusammenstoß im Luftzweikampf mit FCW-Torfrau Lea Rieder mit anschließendem harten Aufprall, von der Rettung behandelt und abtransprotiert werden (an dieser Stelle wünschen wir gute Besserung) - verflachte das Spiel etwas. Es dauerte danach einige Minuten, bis die Partie wieder Fahrt aufnahm. Mit der Einwechslung von Annalena Fiedler und Ella Köbberling sollte frischer Wind in die Schlussphase bei den FCW-Damen kommen. Und auch die Emotionen kamen wieder auf den Platz, als ein Foul an einer Wackerianerin nicht gegeben wurde und im direkten Gegenzug Neulengbach auf 1:4 durch Stefancic (92.) erhöhte. Es blieb nicht das einzige Tor in der Nachspielzeit, denn in der 96. Minute verwertete Gumpenberger einen Eckball volley zum 1:5. Den Schlusspunkt setzten allerdings die Wackerianerinnen in Person der eingewechselten Fiedler, die eine Doppelchance zu ihrem ersten Tor im FCW-Trikot nutzte (100.).

Spieldaten
Future League, 14. Runde

FC Wacker Innsbruck II - Soccercoin USV Neulengbach Juniors 2:5 (1:2)
Sonntag, 24.04.2022, 13.15 Uhr
Wiesengasse B
Schiedsrichter: Johannes Dander MSc.

FC Wacker Innsbruck II: L. Rieder, Dabernig, Hartlieb, Hofmann, S. Rieder (72. Fiedler), Renberg, Fritz (80. Köbberling), Wöhry, Riedl, Fasser, Monz 

Soccercoin USV Neulengbach Juniors: Leitner (25. Krammer), Kittel, Planer (67. Gumpenberger), Gausterer, Stefancic, Schieder, Herczeg, Rankovic, Edlinger (69. Gürtler), Bodlak, Kremener 

Torfolge: 1:0 Hartlieb (6.), 1:1 Planer (19.), 1:2 Planer (34.), 1:3 Herczeg (47.), 1:4 Stefancic (92.), 1:5 Gumpenberger (96.), 2:5 Fiedler (100.)

Gelbe Karten: Keine

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