Den Wacker-Damen gelang es als erstes Team in dieser Saison Tore gegen St. Pölten zu erzielen. Trotzdem setzte es gegen den Serienmeister ein Debakel.

Trotz drei Auswärtstoren chancenlos

Das Spiel beim uneingeschränkten Dominator des österreichischen Frauenfußballs begann mit einer kalten Dusche. Trotz der in der Vorbereitung auf das Match angesprochenen Gefährlichkeit bei Standartsituationen und deren Verteidigung, gelang den Wacker-Damen die Umsetzung auf dem Platz nicht. Bereits in der zweiten Minute ging St. Pölten aus einem Eckball in Führung. Acht Minuten später fand ein Freistoß der Favoritinnen den Weg ins Wacker-Gehäuse. Beide Treffer gingen auf das Konto von Ex-Wackerianerin Stefanie Enzinger, die ihrem Ex-Team noch weitere Gegentreffer bescheren sollte. Die erste Torchance der Wackerianerinnen hatte Andrea Glibo, deren Freistoß SKN-Torfrau Abiral gerade noch parieren konnte (15.). In der 18. Minute waren die Wacker-Damen noch näher am Anschlusstreffer. Nach einer schönen Kombination hämmerte Glibo den Ball an die Querlatte. St. Pölten nutzte seine Chancen eiskalt. Nach einem individuellen Fehler in der Wacker-Abwehr war Zagor zur Stelle (3:0). Nina Haaser fand nach dem Anstoß eine gute Einschussmöglichkeit vor, scheiterte aber an der Torfrau. Den direkten Gegenzug schloss Zagor, wieder nach einem individuellen Abwehrfehler, zum 4:0 ab. In dieser Tonart ging es weiter. St. Pölten dominierte nach belieben und beantwortete jede gute Aktion der Wackerianerinnen mit einem Tor. Die folgenden zwei Treffer resultierten aus Pässen in den Rückraum der wackeren Abwehr, die Zver mit ihrem starken Abschluss verwertete. In der 45. Minute zeigten die Wacker-Damen, dass auch sie Fußballspielen können. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte und schnellem Umschaltspiel gelang der Ball zu Glibo, deren Stangelpass Saya Kawasaki zum 6:1 verwertete. 

Die zweite Hälfte war ein Spiegelbild der ersten 45 Minuten. Die Gastgeberinnen nutzten die individuellen Fehler in der Abwehr der Wackerianerinnen zu vier schnellen Toren (Zagor, 2x Zver und Enzinger). Trotzdem gaben sich die Schwarz-Grünen nicht auf und wurden dafür belohnt. Nach guter Balleroberung und schnellem Umschaltspiel gelang der Ball über drei Stationen zu Kanako Fuse, die den zweiten Treffer der Wackerianerinnen markierte. Wie schon in der ersten Halbzeit kassierte man quasi für jedes Aufbäumen die Quittung. Mit wütenden Angriffen agierte St. Pölten und erzielte innerhalb von zehn Minuten vier weitere Treffer. Drei davon gingen auf das Konto von Enzinger. Den Schlusspunkt setzten aber wieder die Gäste aus Innsbruck. Ein langer Pass von Jana Mayer landete bei Glibo, die aus gut 40 Metern St. Pöltens Schlussfrau überhob. Trotz der ersten drei Treffer, die die Niederösterreicherinnen in dieser Saison einstecken mussten, hatten die Wackerianerinnen nicht den Hauch einer Chance und müssen nun diese herbe Niederlage verdauen. 

Spieldaten:
Planet Pure Frauen Bundesliga, 6. Runde
spusu SKN St. Pölten Frauen - FC Wacker Innsbruck Damen 14:3 (6:1)
Samstag, 12.10.2019, 13.30 Uhr
Sport. Zentrum. NÖ
Schiedsrichterin: Nansy Achmed
238 Zuschauer

spusu SKN St. Pölten Frauen: Abiral, Sauer, Balog, Mikolajova (52. Wasser), Meyer (20. Schasching), Biroova, Enzinger, Kurz, Zagor, Zver (60. Brunnthaler), Eder

FC Wacker Innsbruck Damen: Pal, Mayer, Glibo, Dengg, Hochmuth (65. Gmeiner), Gutensohn, Kawasaki, Fuse, Haaser (46. Gstrein), Lukacova, Pittl

Tore: Enzinger (3., 11., 65., 76., 79., 86.), Zagor (21., 23., 48., 82.), Zver (37., 43., 50., 53.) bzw. Kawasaki (45.), Fuse (69.), Glibo (88.)

Verwarnungen: keine bzw. Pittl


FCW-Damen II: Wer die Tore nicht schießt...

Auch in der Future League dominiert St. Pölten nach belieben. Doch zu Beginn des Spiels fanden die Wackerianerinnen hochkarätige Chancen vor. In der dritten Minute war FCW-Stürmerin Antonia Hintner auf und davon und lief alleine auf St. Pöltens Torfrau zu. Den versuchten Heber hielt diese sicher. Drei Minuten später hatte Laura Spinn die Gelegenheit auf den Führungstreffer. Auch sie lief alleine auf das Tor zu, ihr Abschluss ging aber leider knapp vorbei. So bewahrheitete sich auch in diesem Spiel die alte Fußballweisheit "wer die Tore nicht schießt, bekommt sie". Denn mit der ersten Torchance gingen die Gastgeberinnen in Führung (8.). Die Effizienz bei St. Pölten ist beeindruckend, denn auch die zweite Chance wurde eiskalt genutzt (14.). Danach hielten die Wackerianerinnen das Spiel offen. FCW-Schlussfrau Lea Rieder zeichnete sich in der 20 Minute aus und parierte eine Doppelchance der Niederösterreicherinnen. Auf der Gegenseite kam Spinn wieder in aussichtsreiche Position, doch auch diesmal ging der Ball am Tor vorbei. Besser machte es St. Pölten, das kurz vor Ende der ersten Halbzeit auf 3:0 erhöhte.  

Zu Beginn der zweiten Hälfte stand die FCW-Torfrau im Mittelpunkt. Zunächst parierte Rieder einen Elfmeter und kurze Zeit später machte sie eine weitere Chance der Gastgeberinnen zunichte. Auf der anderen Seite fand Julia Stor die Chance auf einen wackeren Torerfolg vor, verzog ihren Abschluss aber. Aus einem Konter in der 71. Minute resultierte das 4:0. Kurz darauf zeigten die Wackerianerinnen ihre wahrscheinlich beste Aktion des Spiels. Die Schwarz-Grünen kombinierten über vier Stationen und brachten Spinn in Schussposition, doch auch dieser Abschluss ging am Tor vorbei. Kurz vor Schluss versuchte es Hintner mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der haarscharf vorbei ging. Den Schlusspunkt setzte Nagy, die mit ihrem Treffer zum 5:0 den Endstand fixierte.

Spieldaten:
Future League, 6. Runde
spusu SKN St. Pölten Frauen II - FC Wacker Innsbruck Damen II 6:0 (3:0)
Samstag, 12.10.2019, 15.30 Uhr
Sport. Zentrum. NÖ
Schiedsrichter: Maximilian Friedl
75 Zuschauer

spusu SKN St. Pölten Frauen II: Kresche, Morscher, Mahr, Wasser (46. Schneider), Seidl, Schwarzlmüller (70. Schwarzinger), Rauchberger (64. Nowak), Holl, Rea, Croatto, Nagy

FC Wacker Innsbruck Damen II: L. Rieder, Stor, Pertl, Spinn, Deutschmann, S. Rieder, Gmeiner, Wöhry, Hintner, Gmeiner (64. Briese), Gstrein (46. Haaser)

Tore: Nagy (45., 71., 90.), Seidl (8.), Croatto (14.)

Verwarnungen: keine 

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