Die Wacker-Damen schlugen sich im historischen Spiel gegen Ligakrösus St. Pölten gut und zeigten vor Rekordkulisse beherzte Leistung.

Favorit setzt sich durch

Mit großer Vorfreude blickten die Wacker-Damen dem ersten Frauenfußballspiel im Tivoli Stadion Tirol entgegen. Dabei stellte man sich der größten Herausforderung im österreichischen Frauenfußball. Gegen St. Pölten ist auf nationaler Ebene seit Jahren kein Kraut gewachsen. Zu groß ist der finanzielle (höchstes Budget der Liga ermöglicht einziges Profiteam) und strukturelle Vorteil (Nationales Leistungszentrum). Ergo waren die Schwarz-Grünen auch bei diesem ORF-Livespiel großer Außenseiter.

Vor der Rekordkulisse von 353 Zuschauern hatten die Wacker-Damen auch gleich zu Beginn die erste brenzlige Situation zu überstehen. Nach einem schnellen Vorstoß von St. Pölten stand FCW-Torfrau Carolin Grössinger erstmals im Mittelpunkt. Zunächst wehrte sie eine Hereingabe ab, die vor den Beinen von Ben landete. Diese versuchte es mit einem Heber, den Grössinger an die Stange lenkte. Die Gäste blieben dominant, doch auch die Wackerianerinnen versteckten sich nicht. Nach einem weiten Ball von Janka Lukacova zündete Lena Triendl den Turbo und stürmte auf das St. Pölten Tor zu. Kurz vor der Strafraumgrenze wurde sie von den Beinen geholt. Ben war nach dieser Aktion mit der gelben Karte glimpflich davon gekommen. Triendl leider nicht, denn sie musste kurze Zeit später verletzt vom Platz. (An dieser Stelle wünschen wir gute Besserung!) Den anschließenden Freistoß von Kapitänin Anna Innerhuber entschärfte SKN-Schlussfrau Olsen. Nun hatten auch die Wackerianerinnen Lunte gerochen und bei einem weiteren Vorstoß musste Olsen ihre Klasse bei einem satten Schuss von Lukacova beweisen. Die Niederösterreicherinnen drückten nun auf die Führung. Grössinger konnte einige Chancen zunichte machen, musste sich aber in der 18. Minute geschlagen geben. Eine Flanke von Biroova fand Zver in der Mitte und deren wuchtiger Kopfball landete in den Maschen. Vier Minuten später erhöhten die Gäste: Eders Eckball auf die kurze Stange kam durch und Wronski hatte aus kurzer Distanz keine Mühe. Vom Anstoß weg schickte Maria Plattner Shiho Tomari steil, deren Abschluss aber Olsen zu verhindern wusste.

Kurz darauf folgte das Highlight der Wacker-Damen. Innerhuber setzte mit einem Steilpass die eingewechselte Andrea Glibo in Szene, die das Laufduell gewann und mit einem gefühlvollen Heber zum Anschlusstreffer traf (24.). Es war das erste Bundesligator der 17-Jährigen. Die Freude darüber währte nur kurz, denn in der 27. Minute rutschte nach einem Freistoß Innerhuber der Ball über die Stirn und fälschte ihn unhaltbar für Grössinger ins eigene Tor ab. St. Pölten drückte weiter und wurde dafür auch belohnt, denn Zver wurde nach einem Konter ideal angespielt und traf zum 4:1 für die Gäste.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich zunächst am Spielgeschehen wenig. St. Pölten blieb dominant und ein abgefälschter Schuss von Ben touchierte die Stange. Doch mit Fortdauer des Spiels setzten die Wackerianerinnen immer mehr Akzente im Spiel nach vorne. So kamen Tomari und Plattner in aussichtsreiche Positionen, wurden aber abgeblockt. St. Pölten blieb durch Standards gefährlich. Die Wacker-Damen konterten gefällig, blieben aber zuwenig durchsetzungsfähig. Nach einem guten Vorstoß von Plattner, dribbelte sich Tomari in den Strafraum und legte auf die eingewechselte Miriam Hochmuth ab, deren Schuss knapp übers Tor ging (76.). In der Schlussphase konnte sich Grössinger bei einem Schuss von Scharnböck auszeichnen und hatte bei einem Stangenschuss von Vago etwas Glück. Kurz vor Ende der Partie hatten die Gastgeberinnen noch zwei Großchancen. Zunächst setzte Tomari Plattner in Szene, deren Schuss knapp übers Tor ging. Danach war Tomari selbst an der Reihe, die in den Strafraum stürmte, den Ball aber nicht mehr an Olsen vorbei brachte. Trotz der 4:1-Niederlage verabschiedeten die Zuschauer das tapfer kämpfende Team der Wacker-Damen mit großem Applaus.

Spieldaten:
Planet Pure Frauen Bundesliga, 15. Runde
FC Wacker Innsbruck Damen - SKN St. Pölten Frauen 1:4 (1:4)
Sonntag, 12.05.2019, 15.00 Uhr
Tivoli Stadion Tirol
Schiedsrichterin: Elisabeth Walcher
353 Zuschauer

FC Wacker Innsbruck Damen: Grössinger, Morscher, Dengg, Triendl (16. Glibo), Tomari, Plattner, Innerhuber, Fujisawa, Lukacova (70. Schwaninger), Widauer (58. Hochmuth), Mayer

SKN St. Pölten Frauen: Olsen, Sauer (46. Schwarzlmüller), Wronski, Vago, Ben (75. Scharnböck), Hickelsberger (61. Krumböck), Biroova, Tabotta, Zver, Eder, Enzinger

Torfolge: 0:1 Zver (18.), 0:2 Wronski (22.), 1:2 Glibo (24.), 1:3 Innerhuber (ET, 27.), 1:4 Zver (33.)

Verwarnungen: keine bzw. Ben

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