Unser Masseur Hans Fischnaller in Aktion - Foto ORF/Leitner Unser Masseur Hans Fischnaller in Aktion - Foto ORF/Leitner

Ein schwarz-grüner Vertreter ist momentan im etwas anderen Teamcamp in Bad Tatzmannsdorf im Burgenland im Dauereinsatz: Sportmasseur Hans Fischnaller behandelt angeschlagene Prominente in der ORF-Doku-Soap „Das Match“. Immer mit dem Ziel vor Augen, beim abschließeden Promi-Match gegen ein Schweizer Team am 5.6. in Altach, einen Sieg einzufahren, hält er die Mannschaft mit Tiroler Schmäh trotz härtesten Trainings unter Hans Krankl stets bei Laune. Im Interview mit der FC Wacker Insnbruck Online Redaktion schildert „Fisch“ seine Erfahrungen

Online Redaktion:
Fünf Folgen von „Das Match“ waren bereits im Fernsehen, nun folgen noch zwei weitere bis zum großen Promi-Spiel. Bist du bisher zufrieden mit deiner schauspielerischen Leistung?

Fischnaller: Die eigene schauspielerische Leistung zu beurteilen ist immer ein zweischneidiges Schwert. Ich höre immer auf Leute, die mich sonst kennen und sagen: „Das hast du gut gemacht, super.“ Bis jetzt habe ich nur positive Rückmeldungen gehört. Die größten Kritiker sind natürlich die eigene Frau und Kinder, die vor allem fragen, warum ich nicht Tirolerisch rede. Nur dann würden mich die Anderen die halbe Zeit nicht verstehen. Ich kann nicht nur Tiroler Wuchteln hinauslassen, muss mich auch ein bisschen zivilisieren. Da wir im Osten Österreichs tätig sind, müssen wir ein bisschen die Schreibmaschine mitnehmen.

Online Redaktion: Ist es für dich noch ungewohnt, dich selbst im Fernsehen zu sehen?

Fischnaller: Eigentlich ist es schon komisch: Man erlebt vor Ort, wieviel Arbeit dahinter steckt, wieviel Leute herum sind, immer kommen Zwischenfragen. Erfolg und Misserfolg der Sendung liegen zu einem großen Teil an den Techniker und Leitern der Regie, die das Material dann zusammenschneiden; ich muss sagen, ich bin überrascht, wie super die das machen.

Online Redaktion: Wie erlebst du die Drehtage?

Fischnaller: Es sind immer und überall sechs bis sieben Kameras vor Ort, egal ob am Platz, in der Kabine oder am Weg ins Zimmer – es war immer jemand dabei. Ungewohnt für mich war es, dass bei der Arbeit schon dauernd Fragen kommen. Wenn dann noch von mir eine Tiroler Antwort kommt, muss ich das wiederholen und dann sieht man, wie sich die Spreu vom Weizen trennt: Da sieht man, dass ich auf Deutsch gesagt ein armer Bauernbursch im Vergleich zu denen bin; ich muss immer „Moment, Moment,“ schreien, mich neu sammeln, damit ich weiß, worum es überhaupt geht. Es werden so oft Fragen gestellt, neue Themen eingebracht, an Ausdruck und Betonung gefeilt: Man bekommt da schon einen gewissen Einblick, welche Arbeit ein TV-Darsteller leistet und das ist nicht wenig.

Online Redaktion:
Wie schaut der Tagesablauf für dich persönlich aus?

Fischnaller: Ab 7:00 ist Morgentraining angesagt, also werden die Spieler um 6:30 geweckt und ich bin ab 6:15 im Massagezimmer, bereite mich vor, bis die ersten Spieler kommen. Zum Teil habe ich Blasen an den Füßen gesehen, das war nur mehr ein Wahnsinn. Diese müssen alle vorbehandelt werden, sonst kann man ja gar nicht mehr laufen. Jeder will dabei sein, Manuel Ortega zum Beispiel hat meinen Hinweis, heute Ruhe zu geben, nicht beachtet und hat sich einen Muskelfaserriss geholt. Benni Hörtnagl hatte so starke Schmerzen wegen eines Ödems im Schienbeinkopfs, dass ich mich nicht mehr auskannte und so sind wir ins Spital gefahren. Ob diese beiden wieder ins Team zurückkehren, weiß ich momentan nicht.

Online Redaktion: Wie bist du eigentlich zu dieser Rolle gekommen?

Fischnaller: Eigentlich lief das Ganze über meine Freundschaft mit Hans Krankl. Er hat immer schon gesagt, er sucht sich ein Team aus, mit dem er arbeiten kann, zu dem er Vertrauen hat und da gehöre ich dazu. Wenn er etwas macht und einen Masseur braucht, dann bin ich dabei.

Online Redaktion: Wie erlebst du Hans Krankl privat?

Fischnaller: Wir haben ein sehr gutes freundschaftliches Verhältnis. Ab und zu kommt mir vor, als ob ich zur Verwandtschaft gehören würde. Ob jetzt eine Taufe oder ein großer Geburtstag in der Familie ansteht, ich muss immer kommen, werde immer eingeladen. Der ganze Clan hat mich wie einen verlorenen Sohn aufgenommen.

Online Redaktion: Was sind die Besonderheiten des Trainers Hans Krankl?

Fischnaller: Möglicherweise bin ich da zu subjektiv, aber was ich so sagen kann nach all den Jahren und Trainern, die ich mitgemacht habe: Er ist ein Trainer, der alles anspricht, der das Herz auf der Zunge hat. Er hat ein großes Fussballwissen, versucht aber auch, immer wieder locker zu sein, steht hundertprozentig vor seiner Mannschaft und seinen Mitarbeitern. Das Rundherum macht ihn mir einfach sympathisch. Entweder man findet ihn als Person super oder es geht einfach überhaupt nicht – ich nehme immer den Leitspruch: „Es gibt kein bisserl schwanger, entweder ganz oder gar nicht.“

Online Redaktion: Welche Spieler aus dem Promikader können Fussballspielen, könntest du vielleicht einen zum Wacker mitnehmen?

Fischnaller: Zwei könnten sicher spielen, sind vom Alter jedoch schon zu weit weg: Gernot Kulis und Volker Piesczek, der sowieso schon Profi bei der Admira war. Kulis hat bei der Admira im Nachwuchs gespielt.

Online Redaktion: Gibt es Prominente dort, mit denen du weniger auskommst?

Fischnaller:
Das gibt es nicht. Alle sind so offen und dankbar für das, was ich tue – man kann keinem böse sein. In einer Umgebung von Kabarettisten und Schauspielern darf man sich einfach keine falsche Bewegung erlauben, die haben dich sofort. Gott sei Dank wird im Fernsehen nicht alles gezeigt, was so daherkommt.

Online Redaktion: Wie schaut es mit der Gage aus? Wird man als Neo-Schauspieler gut bezahlt beim ORF? Ist schon ein Haus am Meer in Planung?

Fischnaller (lacht): Ein Vogelhaus kann ich mir jetzt wohl leisten, mehr wird kaum herausschauen für mich. Geld ist in diesem Fall sekundär für mich, wann hat man denn schon die Chance als normaler Arbeiter bei einer Doku-Soap dabei zu sein, das geht nur, wenn man Freunde hat, die einen da mit ins Boot hineinsteigen lassen. Es ist einfach ein schönes Erlebnis.

Online Redaktion: Wie wird die Mannschaft schlussendlich in deinen Augen aussehen?

Fischnaller: Das weiß zum momentanen Zeitpunkt wohl noch niemand. Das Prominententeam stellt Herbert Prohaska zusammen, wen sie da dann miteinbeziehen weiß ich nicht. Man sieht momentan durchaus, dass die Spieler brauchbar sind, aber wenn enge Spielsituationen auftreten, fehlt einfach ein Organisator am Feld, dann rennen nur mehr Schafe herum. Da denke ich doch, dass für jede Position ein Prominenter gefunden wird, der den Haufen ein bisschen zusammenhält. Dann brauchen wir uns auch vor einem Schumacher nicht fürchten (Anm. d. Red.: Michael Schumacher läuft für das Schweizer Prominententeam auf) – wir können ja immer noch den Berger einladen, auch wenn ich nicht weiß, wie der Fußball spielt. Wir haben sicher gute Burschen, die dagegenhalten werden.

Online Redaktion: Schaut die ganze Familie Fischnaller am Freitag zusammen „Das Match“?

Fischnaller: Bisher bin ich noch nie mit der Familie zusammen vor dem Fernseher gesessen, das ist sich leider noch nie ausgegangen. Natürlich schaue ich mir die Sendung an, außerdem bekommen wir vom ORF die CDs, dann werden wir uns vielleicht einmal zusammensetzen und im Rahmen einer kleinen Feier zusammen anschauen. Dann darf ich mich noch einmal der Kritik und Hänselei von Schwiegersohn und Kindern aussetzen. Eigentlich weiß ich nicht, ob ich mir das noch einmal antun soll.

Online Redaktion: Wer fliegt am Freitag aus dem Camp?

Fischnaller:
Momentan ist noch niemand nominiert. Bei der letzten Sendung wurde auch schon niemand nominiert, da eben zwei Spieler verletzt ausgeschieden sind – wen soll man da noch nominieren?

Die FC Wacker Innsbruck Online Redaktion dankt für das ausführliche Gespräch und wünscht gutes Gelingen für das Promimatch in Voarlberg.

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