Nur eine Woche nach dem Cup-Aus in Saalfelden empfingen die Wacker Damen den FC Pinzgau Saalfelden am Tivoli W1. Zu gerne hätte man Revanche genommen, doch auch in der Liga zog man den Kürzeren.
Da war mehr drin
Die Wackerianerinnen starteten ideal in diese Partie. Ein weiter Abschlag von FCW-Torfrau Sofia Gabriel erreichte Stürmerin Sylvia Makungu-Neuberger, die im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Giulia Eckert mit einem Flachschuss zur frühen Führung (5.). Die Gastgeberinnen blieben am Drücker, verpassten es aber, aus ihren guten Chancen Zählbares zu machen. So scheiterten Miriam Hochmuth (12.) und Lucy Schmitt (24.) mit ihren Kopfbällen an FCSP-Torfrau Standifer. Auch FCW-Stürmerin Julia Stützenberger agierte vorerst unglücklich. Ihr Abschluss aus kurzer Distanz in der 26. Minute wurde in letzter Sekunde noch geblockt.
Nach einer halben Stunde kamen die Gäste erstmals gefährlich vors Tor des FCW. Einen Kopfball von Solomon hielt Gabriel im Nachfassen (31.). Die Schwarz-Grünen machten sich mit vielen Fehlpässen im Spielaufbau das Leben schwer. Die Pinzgauerinnen profitierten davon und kamen zu weiteren Chancen. Ein sehenswerter Fallrückzieher von Obradovac ging knapp vorbei (34.), und Gabriel entschärfte einen weiteren Abschluss von Solomon (36.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurden die Wackerianerinnen aber noch einmal gefährlich: Kylin Hays lenkte eine Hereingabe von Stützenberger mit dem Knie an die Latte.

Die Gäste aus Salzburg starteten druckvoll in die zweite Hälfte. Die Wacker-Damen hatten Probleme, diesem Druck standzuhalten, und sorgten mit weiteren Ungenauigkeiten dafür, dass die Gäste am Drücker blieben. Schließlich war es Pinzgaus bullige Stürmerin Baker, die den Ausgleich erzielte. In der 55. Minute war sie von der FCW-Abwehr nicht zu halten und schob nach guter Einzelaktion ein. Die Wackerianerinnen reagierten sofort. Nach dem Anstoß kam der Ball einmal mehr zu Makungu-Neuberger, die erneut im Strafraum gefoult wurde. Wie schon in der ersten Halbzeit trat Eckert zum Elfmeter an, doch diesmal konnte FCSP-Schlussfrau Standifer parieren (56.).
Es kam aber noch bitterer, denn Baker wurde kurz danach mit einem Lochpass ideal angespielt und ließ Wackers Defensive ein weiteres Mal hinter sich. Mit einem überlegten Flachschuss bezwang sie Gabriel (1:2, 59.). Ein Wirkungstreffer, von dem sich die Schwarz-Grünen nicht mehr erholten. Erst in der Schlussphase konnten die Wacker-Damen wieder einigermaßen gefährlich werden. Die Weitschüsse von Sarah Tschiers (81.) und Stützenberger (89.) landeten aber in den Armen von Standifer.
Spieldaten
2. Frauen Bundesliga, 3. Runde
FC Wacker Innsbruck – FC Pinzgau Saalfelden 1:2 (1:0)
Sonntag, 13.09.2026, 16.00 Uhr
Tivoli W1
Schiedsrichter: Dario Bihar, BSc
FC Wacker Innsbruck: Sofia Gabriel – Paula Schwaninger, Lucy Schmitt, Miriam Hochmuth (K), Laura Gutensohn, Sarah Tschiers (82. Gstrein) – Patricia Weisskirchen (62. Gojcaj), Kylin Hays (62. Endrizzi) – Sylvia Makungu-Neuberger (88. Tronchoni), Julia Stützenberger, Giulia Eckert (82. Zass)
FC Pinzgau Saalfelden: Zora Jean Standifer – Andrea Moser, Cordula Krenslehner (68. Thurner), Alexandra Marcella Gatt, Coralie Ottino (88. Blakaj), Eileen Anna Solomon – Cyanne Doyle, Milena Eiterer (K) (68. Dophemont), Karla Ottino – Ines Obradovac, Mollie Marie Baker
Torfolge: 1:0 Eckert (5.), 1:1 Baker (55.), 1:2 Baker (59.)
Gelbe Karten: Baker, Krenslehner, Stützenberger, Endrizzi, Obradovac, Standifer
Fotos: Noah Kandziora