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gerhard stocker 800x500Die Saison-Analyse 2016/17 Teil 2 – Gerhard Stocker

Die vergangenen Monate waren unglaublich intensiv. An allen Ecken und Enden wurde gekurbelt, eindringliche Gespräche wurden geführt, Pläne verabschiedet und zum Teil schon umgesetzt. Obwohl alle Verantwortlichen – die für unseren Verein gearbeitet haben oder noch arbeiten - stets nur das Beste wollten, sind wir in den letzten Jahren oft hinter unseren eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Die Gründe dafür sind vielzählig. Doch wie schon bei der Analyse des sportlichen Bereichs, wollen wir nicht allzu lange nach hinten blicken, sondern uns anschauen, auf welche Entwicklungen wir stolz sein und worauf wir aufbauen können. Und es gibt einige.

1. Ruhe ist eingekehrt
Wer Anfang des Jahres beim Frühstück die Zeitung aufgeschlagen hat, lief oft Gefahr sich an seiner Marmeladensemmel zu verschlucken. Eine unangenehme Schlagzeile jagte die nächste. Viele Themen, die eigentlich intern besprochen hätten werden sollen, drangen nach außen und ließen unseren Verein teilweise chaotisch und uneins scheinen. Mittlerweile ist jedoch Ruhe eingekehrt. Die Diskussionskultur ist eine äußerst positive und fruchtbare. Der Vorstand arbeitet gründlich. Regelmäßig besprechen sich Trainerstab und Mannschaft. Regelmäßig finden Mitarbeiter Jour-Fixe, Mitglieder-Abende und Fantreffen statt. Wer Ideen hat, kann diese einbringen. Die zuständigen Verantwortlichen haben volle Entscheidungsfreiheit und treffen ihre Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen – zum Wohle unseres Vereins. Und das geht bekanntlich am besten, wenn Ruhe eingekehrt ist und wenn man sich nicht an seiner Marmeladensemmel verschluckt.

2. Junger, engagierter Vorstand
Im Februar kam es zu einem Wechsel im wackeren Vorstand. Neben altbekannten Gesichtern, die unseren Verein schon länger begleiten, kamen auch neue dazu. Einige dieser Gesichter kennt man bereits aus den Medien. So zum Beispiel jenes von Vizepräsident Thomas Kerle. Der Rechtsanwalt vertritt unseren Verein in rechtlichen Belangen und ist ein Mann, der auch in heikleren Situationen die Ruhe bewahrt. Finanzreferenz Michael Reimair ist ein Innsbrucker Steuerberater und wurde mit seiner Kanzlei 2016 zum zweiten Mal in Folge „Tiroler Steuerberater des Jahres". Viel wichtiger als so ein Titel ist jedoch der Wille und das Engagement mit dem er die schwarz-grünen Zahlen im Griff hat und täglich daran arbeitet, dass am Ende des Finanzjahres ein jeder sagen kann: Wir sind wieder einen Schritt nach vorne gekommen. Der dritte „junge" im Bunde ist Emanuel Kopp. Bisher tauchte sein Name eher im Hintergrund auf. Doch genau das ist eine seiner größten Stärken – freundliches, unaufdringliches und erfolgreiches Netzwerken im Hintergrund. Und wenn unser Verein in den kommenden Jahren – neben sportlichem Erfolg – etwas brauchen kann, dann ein starkes Netzwerk an ambitionierten und begeisterten Unterstützern. Die Mischung im Vorstand passt. Erfahrung und neue Ideen halten sich die Waage. Das ist eine äußerst erfreuliche Tatsache, die in den kommenden Monaten noch richtig wichtig werden wird.

3. Gutes Gesprächsklima
Oft hörte man, dass für unsere Vereinsverantwortlichen die Türen zustünden. Die Politik, die Hauptsponsoren, der Stadionbesitzer – sie alle hätten von unserem Verein genug, so hieß es. In der Realität sieht die Lage deutlich anders aus. Doch eines ist klar. Wir müssen liefern. Wer mit offenen Armen empfangen werden möchte, muss Leistung zeigen. Und in unserem Fall heißt das – gute Ergebnisse auf dem Platz und Ruhe, sowie Professionalität abseits des Platzes. Um die Situation unseres Vereins möglichst schnell zu drehen, hat es in der Vergangenheit mehrere Richtungs- und Strategiewechsel gegeben. Immer wieder wurden Schuldige gesucht - intern und extern – und Gründe, warum man es einfach nicht schafft, nachhaltig und langfristig an die eigenen Erfolge anzuknüpfen. Wer sich auf Schuldzuweisungen und Probleme konzentriert, verliert oftmals den Blick für Lösungen und auch Partner und Unterstützer, die man eigentlich schon lange mit im Boot hätte. In den letzten Wochen haben wir viele Gespräche geführt, mit Vertretern der Tiroler Politik, mit Vertretern unserer so wichtigen Sponsoren und Partner, mit Vertretern unseres Vermieters, mit Menschen im Umfeld. Und dabei ist eines klargeworden – geschlossene Türen gibt es keine, aber das eine oder andere Gesprächsklima, das noch ein paar Wärmegrade und Vertrauen mehr vertragen könnte. Damit das gelingt, müssen wir liefern. Und die letzten Wochen zeigen – es wirkt. Langsam und stetig.

4. Interesse am Verein
Ein weiterer Punkt, der großen Mut macht, ist das anhaltende Interesse an unserem Verein. Auch in schwierigen Phasen erreichen uns zahlreiche Nachrichten auf den sozialen Netzwerken, via E-Mail, via Telefon und im persönlichen Gespräch. Natürlich ist es nicht schön, wenn man nach Niederlagen enttäuschte, böse und wütende Kommentare lesen muss. Doch letztendlich zeigt es uns, wie viel Emotion die Menschen mit unserem Verein verbindet. Aus diesem Grund ist es uns ein großes Anliegen und Bedürfnis, in der kommenden Saison wieder alles dafür zu tun, um all den Menschen die mit uns mitleben, positive Emotionen und Momente zu ermöglichen. Dass es dafür auch tolle Leistungen auf dem grünen Rasen braucht, wissen wir. Auch müssen unsere Spieler und Verantwortlichen für unsere Fans und Unterstützer wieder greif- und nahbarer werden. Auch das ist ein Hauptanliegen für die kommende Saison. Das Interesse an unserem Verein ist da und es ist unsere Verantwortung damit behutsam umzugehen. Darauf kann man aufbauen!

5. Lebendiges Vereinsleben
Ein lebendiges Vereinsleben macht vieles besser. Nicht nur, dass es Spaß macht und Freude bereitet, gemeinsam mit seinen Freunden zum Fußball zu gehen, über die Leistung der Mannschaft, über Transfergerüchte oder Trainerentscheidungen zu diskutieren – ein lebendiges Vereinsleben kann auch in schwierigen Zeiten viel Druck herausnehmen. Aus diesem Grund laden wir seit Jahren alle Fußballbegeisterten dazu ein Mitglied unseres Vereins zu werden, an den Mitgliederabenden teilzunehmen, nachzufragen und mitzudiskutieren. Gespräche und Diskussionen auf Augenhöhe – das ist ein Grundwert, der unseren Verein ausmacht. Auch in der kommenden Saison wollen wir weiterhin auf einen regen Informationsaustausch setzen. Alles mit Maß und Ziel. Über einzelne Transfers darf man selbst im offensten und ehrlichsten Verein nur dann reden, wenn er in trockenen Tüchern ist. ;)

6. Lizenz in erster Instanz
Als die Lizenz-News von der Bundesliga übermittelt wurden und an die Öffentlichkeit kommuniziert wurde, war manch einer doch überrascht. Im Vorfeld der Lizenz-Vergabe waren sich viele sicher, dass unser Verein die Lizenz erst in zweiter Instanz erhält. Dass es nun doch schon in der ersten Vergaberunde geklappt hat, ist umso schöner und eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Innerhalb kürzester Zeit wurden Fragen beantwortet, Dokumente vorgelegt, Sicherheiten abgegeben und damit untermauert – unser Verein ist für die kommende Spielzeit finanziell stabil. Doch diese erfreulichen Neuigkeiten sind noch längst kein Grund, um es uns bequem zu machen und die Füße hochzulegen. Im Gegenteil. Dass wir die Lizenz erhalten haben, ist eine tolle Chance um zu zeigen, dass wir es können – sportlich und auch finanziell. Aus diesem Grund arbeiten wir auf allen Ebenen auf Hochtouren, um möglichst viele Menschen von unserem Weg zu überzeugen. Wenn das gelingt, wird die Zahl der Zuschauer und auch die Zahl der Partner und Sponsoren wieder nach oben gehen und damit das langfristige und nachhaltige Fortbestehen unseres Vereins sichern. Auf die erhaltene Lizenz lässt sich aufbauen – das bestärkt und gibt Mut.

7. Mitarbeiter geblieben
Ein weiterer Erfolgsfaktor und das gilt für Vereine gleich wie für Unternehmen und jede andere Organisation, sind die langjährigen Mitarbeiter. Umso erfreulicher ist es, dass uns ein Großteil unserer Mitarbeiter – sowohl in der Geschäftsstelle, aber auch im Trainerstab, im Nachwuchsbereich und in allen anderen Abteilungen – erhalten bleibt. Unsere Mitarbeiter kennen unseren Verein wie kaum jemand anderer. Mit ihrem Know-how, ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft sind sie ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dass selbst nach einer schwierigen und turbulenten Saison ein Großteil erhalten bleibt, zeigt wie eng alle zusammengerückt sind. Diese Geschlossenheit und Entschlossenheit wollen wir in der nächsten Saison nutzen. Wahre Stärke kommt von innen.
Wir haben ein schwieriges und turbulentes Jahr hinter uns. Doch die Richtung stimmt und es gibt sieben gute Punkte, auf denen wir in der kommenden Spielzeit als Gesamtverein aufbauen können. Gespräche auf Augenhöhe, Ehrlichkeit und Transparenz, sowie Ruhe im Verein sind dabei entscheidende Punkte. Wenn das gelingt, werden wir wieder Schritt für Schritt näher zusammenwachsen – ganz so wie eine Familie. Auf eine Familie kann man immer zählen – auch wenn es mal nicht so leicht ist.
Auf eine erfolgreiche Saison 2017/18.

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